Deutschland-Tour 1

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Willkommen in Rheinland Pfalz

Eigentlich wollte ich nach Köln. Fragt mich nicht warum und wieso, aber ich hatte Mitte August eine Woche Betriebsferien und wollte diese freien Tage irgendwie nutzen. Zum Beispiel mit einer Fahrt nach Köln. Am Leverkusener Kreuz wollte ich auf die A3 abbiegen, dort wurde aber eine Vollsperrung wg. eines Unfalls gemeldet - also auf der A1 weiter geradeaus.
Ich hatte weder ein Navi noch ein Handy mit, jegliche Art von Kommunikation oder Navigation war also nicht möglich. Fast nicht, ein ADAC Autoatlas von 1983 war im Handschuhfach. Das erklärt vielleicht meine Irrfahrt.
Jedenfalls, ich fuhr auf der A1 und fuhr und fuhr und wusste nicht wo ich abbiegen sollte um in die kölner Innenstadt zu kommen. also fuhr ich immer weiter. Die A1 geht irgendwo im nirgendwo in die Bundestraße 258 über, auf dieser fuhr ich durch eine grüne und auch blühende Landschaften bis am Wegesrand ein Schild “Willkommen in Rheinland Pfalz” am Wegesrand zu erblicken war. 

Ich fuhr unbeeindruckt weiter bis mich ein paar hundert Meter später ein Geistesblitz durchzuckte. Oder sich mein Wahnsinn bemerkbar machte.
Wie wäre es wenn ich das Schild knipsen würde. Immerhin hatte ich einen Fotoapparat mit. Also ein taktisches Wendemanöwer eingeleitet und nach ein paar Metern sah ich ein “Willkommen in Nordrhein-Westfalen” Schild. Hey, 2 Schilder gleich nebeneinander, nur in jeweils eine andere Richtung zeigend. Der Beginn einer wunderbaren Sammlung. Mein Jagdinstinkt meldete sich.
Welche Länder gibt es denn noch so in Deutschland? Und wo sind die? Ich kramte den Atlas raus, schaute nach wo ich war und wo ich hin fahren könnte.

Willkommen in Nordrhein.Westfalen

Auf die Straße nach Süden war das Ergebnis - und 150 Kilometer weiter begrüßte mich das zielstrebige Saarland, allerdings nur kurz, denn ein paar Meter weiter war ich schon wieder in Rheinland-Pfalz, das für die nächsten knapp 130 Kilometer mein Gastgeber war. 

Saarland - zielstrebig

Über den Rhein führen ein paar Brücken, eine z.b. kurz vor Speyer - und diese ist die Grenze zu Baden Württemberg, das hatte ich von einem früheren Besuch der schönen Stadt in Erinnerung. Für einen Besuch hatte ich aber keine Zeit, ich musste ja weiter, egal wohin. Ich hatte zwar kein Ziel vor Augen, dachte auch ich würde irgendwann am späten abend wieder zuhause sein, aber ein Blick in die Karte zeigte mir das Bayern gar nicht so weit war.

Baden Württemberg

Ich hatte dieses Land eigentlich weiter südlich erwartet, aber wenn hier oben, was ja eigentlich so ziemlich in der Mitte des Landes war, also in der Mitte der südlichen Hälfte von Deutschland, auch schon Bayern war, entschied ich mich mal eben kurz alle deutschen Länder anzusehen. Nicht unbedingt bis heute abend, aber morgen wäre auch noch ein Tag. Ein Jägerschnitzel an einer Autobahnraststätte reingefegt und weiter gings über die A& nach Osten.
Das Schild war leider erst sehen als ich schon kurz davor war und eine Vollbremsung wollte ich nicht riskieren, also fuhr ich zur nächsten Ausfahrt, dort wieder zurück auf die A6, dort wieder die nächste Ausfahrt und Einfahrt und schon war ich wieder am Schild. Anhalten, aussteigen, knipsen, weiter.

Freistaat Bayern

In Nürnberg ging’s von der A6 auf die A9 in Richtung Nordost und nach Überquerung der Saale war ich zum ersten Mal in der ehemaligen DDR, in diesem Fall in Thüringen. Es dunkelte langsam - und Mitte August dunkelt es erst recht später, weshalb ich mich entschied im nächsten Dorf zu nächtigen. In der Raststätte Hirschberg Ost war noch ein Zimmer frei und nach einem kurzen Absacker erholte ich mich in der Waagerechten von den heute gefahrenen 844 Kilometern.

Ich war gespannt wie es morgen weiter gehen würde, einen Plan hatte ich nicht.

Willkommen im Freistaat Thüringen

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