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Sonntag, 30.11.
Der sacht Willem – ich sach stad. Heute am Sonntag sieht es ausnahmsweise mal nicht nach Stau aus. Also fahren wir nach Willemstad, Haupt- und Hafenstadt von C mit der berühmten bunten Häuserzeile und, was für mich noch interessanter ist, mit der schwenkbaren Pontonbrücke, der Queen Emma Bridge. Da das alte Schätzchen keine feste Verbindung zu den Ufern hat, schaukelt es ein bisschen. Aber das spektakuläre ist, dass man die Brücke an einer Uferseite wegdrehen kann, um Schiffe durchzulassen. Und während der Fahrt kann man als Fußgänger auf der Brücke bleiben und mitfahren. Einmalig!
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Willemstad ist eindeutig schöner als Oranjestad, nicht nur wegen der Brücke. Auch wenn in den Nebenstraßen einige Leerstände sind, ist hier doch bedeutend mehr los und zu sehen. Und auch in Punkto Weihnachtsschmuck und -beleuchtung kann man nicht meckern. Wo bei uns kein Geld mehr für ein paar kalte LED-Schlüpfer über der Straße übrig ist, legt man hier Wert auf üppige weihnachtliche Festbeleuchtung.
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Bei unserem Spaziergang durch die Stadt suchten wir ein ganz bestimmtes Restaurant, in dem wir vor 6 Jahren schon einmal waren, nicht zum essen, sondern weil wir durstig waren und fast alle anderen Läden geschlossen hatten. Eine Literflasche Presidente kostete damals umgerechnet 3 € - und eine weitere Flasche wollten wir uns auch für ein paar Pfennige mehr nicht entgehen lassen. Wo genau dieser Laden war wussten wir nicht mehr und durch die engen Gassen der Stadt hatten wir auch wenig Hoffnung, ihn zu finden. Aber Uli hatte das Jagdfieber gepackt und irgendwann sah sie, was wir suchten. Da hinten, das muss es sein. Und sie hatte recht, genau so sah es damals aus, nur hiess es damals “La Palma”, wie ich mittlerweile im damaligen Reisebericht gelesen habe, und heute “Roses Cafe” - und vor allen Dingen war geschlossen. Trotzdem, Uli war begeistert, dass sie es gefunden hatte - normalerweise habe ich die bessere Ortskenntnis.
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Jedenfalls waren wir durstig und ein paar Kurven weiter kamen wir am Wild Hogs MC Nest vorbei, einem Harleytreff, bei dem ein paar Maschinen standen, die toll aussahen. Bier gab es auch, also hinein. Eine Preisliste lag auf der Bar, die meisten Biere kosteten 4 $, einige 5 $. Wir bestellten in Ermangelung eines auf der Insel gebrauten Bieres 2 Red Stripe und der Mann hinter der Theke holte einen Taschenrechner raus, um zu errechnen, wieviel 2x4 ist. Irgendwie kam er aber damit nicht zurecht, ich gab ihm einen 10 $ Schein und bekam 6 $ zurück. Ok, wenn das so ist - bestellen wir gleich noch eine Rutsche und ich gab ihm 5 $, Rest Trinkgeld. Wir unterhielten uns mit den anwesenden Harleyisten über dies und das, hauptsächlich Uli, die kennt sich mit Moppeds aus. Ich machte ein paar Fotos von den Maschinen und wenn mittlerweile der Hunger nicht in unseren Mägen nach Nachschub verlangt hätte, wären wir noch länger geblieben.
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Der Hunger wurde dann im Iguana Cafe gelöscht, direkt am Kanal mit Blick auf die Brücke. Ich hatte mir vorher die Kritiken im Netz angesehen, die nicht begeistert waren, aber wir hatten keine Lust, noch woanders hin zu gehen. Serviert wurde Sauteed Salmon with Shrimp (26,50 $) und Pasta Alfredo (17,50 $) und beides schmeckte akzeptabel. Wobei wir alle Arten von Nudelsaucen zuhause besser zaubern können. Es wurde langsam dunkel und die Beleuchtungen liessen die Stadt in vielen bunten Farben erstrahlen. Toll. Was fehlt noch? Eine Kilometerzahl: 34 hin und zurück in die Stadt, ausnahmsweise ohne Stau, es war ja Sonntag, wie weiter oben schon erwähnt. Eine Bildergalerie aus Willemstad mit Bildern von 2019 und 2025 ist hier zu bewundern.
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