Last Days

16. Tag

Nachdem wir alle unseren Rausch ausgeschlafen hatten, kam heute nur eins in Frage: Ruhen und abends ein Spezial Bauernomelett von Rüdiger essen. Sonst nichts.

 

 

17. und vorletzter Tag.

Der Blick nach oben zur Palme hat zwar etwas beruhigendes, aber ich wollte mir noch ansehen, ob das, worüber ich in den letzten Jahren so alles geschrieben habe, auch der Wahrheit entsprach. Deshalb bin ich mit dem 11er-Bus nach Bridgetown gefahren und zu Fuß zurück gewandert. Ich wollte mir sämtliche Strände und Hotels auf dem Weg ansehen, die Fotos und Infos dazu sind u.a. bei Südwest zu bewundern. Ich war immer nur mit dem Bus gefahren und kannte z.B. Hastings und Worthing so gut wie gar nicht. Ich habe aber keinen Ort gefunden, der mir besser gefallen hat als der, in dem ich wohne, nämlich Dover bzw. Maxwell, aber es war ganz interessant, all die alten und neuerbauten Hotels zu besuchen.

Bei Chicken @ Chicken Ritader Sonnenuntergangshappyhour im Dover Beach Hotel trafen wir das englische Rudel von vorgestern wieder und erzählten, daß wir heute Abend, zum krönenden Abschluß des Urlaubes, bei Chicken Rita ein letztes “Best Chicken in the World” essen wollten. Das Ende vom Lied : Die wollten mit. Die 4 waren am Treffpunkt “etwas” overdressed, als wollten sie zum Neujahrsempfang bei der Queen.

Eigentlich wollten wir mit dem 11er Bus und dann ein bißchen laufen, mit 8 Personen lohnte sich aber ein Großraumtaxi, 5 BD$ pro Person. Der Fahrer war ganz stolz, daß er wußte, wo Chicken Rita ist, er hatte nämlich schon ein paar Mal Deutsche hingefahren, und die hatten ihm erklärt, wie er hin kommt. Wahrscheinlich diejenigen, die sich die Beschreibung aus meiner Wäppseite ausgedruckt hatten, er fuhr nämlich genau so, wie von mir beschrieben, es gibt noch einen anderen Weg, der ist zwar kürzer, aber komplizierter zu beschreiben. Chicken Rita

Nach einer kurzweiligen Stunde Wartezeit kamen die bestellten 17 Quarter, je 2 für die Damen, je 3 für die Herren. Eine hat nichts gegessen, sie ist Vegetarierin, aber trotzdem ihren Anteil bezahlt.

Nach dem ersten Bissen sagte Dee, eine der 3 Damen: It’s Chicken, you can get it everywhere in England.

Na toll, klar weiß ich, das man überall auf der Welt Chicken bekommt, aber doch nicht so eins wie hier. Naja, Engländer, die haben sowieso keine Geschmacksnerven. What shalls. Die erzählen jetzt bestimmt zu Hause, daß sie im Urlaub Deutsche kennengelernt haben, die werweiswohinfahren und dann noch eine Stunde warten, nur um dann Chicken zu essen.

AnsLal@ beim Karaokechließend waren wir am Gap, zuerst im “Sweet Potatoes”, wo ich eins dieser Dinge getan habe, die eigentlich nicht auf der to-do-Liste des Lebens stehen, nämlich Karaoke. Don’t go Breaking my Heart, zu zweit ist es eigentlich ganz einfach und wenn man das Mikrofon weit genug vom Mund entfernt hält, damit keiner etwas hört, ist es gar nicht so schlimm. Beim anschließenden “The Winner takes it All” konnten die Zuschauer sogar den einen oder anderen Ton hören, wenn ich die richtige Tonlage traf war ich mutig und hielt das Mikro direkt vor den Mund. Julie hat sowieso die richtigen Töne getroffen, Engländer/innen sind ja karaokemäßig trainiert.

Das habe ich also hinter mir, es gibt Schlimmeres.

Dee und John hauten anschließend ab, wir spazierten mit den beiden restlichen Damen zurück nach Hause. Sie beschwerten sich darüber, daß sie überall und ständig von den Bajans angebaggert würden und sie sich deshalb gar nicht mehr aus dem Hotel trauten. Ich habe empfohlen, das nächste Mal einen Rollkragenpullover anzuziehen. Ein paar Abschlußdrinks und ein Foto beendeten den Tag.

Austin freute sich über den Frischfleischnachschub, den wir mitgebracht haben.

Uli-Claudia-Rüdiger-Leslie-Julia

 

Letzter Tag: Abschied von Claudia und Rüdiger, die erst ein paar Tage später nach Hause fliegen, um 15 Uhr hatte ich ein Taxi zum Flughafen bestellt, es waren nur 2 Personen vor uns am BA-Schalter, mein Koffer war zu schwer, ich mußte 6 Flaschen Hot Pepper Sauce in Ulis Koffer umpacken, dann war wieder alles ok, im Flughafenrestaurant kann man durch den neugestylten Departure-Komplex nicht mehr aufs Rollfeld sehen, im Flieger waren höchstens 50 Leute, wer fliegt schon am 23. Dezember nach Hause, wir hatten Plätze in der Reihe am Ausgang, meine Beine waren ausgestreckt in der völlig leeren Business-Class, nach 7:45 Stunden landeten wir in Gatwick, warteten auf unsere Koffer, gingen durch die Passkontrolle, kauften ein Ticket für den Bus nach Heathrow, warteten 10 Minuten auf selbigen, fuhren 70 Minuten bis zur Busstation am Terminal 1, schoben unsere Kofferkulis bis zum Check In, warteten fast eine Stunde, bis wir dran waren, weil uns niemand gesagt hatte, daß wir zum Fast Bag Drop Schalter gehen könnten, weil wir unsere Bordkarten schon in Bridgetown bekommen hatten, aßen ein paar Kekse, tranken zwei Cappucino, flogen in genau 60 Minuten nach Düsseldorf, fuhren mit dem Skytrain zum Parkhaus, ich benutzte gleich den Scheibenwischer anstatt des Blinkers, was aber nur noch ein zweites Mal passiert ist, dann hatte ich mich wieder an mein Auto gewöhnt, und eine Stunde später waren wir wieder zu Hause, wo es ziemlich kalt, aber am nächsten Morgen wieder durchgewärmt war. Das war ein schöner Satz zum Abschluß, finde ich.

THE END

 

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