Caracasbaai

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Montag, 1.12.

Heute zieht die Bewölkung zu und es regnet unaufhörlich. Sehr angenehmes Wetter, wenn man mal keine Klimaanlage braucht. Gestern in Wilhelmstad haben wir ein älteres Paar aus Liverpool getroffen, das auch der Meinung ist, C sei schöner als A. „auf der einen Seite Nichts, und auf der anderen Casinos, die gehören nach Las Vegas.“ Uns haben sie nicht gestört. Wenn es nicht draußen dran stehen würde, merkt man doch gar nicht, dass es nicht einfach nur Hotels sind. Auf der ganzen Insel ist tatsächlich ein Bereich, Palm Beach, in dem mehr los ist, als überall sonst: mehr Hotels, mehr Restaurants, mehr Touristen. Zugegeben, ein paar dieser Gebäude haben USA-Ausmaße und sind damit zu groß für die kleine Insel, genauso, wie einige Pick-ups.
Aber abgesehen von Willemstad, sehen wir auf C nur Industrie und Gewerbe. An den Straßenrändern steht eine Werbetafel neben der nächsten und es gibt keine gescheiten Strände.

An den Straßenrändern steht eine Werbetafel neben der nächsten

In Jan Thiel ist ein Infinity-Pool ins Meer gebaut, damit man überhaupt ins Wasser kann und am Mambo Beach wurde aus demselben Grund ein künstliches Riff im Meer aufgeschüttet.

Infinity Pool Jan Thiel

16. Urlaubstag - 11 Kilometer gefahren, Abendessen gab’s bei Larry’s Grill & Bar in Jan Thiel, serviert wurde eine Grilled Ribs & Chicken (20,18 €) und ein Phillycheesesteak Sandwich (14,34 €). Beides akzeptabel, muss aber nicht nochmal gegessen werden.

 

Dienstag, 2.12.

Heute scheint wieder die Sonne, als wäre nichts gewesen. Also wollen wir zum Strand und schnorcheln. Am Mambo Beach stehen so viele Reisebusse und Großtaxis, dass uns nichts Gutes schwant. Sooo viele Menschen an dem kleinen Strand. Die einzigen freien Liegen sind reserviert. Das ist nichts für mich.

Mambo Beach

Surfspot CuraçaoLieber liege ich alleine am kleinen Pool als wie Sardinen am Strand. Also schauen wir, ob es nicht noch einen Strand in der Nähe gibt. Das Navi scheucht uns von Nebenstraße zu Nebenstraße, von Drempel zu Drempel, bis wir
vor einer geschlossenen Schranke stehen, wo ausschließlich Lastwagen ein- und ausfahren. Und der freundliche Schrankenwärter verrät uns, dass man zum Fuik Beach nur per Boot, nicht aber über Land käme. Also doch lieber Pool? Doch vorher schauen wir noch bei Jan Thiel vorbei, auch alles voll. Eine letzte Idee haben wir noch: wir sind bisher noch nie nach rechts abgebogen. Das Schild zum Surfspot Curaçao ist ja nun nicht gerade eine Einladung zum Schwimmen und Schnorcheln. Und was soll ich sagen: Vorurteile können einem das Leben retten, können aber auch schöne Strände vorenthalten.

Der Playa Caracas Baai ist jetzt nicht im Strandsinne schön, er ist schmal und steinig, aber es sind reichlich Parkplätze vorhanden, ebenso reichlich Tisch-Bank-Schirm-Kombinationen, ein Restaurant und – was für uns das Entscheidende ist – es gibt Fische ohne Ende. Sogar welche, die wir bisher noch nicht in echt gesehen haben. Der einzige Wermutstropfen ist das Bohrschiff, das ein Stück weiter im Hintergrund die Idylle verschandelt. Aber irgendwas ist ja immer. Dagegen ist das Wrack unter Wasser die reinste Fischoase. So viele Fische, schöne, bunte, kleine, große, einzeln und in Schwärmen. Da kommen wir ins Schwärmen. Zu denen, die wir auch woanders schon gesehen haben, kommen hier noch Feuerfisch, Trompetenfisch, Kaiserfische, Doktorfische und ein Flughahn mit Beinchen zum Laufen, Ärmchen, um den Sand zu durchwühlen und Flügeln, um sich die Schmarotzer vom Leib zu halten. Sowas habe ich noch nie gesehen.

