Wie alles begann

vorherige Seite

bächste Seite

Eigentlich war alles ganz einfach. Wir cruisen hartmetallisch durch die nördliche Karibik und machen es uns anschließend etwas weiter südlich bequem. Sint Maarten hat uns einige Jahre vorher sehr gut gefallen, warum also nicht wieder dorthin. Der Plan: Flüge mit Air France nach Miami, von dort nach SXM (für 5,60 $ plus 10.000 British Airways Avios), fliegend mit American Airlines, und von dort wieder mit AF nach Hause, ohne den lästigen Umweg wieder zurück nach Miami.
Air France streiken zwar oft, aber hoffentlich nicht im Februar. 

Dann kam die Pleite von Air Berlin und wir waren froh dass wir in diesem Jahr erstmalig nicht mit dieser Airline fliegen würden - aber auch wir bekamen unsere Probleme in Form von Irma, die sowohl Sint Maarten als auch St. Barth, wo wir auch 4 Tage verbringen wollten, so gut wie komplett zerstört hatte. Was tun?
Erstmal gar nichts und abwarten. Nach Irma kam Jose und Maria, die ebenfalls eine recht zerstörerische Wirkung hatten und weitere Inseln dem Erdboden gleich machte. 

maria01

Eine Fernsehserie brachte uns auf die Idee was zu tun wäre.
Death in Paradise - eine Krimiserie, die bei ZDF NEO, also ohne Werbung, gezeigt wird, und die auf der (jedenfalls im Fernsehen) immer sonnigen Fantasieinsel St. Claire spielt. Gedreht wird auf Guadeloupe, und uns haben die dortigen Landschaften sehr gut gefallen, weshalb wir - mehr aus Spaß - gesagt haben: da fahren wir auch mal hin.
Und da Guadeloupe nicht weit vom Rückflughafen SXM entfernt ist haben wir dieses Ziel unbürokratisch vorgezogen.

Ein Rückflug nach Hause wäre auch ab Guadeloupe möglich gewesen, aber mit einem recht hohen Aufpreis und Flughafenwechsel in Paris. Also schaute ich wie man von Florida nach Guadeloupe und von dort nach Sint Maarten fliegen konnte.

Flüge ab Miami gab es gar nicht, ab Fort Lauderdale nur mit ewig langen Reisezeiten (umsteigen in Canada) und recht teuren Flügen. Außer, ja außer mit Norwegian. Was die Airline auf dieser Strecke zu suchen hat weiß ich nicht, aber eine andere Möglichkeit kam nicht infrage, also hab ich 128 $ pro Person geopfert. Nicht ohne unsere Koffer, die kosten ein paar $ zusätzlich zu den angegeben 76 €.

Flüge von Fort Lauderdale nach Guadeloupe

Für 89 € - sogar inklusive Koffer - gab’s dann Flüge zu guten Zeiten nach SXM - dort sollten 5 Stunden Umsteigezeit reichen. Damit sollte alles klar sein.

Flüge von Guadeloupe nach Sint Maarten

War es aber leider nicht. Ein paar Tage später bekam ich eine Mail von Air France:

Sehr geehrte Damen und Herren,
Im Zuge des Hurrikans Irma haben wir unseren Flugplan von und bis März 2018 von und nach Saint Martin angepasst. Wir bedauern, dass wir Ihren Flug stornieren mussten.
Bitte kontaktieren Sie uns, um einen neuen Flug zu buchen oder Rückerstattung zu erhalten.
Wir fliegen jeden Tag von Pointe-à-Pitre (PTP) auf die Insel Saint Martin und kommen in Zusammenarbeit mit Air Antilles am Grand-Case Espérance Flughafen (SFG) an.
Ab Dezember werden wir jeden Samstag zum Internationalen Flughafen Princess Juliana (SXM) fliegen, der von Pointe-à-Pitre (PTP) abfährt und von und nach Paris Orly (ORY) verbindet.

Wir möchten Ihnen versichern, dass wir in dieser Zeit alles tun, um Ihnen zu helfen.
Air France

Na klasse. Komischerweise kam diese Mail am selben Tag, an dem der Flughafen auf St. Maarten wieder geöffnet wurde. Ein erster Anruf bei Air France brachte mir die Erkenntnis dass dort, wie auch bei vielen anderen Hotlines, keine besonders gut deutsch sprechenden Mitarbeiter am anderen Ende waren. Es war allerdings kein französischer, sondern ein indischer Akzent erkennbar. Da im dortigen Computer nichts über eine Flugstreichung bekannt war, sollte ich später nochmal anrufen.
Einige Stunden später war unser Rückflug dann auch auf der AF-Webseite sichtbar und ich rief nochmal an.
Wegen des hohen Anrufaufkommens wird mit einer langen Wartezeit gerechnet. Da haben wohl noch mehr Leute so ne Stornierungsmail bekommen.
Ich wäre mit einem direkten Rückflug ab Guadeloupe zufrieden, auch wenn’s nur mit einem Flughafenwechsel in Paris möglich wäre.

