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Barbados von lat. "Ficus barbata" - Feigenbaum.
Ich muss gestehen, zu meinem ersten Mal musste ich gezwungen werden. Quasi. Jedenfalls haben meine Freunde harte Überzeugungsarbeit leisten müssen, so lange, bis mir irgendwann die Gegenargumente ausgingen. So sehr ich auch ins Schwärmen gerate, wenn ich zu Hause auf dem Sofa liegend, Raffaello-, Bounty- oder Bacardi-Werbung sehe, so schwer machen mir Hitze oder Schwüle zu schaffen. Und zwei Wochen im Wachkoma auf dem Bett verbringen, ist nicht meine Vorstellung eines schönen Urlaubs, auch wenn's in der Karibik ist. Aber Rüdiger sagte, dass ich es doch wenigstens einmal versuchen solle, bevor ich mir sicher sein kann, dass das Klima nichts für mich ist, immerhin herrsche dort ein mildes Tropenklima mit erfrischenden Passatwinden und es würde kaum wärmer als 28 Grad. Dagegen konnte ich nun wirklich nichts sagen. Also musste ich mit.
Unser Hinflog verzögerte sich um unnötige drei Stunden, irgend ein Feueralarm auf dem Londoner Flughafen, und so war es schon dunkel, als Barbados in Sicht kam. Die Ohrenschmerzen, die sich kurz vor der Landung eingestellt hatten, wollten überhaupt nicht aufhören und als wir endlich aussteigen durften, war es draußen so heiß, als würde man die Düsen des Flugzeugs zu spüren bekommen – jedenfalls habe ich das gedacht. Und dann wurden wir auch noch mit einem viel zu kleinen Auto abgeholt, in das wir und unser Gepäck gar nicht auf einmal rein passten. Claudia und ich, auf der Rückbank eingequetscht, wurden gehörig durchgeschüttelt, das kleine Auto traf aber auch jedes Schlagloch. Und mir war viiiieeeel zu warm.....
In unserem Quartier angekommen saß ich in meinem Zimmer auf dem Bett, und der erste und sehr drängende Gedanke war: wenn mich jetzt jemand fragt, ob er mich wieder zurück zum Flughafen bringen soll, dann aber pronto.
Nach ein paar Minuten auf der höchsten Verzweiflungsstufe fragte Claudia, ob ich mit ihr ein Banks trinken wolle – und das hat mich gerettet. Von nun an ging's bergauf. Es wurde der mit Abstand schönste Urlaub meines Lebens.
Das war vor fast genau 2 Jahren. Und jetzt flieg ich wieder hin.
Diesmal wieder mit Rüdiger und Claudia und außerdem kommt Volker mit. Jetzt könnte jemand einwerfen, dass man keine Eulen nach Athen tragen sollte... doch das ist eine andere Geschichte.
Es gibt von Deutschland aus nicht sehr viele Möglichkeiten, nach Barbados zu kommen, aber British Airways ist die komfortabelste – jedenfalls, was das Platzangebot betrifft. Ansonsten haben die uns einen gewaltigen Knüppel zwischen die Beine geworfen: "In London umsteigen" heißt diesmal nicht, gemütlich von einem Terminal des Flughafens zum anderen schlendern, sondern mit dem Bus von Heathrow quer durch ganz London nach Gatwick – und das mit dem kompletten Gepäck.
Und weil ich nur einen ganz normalen Koffer besitze hat Volker mir zum Geburtstag einen riesengroßen Trolley, einen echten Überseekoffer, geschenkt. Darin könnte man locker einen klitzekleinen Bajan als Souvenir mitbringen :-) .
Das machen einige Frauen, auch ohne Koffer.....
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