Caracas Baai

 

Gefahrene Kilometer: unglaubliche 35, soviel wie lange nicht mehr. Abends waren wir im Brisa do Mar, sehr schön direkt am Wasser gelegen. Serviert wurde Seafood Pasta (23,14 €) und Roasted Cauliflower (15,27 €) - beides akzeptabel, aber nicht so, dass wir es nochmal essen würden.

Mittwoch, 3.12.

„Der Pokal hat seine eigenen Gesetze“ sagt Volker immer. Ich finde, das sollte man dem VfL Bochum auch mal mitteilen, die wissen das scheinbar nicht und machen das Übliche: gleich zu Beginn ein Eigentor und, weil dem Schützen das noch nicht reicht, handelt er sich kurz drauf auch noch ‘ne rote Karte ein. Dass Volker sich das auch immer wieder antut…
Das schreit nach einer Abkühlung, also auf zum Schnorcheln. Und das hat sich wieder gelohnt. Heute haben wir sogar zwei Flughähne gesehen, zwei Feuerfische und die Riffbarsche haben mir das mitgebrachte Brot aus den Händen gerissen.

 

Gefahrene Kilometer: 10 - Abends waren wir nochmal im Zest Beach Cafe auf ein paar RIppchen (23,06 €), diesmal ohne die scharfe Sauce, und ein Quesadilla Chicken (10,34 €).

Zest Beach Cafe Jan Thiel Curacao

Donnerstag, 4.12.

Ich zähle täglich meine Stiche
Und es juckt mich sehr
Wenn ich denk, es gehen nicht mehr
Juckt wieder einer mehr…

Und außerdem habe ich mich erkältet. Schwitzen und Klimaanlage – keine gute Kombi. Beim Schlafen gebe ich Geräusche von mir wie ein Bär, der beim Winterschlaf gestört wird. Total gruselig. Ich glaube, ich brauche einen Exorzisten.

8 Kilometer gefahren, zum Supermarkt und zurück. Abendessen gab es zuhause wieder mit Baguette, Salami und Käse.

Freitag, 5.12.

Meiner Erkältung geht es besser. Daher geht’s heute wieder zum Schnorcheln. Das müssen wir ja ausnutzen, es gibt nicht überall so nah
am Ufer und in solcher Untiefe so viele verschiedene bunte Fische. Heute ist es ganz schön wellig und dadurch ist das Wasser nicht so klar. Aber wenn‘s die Fische nicht stört, solls uns auch egal sein.
Erst füttern wir die Fische, dann futtern wir sie.

 

Nach dem schnorcheln haben wir die nähere Umgebung angesehen, das große Schiff, das angeblich normalerweise nach Öl bohrt und hier auf den nächsten Einsatz wartet, und Fort Beekenburg, dessen Turm vom Strand aus zu sehen war. Nicht Wichtiges, aber wir wollten nichts auslassen.

Fort Beekenburg

Abendessen gab es bei VillaVis, einem etwas anderen Restaurant. Man bestellt an einer Theke, wo Fische und Salate ausgestellt sind, es wird abgewogen und gefragt, ob der Fisch in Butter geröstet oder frittiert werden soll, und das fertige Mahl wird an den Tisch gebracht.
Über den Tischen hängen mit Wasser gefüllte Beutel. Ich fragte nach dem Sinn.
Against the flies war die Antwort.
Diese Art die Fliegenabwehr war uns bisher noch nicht bekannt, aber es schien zu wirken, es waren keine nervigen Tiere vor Ort.
Serviert wurde Seabass und Mahi Mahi Filet für zusammen 26,02 €, beides lecker. Hier können wir nochmal hin kommen.

VillaVis Curacao

 

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