.

vorherige Seite

nächste Seite

Donnerstag, 27.11.

Um 13:00 Uhr geht’s mit Divi Divi Air nach Curaçao. Und vorher geben wir noch unseren Leihwagen nach gefahrenen 296 Kilometern in 9 Tagen ab. Die Maschine ist so klein, dass ich befürchte, da ist kein Platz für unser Gepäck. Der Flug mit der betagten Maschine (eine Twin Otter DHC-6-300, Baujahr 1979) ist schön. Und schön kurz. Kurze Wege, sind alle 16 Passagiere vollzählig drin, geht’s schon los. Tolle Aussicht sowohl beim Start in Aruba also auch bei der Landung in Curaçao. Die Insel ist ebenfalls flach und nur mäßig besiedelt.

 

Der Flughafen ist etwas größer, immerhin fünf Gepäckbänder, und einen schönen Einreisestempel bekommen wir auch. Das alte Schätzchen hat tatsächlich nur Platz für Volkers Koffer. Curacao Airport Arrival Hall, arschkaltTypisch, der macht sich ja auch nie Sorgen, die sich als berechtigt herausstellen. Ein nettes deutsches Pärchen, das seit Jahren auf Curaçao lebt und dem ebenfalls ein Koffer fehlt, kümmert sich, denn am Lost-Schalter ist niemand für Divi Divi zuständig. Es stellt sich heraus, dass die beiden Koffer im Flugzeug nicht vergessen wurden und auf dem Weg nach Bonaire sind, sondern dass sie tatsächlich nicht mehr in die kleine Maschine passten und daher in Aruba blieben. Sie sollen dann beim nächsten Flug, der in etwa einer Stunde wieder hier sein wird, dabei sein. Also warten wir am Kofferband…

Uns wurde vorgeschlagen, doch schon unser Auto zu mieten, die Koffer im gebuchten Hotel abzugeben und dann wiederzukommen. Dazu hatten wir beide aber keine Lust, wenn wir hier sind bleiben wir auch hier. Nachteil: es war arschkalt in der Halle, da nützte auch ein kurzer Abstecher zum Rum-Probier-Stand nichts. Immerhin war mein Koffer da und Uli konnte einen meiner Hoodies anziehen, damit sie nicht erfror.

Juchhu, der Koffer ist da

Tatsächlich ist der nächste Flieger zwei Stunden später wieder da und hat doch wirklich meinen Koffer dabei. Volker hat zwischenzeitlich der Mietwagenfirma unsere Verspätung mitgeteilt. Allerdings müssen wir trotzdem noch eine halbe Stunde auf den Shuttle warten. Auto abholen geht dagegen sehr flott, man hat ja bereits auf uns gewartet. Aber dann ist Rush Hour, das heißt wir stehen auf dem Weg zur Unterkunft fast ausschließlich im Stau. Für die knappen zwanzig Kilometer brauchen wir sage und schreibe 93 Minuten, was bedeutet: für den kurzen Inselhopper sind wir fast neun Stunden unterwegs. Das machen wir definitiv nicht noch mal.

Ein Auto haben wir diesmal direkt ab Airport gemietet, weil man ohne fahrbaren Untersatz auf dieser Insel aufgeschmissen ist. Es fahren so gut wie keine Busse, die Entfernungen sind größer als auf Aruba und auch der Weg zum nächsten Supermarkt ist weit.
Der Schlüssel für unser Studio bei Casa Amalia lag in einem Briefumschlag bereit, wir packten das Nötigste aus unseren Koffern und machten uns auf den Weg, etwas Essbares zu finden. Im Zest Beach Cafe am Jan Thiel Beach wurden in sehr netter Umgebung Spicy Ribs (18,92 €) und Dutch Croquettes (8,86 €) gereicht. Die Rippchen sehr scharf und lecker, die Kroketten so lala. Dazu ein paar Polar und so endete ein Tag, der fast so lange dauerte wie nach einem Langstreckenflug.

Zest Beach Cafe Jan Thiel Beach

 

Freitag, 28.11.

Das deutsche Paar, das wir gestern auf dem Flug von A nach C getroffen haben, war sich sicher, dass auch wir feststellen würden, dass
C viel schöner als A sei. Als wir von den zwanzig Kilometern, die wir zu unserer Unterkunft fuhren, achtzehn im Stau standen, davon über sieben Kilometer an einer alten und mehr als hässlichen Ölraffinerie vorbei, dachte ich noch: nö! Und auch heute merken wir, dass auch unsere Unterkunft zwar schön ist, aber dennoch nicht mit der auf A mithalten kann.
Vor allem was Lage, aber auch liebevolle Details angeht. Insbesondere die fehlende Weihnachtsdeko. Und dann die Sache mit den Staus: nach jedem Abbiegen dachten wir, jetzt geht’s besser, ging aber nicht, und die letzten vier Kilometer standen wir nur noch, wirft unsere Pläne durcheinander. Ein Tages-aus-Flug nach B ist gar nicht mehr möglich, wenn wir eineinhalb Stunden zum Flughafen brauchen. Und auch größere Supermärkte und andere Strände, als die in Jan Thiel, scheinen uns erst mal nicht erreichbar. Allerdings ist es ruhiger hier, denn wir haben die Anlage fast für uns und wohnen auch nicht mehr so zentral.

Casa Amalia Curacao

Zum Frühstück braucht man einen Toaster, oder? Und was gibt es nicht? Genau den. Ich fragte den Besitzer, ob wir einen haben könnten, aber so etwas gibt es nicht, war die Antwort. Immerhin war ein Herd und ein paar Pfannen da und so wurde eben wie bei den alten Römern getoastet.

Toast

Den Tag über haben wir entspannt am Pool gelegen, ein gutes Buch gelesen, nachmittags ein paar Kekse gegessen und den Abend wieder am Jan Thiel Beach im dortigen Zanzibar Restaurant verbracht. Serviert wurde Kip Curry (18,59 €) und Halve Kip met Jack Daniels Saus. Wie man an den Namen der Speisen sehen kann, gibt es hier hier keine Mischung von Touristen verschiedener Länder, hier sind nur Holländer, oder Niederländer, wie man heutzutage sagt. Die Bedienungen sind immer erstaunt, wenn wir auf die holländische Ansprache englisch antworten, wir scheinen die einzigen “Ausländer” hier zu sein.

vorherige Seite

 

nächste Seite
[Karibik] [MS2 Transatlantik] [Arubaçao] [Aruba] [Curaçao]

Besucherzaehler