Guadeloupe

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Death Metal in Paradise

Volker und ich sind uns einig: Wir haben es gut! Das merken wir unter anderem daran, dass Irma la überhaupt nicht Douce uns unser Urlaubsziel unterm Arsch wegblasen kann, und wir einfach nur ein anderes aussuchen müssen. Ursprünglich sollte es Sint Maarten sein, es hatte uns gut gefallen und ist ideal für einen Anschlussurlaub an unsere Kreuzfahrt. Ich schätze, dass diese Insel nicht zu den üblichen verdächtigen Hurrikane-Opfern zählt, wenn die schönen reichen Jacht- und Bötchenbesitzer hier ihre Jachten und Bötchen unterstellen und parken, es wäre ja selbst für Reiche und Schöne irgendwann ärgerlich, den Schlamassel immer wieder aufräumen lassen zu müssen. Aber Irma ist sowas egal, sie fegte die Insel leer. Sie hatte schließlich Putzwoche und alles musste raus.
 

Die Karibik ist groß und wir hatten die Qual der Wahl. Hauptkriterium ist immer die Verbindung. Also von Düsseldorf nach Miami, von dort in die Karibik und dann direkt wieder nach Düsseldorf. Seit Air Berlin keinen Bock mehr hat, ist das fast nicht mehr möglich. Einigermaßen akzeptable Alternativen bieten Air France und KLM, mit französischer bzw. holländischer Karibik über Paris oder Amsterdam.
Seit „Death in Paradise“ steht „Sainte-Marie“ aka Guadeloupe auf meiner Wunschliste. Da die Krimiserie jetzt nicht wirklich spannend ist, hatte ich immer genug Zeit, mir den Drehort im Hintergrund genauer anzusehen. Und der sah gut aus. Tolle Vulkanlandschaft, bergig und grün. Brauchte Volker also „nur noch“ buchen. Also „nur noch“ trifft‘s nicht annähernd, aber die Geschichte erzählt er lieber selbst.
Ein Wirbelsturm kommt ja selten allein. Nachdem Irma Sint Maarten plattgemacht hatte, bretterte wenig später Maria auf Guadeloupe zu. Zum Glück hatte die nicht so einen ausgeprägten Putzfimmel und hat nur feucht durchgewischt ohne dabei gleich alles zum Sperrmüll zu bringen.

 

Mardi – Pointe-á-Pitre, Grande Terre
Warum die Norweger von Fort Lauderdale in die Karibik fliegen erschließt sich uns nicht, aber sie bringen uns eisgekühlt in einer fast neuen und nur zur Hälfte besetzten Maschine überpünktlich ans Ziel. Vielleicht war das der Grund, aber es ist dennoch keine Erklärung dafür, dass wir unkontrolliert einreisen. Die Passkontrolle ist nicht besetzt und wir laufen einfach durch zum Kofferband. Kämen wir direkt aus Paris, wäre es ein Inlandsflug. Aber wir kommen aus USA, und es sind auch Amerikaner an Bord, die im umgekehrten Fall Informationen über meinen letzten Eisprung einfordern, noch bevor ich ins Flugzeug steige. Verrückte Welt.


Unser Automobile hatten wir bei Sixt gemietet, dem günstigsten Anbieter der Insel. Und wir waren nicht die Einzigen, die diese Firma ausgesucht hatten, an den Schaltern der anderen Vermieter war nämlich niemand, während wir in einer Schlange standen und zuhören durften, wie sich unsere amerikanischen Vorderleute mit der gebrochen englisch sprechenden Sixtantin in aller Ruhe über alles mögliche unterhielten, während wir warteten endlich dran zu kommen. In der Zwischenzeit fuhren mindestens 5 Hertz-Abholautos vor und wieder weg weil dort niemand gemietet hatte. Nach ca. une demi-heure erbarmte sich ein deutscher Fahrer, der bei Sixt beschäftigt war, unser und brachte uns zur Location de Voitures. Im Aéroport kann man nur seine Voucher abgeben und Führerscheine vorzeigen, die Autos bekommt man am anderen Ende des Flughafens. Nach einem kurzen Blick in das Schadensprotokoll, welches 13 Macken am Auto aufzählte, die wir aber nicht kontrollieren konnten weil es schon dunkel war, stiegen wir ein, Uli suchte die Gänge (als Renault-Fahrerin muss man bei VW’s erstmal schauen was wo ist) und ab ging’s nach Le Gosier, wo wir die ersten 3 Nuits verbringen wollten.
Nach kurzer Fahrt erreichten wir unser Hotel, checkten bei der englisch sprechenden réceptionniste ein und suchten uns ein naheliegendes Restaurant, das unser Dîner servieren durfte.

dîner:
Pizza Reine und Brochette de Poulet bei D'lys Tropikal in Le Gosier. Auch hier wurde englisch verstanden - wir hatten uns scheinbar unnötig Sorgen wegen unserer so gut wie nicht vorhandenen französischen compétence linguistique gemacht.

Hôtel:
Karibea Residence Prao - Le Gosier. 97,57 € par nuit.

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