6.Tag - Inseltour Süd

Das Daihatsu Mokefaule Leben hatte heute ein Ende. Ich hatte in den letzten Tagen die Mietpreise für Mokes verglichen und zufällig war das billigste auch das, was mir am besten gefiel. Farbmäßig. Alle Mokes sehen immer irgendwie aus, als würden sie jeden Moment auseinanderfallen, bisher ist mir aber noch nie etwas Schlimmes passiert, Kleinigkeiten wie nicht ganz dichte Dächer werden in Kauf genommen. Nach meinen Erfahrungen mit sich-nicht-öffnen-lassenden Motorhauben fragte ich an der Mietstation, ob mir gezeigt werden könne, wie man die Haube aufmacht. Das weiß nur der Mechaniker und der ist nicht da, war die Antwort. Autobatterien sind scheinbar der begehrteste Artikel auf Barbados und werden deshalb oft geklaut. Und in einem offenen Moke ist das natürlich besonders einfach, deshalb ist die Haubenöffnung absolut top-secret und das Geheimnis der jeweiligen Verleihfirma. Bevor es einem verraten wird, kommt lieber jemand vorbei und repariert evtl. Schäden vor Ort, auch wenn nur Wasser nachgefüllt werden müßte.

Die Miami Beach BarbadosUmstellung auf Linksverkehr war wie immer völlig unproblematisch, auch wenn ich 2 oder 3 Mal Blinker und Scheibenwischer verwechselt habe. Einen Plan hatte ich nicht, Uli wollte nur das Fahren und die Landschaft genießen, ich fuhr in Richtung Silver Sands und wollte dann weitersehen. Vorbei am Miami Beach ging’s die Enterprise Road entlang bis nach Silver Rock und dann solange, bis es nicht mehr weiterging.

Jetzt muß ich wieder etwas weiter ausholen: In London, im Bus zwischen Heathrow und Gatwick saßen wir einem Paar aus Kiel gegenüber, mit dem ich mich etwas unterhalten habe. Die beiden haben wir vorgestern in Bridgetown wiedergetroffen und jetzt, am allerletzten Ende von Silver Sands, waren die beiden schon wieder da. Nicht auf Erkundung, sondern die wohnten hier. Nicht ganz freiwillig, im Reisebüro hatte ihnen keiner erzählt, daß das Hotel Long Beach Club völlig am Arsch der Welt liegt, 2 km vom nächsten Minimarkt und der Bushaltestelle entfernt. Ohne Auto ist man hier völlig aufgeschmissen und die beiden haben sich nicht getraut. Dumm gelaufen. Hier wohnt man, wenn man Kiter oder Surfer ist oder seine absolute Ruhe haben will.

Die Aussicht auf den Long Beach ist traumhaft, die Zimmer sind groß und nett eingerichtet, es kommt schon mal eine Kuh von der nahen Weide vorbei, um am Pool etwas zu trinken, kurzum: Hier ist die Welt in Ordnung. Aber wer will sowas schon. Die beiden langweilten sich jedenfalls und wir versprachen, sie an einem der nächsten Tage zu einer Tour mitzunehmen.

Durch Felder und Wiesen ging es dann am Meer entlang bis zum Flughafen, wo mittlerweile eine neue Straße gebaut worden ist und deshalb der Weg zu meinem bevorzugten Spotter-Platz jetzt etwas umständlicher geworden ist. Aber ich habe schon alle Flugzeuge hier starten und landen sehen, das Interesse daran läßt langsam nach. Am Flughafen vorbei fuhr ich dann zur Foul Bay, wo wir etwas spazieren gingen und weiter nach Harrismith zur Cave Bay.

Uli an der Foul Bay

Lala an der Cave Bay

Endpunkt des heutigen Tages war der Ragged Point mit dem Eastpoint Lighthouse mit einem sehr schönen Blick auf die Ostküste, Ragged Point Barbadosauf dem Rückweg Barbados East Point Lighthousemachten wir einen Stopover am Chefette Six Roads und dem gegenüberliegenden sehr schönen Supermarkt. Schön ist ein merkwürdiger Begriff, aber für Uli war es schönste Markt der Insel, wegen der Übersichtlichkeit, der breiten Gänge undundund. Um den allnachmittäglichen Stau auf dem ABC-Highway zu umgehen, fuhr ich wieder in Richtung Airport und über Oistins nach Hause, wo wir pünktlich zur Happy Hour im Dover Beach Hotel mit den beiden anderen zusammentrafen.

 

 

 

Einer der Mitbewohner im Cherry Tree hatte heute Geburtstag und alle nach Chicken Rita eingeladen. Mit dem hauseigenen Auto ging es zuerst zu Mike’s Bar am Coral House und dann, endlich, war es nach 2 Jahren wieder soweit: Chicken Rita, the best Chicken in the World. Wir haben zwar fast 90 Minuten warten müssen, aber bei 32 bestellten Teilen auf 4 Herdplatten dauert es eben etwas länger. Das Chicken war köstlich wie immer und wir beschlossen, noch mindestens 2mal wieder herzufahren und diese fantastischen Teile zu futtern.

Außer uns waren noch 2 Deutsche da, Männer so etwa Mitte 50. "Wir kommen schon seit 20 Jahren hier hin,hohohohohoho". "Ich schon seit 21", sagte ich. "Aber wir wohnen privat hier,hohohohohoho".  "Ich auch"  "Wir haben auch einen Leihwagen,hohohohoho". Wir hatten mittlerweile aufgessen, die Flasche Rum war auch leer und wir haben uns ganz schnell verabschiedet, bevor wir uns noch mehr solchen Blödsinn anhören mußten. Ich hab den beiden aber noch die Bundesliga Ergebnisse gesagt mit dem Schlußsatz : "Ich habe heute Nachmittag Premiere World gekuckt." Die haben jetzt bestimmt was zum nachdenken. Viele Grüße nach Oberhausen.

Chicken Rita

Rüdiger schaut nicht wirklich böse.....

Zum Schluß noch eine Karte der heutigen Fahrt

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