Geschichte

Die ersten Siedler waren etwa 400 n.Chr. die Arawaks, die aus Venezuela rübergerudert waren, ein friedliches Volk, das die ersten Dörfer baute. Etwa 1200 n.Chr. kamen die Caribs, welche die Insel von den Arawaks eroberten. Als die ersten englischen Siedler kamen, war niemand mehr auf der Insel außer ein paar Schweinen, die wahrscheinlich von den Portugiesen importiert waren. Die waren nämlich die ersten Europäer auf der Insel, sind auf dem Rückweg von Brasilien vorbeigekommen, ihr Chef hieß Pedro a Campos. Theorien besagen, daß die Caribs an einer Epidemie gestorben sind oder daß spanische oder portugiesische Siedler alle gefangen nahmen und als Sklaven verkauften. Mit anderen Worten : Nix genaues weiß man nicht.

Jedenfalls hatte keiner großes Interesse an der Insel, oder sie wurde auch einfach übersehen, weil sie aus der Ferne nicht gut zu sehen war. Es ist mir allerdings nicht ganz klar, wo und wann die Portugiesen da waren, außer dem Namen und den Schweinen ist nichts überliefert. Etwas genaues weiß man erst ab 1625. Da landete Captain John Powell am 14. Mai in der Nähe des heutigen Holetown und nahm die Insel für König James den I. in Beschlag. Ein Denkmal zeigt heute noch die Stelle, wo er angeblich gelandet ist. Die erste Siedlung entstand 1627 als 80 Engländer und 10 schwarze Sklaven an der Westküste ihre Häuser errichteten. Die meisten Siedler waren mehr oder weniger Abschaum der englischen Gesellschaft : Also ähnlich wie heute englische Touristen z.B. in Lloret de Mar. 1637 brachte Pieter Blower, ein Holländer, das Zuckerrohr nach Barbados. Dieses wurde dann erst mal dazu benutzt, um Rum zu brennen, später wurde es dann auch zur Zuckergewinnung benutzt. Nach kurzer Zeit war die ganze Insel voller Zuckerrohrfelder und es wurden Menschen gebraucht, um das alles zu bearbeiten. Deshalb wurden jede Menge Sklavan importiert, so daß sich das Verhältnis weiß:schwarz recht schnell in Richtung schwarz veränderte. Es gab auch Sklavenaufstände, aber sehr viel weniger als auf den anderen Inseln. Die weißen hatten nämlich 1. eine große Polizeitruppe und 2. konnten die Sklaven auch nirgendwohin flüchten, weil es keine Wälder gab. Also blieb es eigentlich ziemlich ruhig. Bald gab es auch sehr viele bereits in Barbados geborene Schwarze und Mischlinge, von denen die Plantagenbesitzer glaubten, sie wären leichter zu " trainieren" und denen deshalb ziemlich viele Freiheiten eingeräumt wurden. 1807 schaffte England offiziell den Sklavenhandel ab, aber Sklaven halten war natürlich immer noch erlaubt. Sie mußten nur registriert werden. 1816 gab einen Aufstand namens "Bussa's Rebellion" , ausgerechnet zu einer Zeit, als es den Sklaven besser ging als jemals zuvor. Die Aufständischen trafen immer bei Wochenendtanzparty's um alles zu planen. Am 14. April 1816 steckten sie die Zuckerfelder in St. James in Brand , aber die Polizei und die Plantagenbesitzer stoppten den Aufstand, nachdem etwa 1/5 der Zuckerrohrernte verbrannt war. 176 Sklaven starben und weitere 214 wurden hingerichtet.

Wegen des Aufruhrs bewilligte das britische Parlament Barbados das Recht auf ein eigenes Sklaven Registrierungs-Gesetz. Die Sklaverei wurde erst 1834 abgeschafft. Die nächsten 4 Jahre mußten die Schwarzen an einem sogenannten Lehrzeit Programm teilnehmen, daß sie weiterhin an die Farmen band, auf denen sie vorher gearbeitet hatten. Am 1. August 1838 konnte endlich die Freiheit gefeiert werden. Im Prinzip änderte sich nicht viel, nur das die schwarzen Arbeiter jetzt für ihre Arbeit bezahlt wurden. 1878 wollte England alle karibischen Inselstaaten miteinander vereinen. Barbados lehnte ab, weil man befürchtete, daß schwarze Bevölkerung auswandern würde und die Wirtschaft zusammenbrechen könnte. Viele Bajans arbeiteten zwischen 1850 und 1914 an der Erbauung des Panama Kanals mit. In dieser Zeit ging es auch wirtschaftlich ziemlich schlecht, weil man sich in Konkurrenz mit den anderen Zuckerrohr Produzenten befand, und die Preise demzufolge sanken. Es entwickelten sich mehrere politische Parteien, z.B. die Democratic League und die Barbados Labour Party. Hauptsächlich ging es Ihnen um die Gleichberechtigung zwischen Schwarzen und Weißen. 1937 brach ein Aufruhr aus. Clement Payne verteidigte die Bildung von Gewerkschaften, öffentlich in Bridgetown sprechend. Er begeisterte die Bajans zu solchen Tiefen der Leidenschaft, dass die Behörden ihn am 26. Juli 1937 deportierten. Aber die Bajans sammelten sich, um gegen seine Zwangsverschickung zu protestieren. Der Aufruhr, der ausbrach, dauerte drei Tage, in den Städten anfangend und schnell zu ländlichen Gebieten ausbreitend. Verschiedenartige Politiker arbeiteten daran, schwarz und weiß gleichzumachen. Grantley Adams wurde ein Führer und Sprecher für eine Massenbewegung von 1938-1945. Er gründete die Labour Party von Barbados und forderte angemessene Arbeitsgesetze. Langsam bereitete sich die Insel auf Unabhängigkeit vor. Die Frage des Bündnisses mit dem Rest der karibischen Inseln entstand wieder, und Adams vertrat Barbados in der Koalition.

Und irgendwie hat ja auch alles ganz gut geklappt, heute besteht die Regierung und das Parlament hauptsächlich aus Schwarzen und es gibt scheinbar keine Konflikte mehr zwischen den Bevölkerungsgruppen.

Seit 1966 ist Barbados unabhängig. Heute ist Barbados eine unabhängige konstitutionelle Monarchie im britischen Commonwealth.

Einwohner
92% Schwarze, 3% Weiße, 3% Mulatten
durchschnittliches Jahreseinkommen: 6 540 $
Staatsform: Konstitutionelle Monarchie mit Zweikammer-Parlament, selbstständiger Staat im Commonwealth
Hauptstadt: Bridgetown (7 466 Ew.)
Amtssprache: Englisch
Religion: 65% Protestanten, 4% röm.-kath

Zur Geschichte der Landesflagge gibt eine ausführliche Geschichte beim Flaggenlexikon

 

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