 

 

Die Hotlinistin sprach diesmal perfekt deutsch und suchte nach möglichen Flügen. Ein Flug von einem anderen Airport würde aber gebührenpflichtig sein bzw. die Preisdifferenz müsste gezahlt werden, kam die Antwort nach einiger Zeit. Schön, aber was kann ich denn dafür wenn SXM nicht mehr angeflogen wird? Ja, das ist blöd, sagte sie und wollte mit einem Vorgesetzten über diesen Fall sprechen. Nach 54 Minuten Sprechzeit war dann alles geklärt. Ich bekam eine Mail mit Angeboten zu 2 Flügen ab Guadeloupe und einem ab Miami mit den entsprechenden Preisen. Ab Guadeloupe wären 750 € Zuzahlung fällig, plus Flughafenwechsel in Paris - hin und zurück nach Miami wären 150 € billiger, ich bekäme aber nichts erstattet.

Später fiel mir ein dass KLM ja auch fliegt - und hab nochmal angerufen um mich auf einen Flug nach Amsterdam umzubuchen. Und sieh an, es war ganz einfach. Kostenlose Änderung auf Flug KL0785, SXM-AMS, Abflug 18:55. Also genügend Zeit, falls unser Flug von Guadeloupe Verspätung haben sollte. Die Tickets wurden 4 Tage später per Mail zugeschickt.

17 Stunden später kam die nächste Mail:
Sehr geehrter Herr Lal@,
Wir bedauern Ihnen mitteilen zu müssen, dass Ihr Flug KL0785 geändert wurde. Wir bitten Sie dafür um Entschuldigung.

Wir haben Sie auf den/die folgenden Flug/Flüge umgebucht:

Die Flugzeit verlängerte sich dadurch von 8 auf 12 Stunden, durch eine Zwischenlandung auf Curacao.

Ein paar Wochen nachdem wir uns an diesen Umweg gewöhnt hatten bekam ich einen Newsletter von Air France, in dem geschrieben stand dass ab Guadeloupe auch Flüge nach CDG angeboten würden. Kurz nachgesehen, den sehr günstigen Preis gesehen und sofort bei Air France angerufen.
Eine Umbuchung des KLM Fluges ab SXM auf einen AF Flug ab PTP wäre möglich, aber die Rechnungsabteilung müsste erst prüfen ob dafür eine Zuzahlung nötig wäre.

Eine komplette Stornierung wäre allerdings möglich, nur die Kosten für die Sitzplätze würden mehrere Wochen später als Gutscheine erstattet, die 1 Jahr gültig wären. Damit konnte ich leben, wir werden in nächster Zeit wahrscheinlich nochmal mit Air France/KLM fliegen. Also alles storniert und neu gebucht, jetzt mit Rückflug ab Guadeloupe über CDG nach Düsseldorf. Mit 572 € um ca. 100 € günstiger als der ursprüngliche Flugpreis. Und mit Ankunft in Düsseldorf um 8:30 Uhr und nicht erst um 10:45, wie es mit dem Umweg über Curacao gewesen wäre. 

2 Wochen später hatte sich der Preis von 572 € auf 808 € erhöht - weitere 4 Wochen später auf 1.065 €, was uns egal war. Die bereits gebuchten Flüge von Sint Maarten nach St. Barth und zurück sowie von Guadeloupe nach Sint Maarten musste ich stornieren, bekam immerhin Steuern und Gebühren teilweise erstattet. 

Am Ende war dann alles gut. Wir hatten einen anstrengenden, aber sehr schönen Urlaub und freuen uns auf’s nächste Jahr.

 

 

 

 

vorherige Seite

 

bächste Seite

[Karibik] [Guadeloupe] [Grand Terre] [Pointe des Châteaux] [Grand Vigie] [Basse Terre] [Grand Anse] [Carnaval] [Deshaies] [Chutes de Carbet] [Jardin Botanique] [Rundtour] [Route Traversée] [Zoo de Guadeloupe] [Ti Punch] [Conclusion] [Wie alles begann] [Impressum]