Uri

15.8.2014
Bern - Zürich - Liechtenstein, so hatte ich mir den heutigen Tag vorgestellt. 200 und ein paar Kilometer, in Zürich kurz bei den heute beginnenden Leichtathletikeuropameisterschaften vorbei schauen. Im Atlas sah ich aber den Namen Uri, und der interessierte mich, der gute alte Kreuzworträtsel-Kanton. Also ne andere Strecke ausgesucht und “untenrum” gefahren. Im Nachhinein war es wohl die bedeutend schönere Tour.
8:19
Kurz am winzigen Flughafen in Bern vorbei geschaut und dann ab die Post-

Flughafen Bern

Berner Oberland - Thun mit den Thuner See - die Jungfrau Region und der Brienzer See waren die ersten Stationen. Tolle türkisblaue Seen, leider nicht zu fotografieren weil die Straßen recht eng und größtenteils 100 km/h erlaubt waren, da kann man nicht mal eben für ein Foto stehen bleiben. Und Aussichtspunkte gab es erst unten an den Seen, und da war nix mehr mit türkis. Schade....

Dafür gab’s Wasserfälle ohne Ende, tausende....

Einer von tausenden Wasserfällen

Durch das Haslital ging’s in die Zentralschweiz, ein Zusammenschluß von 6 Kantonen.

Der Lungerer See wäre zwar gut zu sehen von oben, aber nur wenn das Wetter mitspielt. So kann man die Farbe des Wassers nur ahnen.

Lungerer See

Irgendwo habe ich dann doch eine Stelle gefunden von der aus man auch auf Seehöhe erahnen konnte wie es von oben und bei Sonnenschein aussehen könnte. Toll - und ich dachte immer sowas gäb’s nur in Kanada.....

Lungerer See?

Die Kantone Obwalden, Niedwalden und Luzern, deren Grenzen hier kreuz und quer durch den Viewaldstätter See liegen, waren schilderlos und deshalb nicht zu erkennen. Einen Besuch der Pilatus Flugzeugwerke in Stans habe ich ausfallen lassen weil ich erst nach dem Urlaub erfahren habe dass diese Firma dort ansässig ist. Schade.
In Uri standen dann wieder Schilder am Straßenrand, allerdings auch gleich massenhaft, an fast jeder Ecke war eins zu bewundern.

tell! history uri

Bevor es in die Urihauptstadt Altdorf ging war ein kurzer Besuch in der Schwyz angesagt. Hier war immerhin ein Begrüßungsschild der gleichnamigen Hauptstadt zu sehen. Sonst war nix, es war nebelig und regnerisch - also weiter - zurück nach Uri. 

Willkommen in Schwyz

Altdorf, die urische Hauptstadt, begrüßte mich mit einem auf dem Rathausplatz stehenden Wilhelm Tell Denkmal. Nettes Dorf, voller asiatischer Touristen, die aber plötzlich verschwunden waren. Muss wohl ein Bus abgefahren sein.....

 

WIlhelm Tell Denkmal in Altdorf

Hotels mit inklusiviertem Frühstück haben einen Nachteil: Ich habe so früh eigentlich gar keinen Hunger, esse erst um die Mittagszeit etwas. Da hüngert es mich nämlich immer, egal ob ich morgens etwas gegessen habe oder nicht. So war es hier auch. Trotz des recht opulenten Frühstücks in Form von mehreren Erdbeermarmeladentoasts schrie mein Magen nach Schub. Und auf solche Schreie sollte man hören. Also ins nächstbeste Restaurant das Parkplätze für Gäste anbot und Rahmschnitzel mit Nüdeli gegessen. Sieht nicht nur gut aus, war auch sehr lecker. 

Rahmschnitzel mit Nüdeli im Restaurant 3 Könige & Post in Altdorf

Frisch gesättigt fuhr ich in Richtung Gotthardtunnel, den ich aber nicht nutzte sondern den kurvigen Weg über die Berge nahm. Es war leider so neblig dass ich nicht viel von dieser wunderbaren Strecke sehen konnte. Wenn es so wie auf dem Schild gewesen wäre.....

Auch die Teufelsbrücke kurz vor Andermatt war nicht zu sehen. Ist aber alles notiert, hier kommen wir bestimmt irgendwann auch mal zu zweit vorbei.

Urserntal

Uri grenzt an Italien, dachte ich, und wollte mal kurz rübermachen. Auf dem Weg zum völlig vernebelten St. Gotthard-Pass waren zwar jede Menge Uri-Schilder, aber nichts was darauf deuten ließ dass man in einem anderen Staat wäre. Auch hier war ich wieder unwisssend bzw. die Wahrheit war in meinen Atlas nicht zu erkennen. Nicht Italien, sondern der Tessin, die italienischsprachige Schweiz, wäre am anderen Ende gewesen. Hinterher ist man immer schlauer.

Passo San Gottardo, der Sankt Gotthard Pass

Ich fuhr jedenfalls wieder zurück nach Andermatt, weil mein Ziel ja eigentlich nicht in südlicher Richtung lag. Über den Oberalppass, der Grenze zwischen Uri und Graubünden ging’s dann nach Chur..

Irgendeine Brücke am Oberalppass

Viele wunderbar anzusehende Kilometer feinster Alpenlandschaften. Ich war begeistert.

Ab Chur ging’s nach Norden und im Laufe des Nachmittags erreichte ich Liechtenstein, mein heutiges Tagesziel.

Alpenlandschaft

Bis ich das Hotel gefunden hatte dauerte es allerdings noch mindestens eine halbe Stunde weil das Navi die Adresse nicht akzeptierte. In Triesen gab es zwar eine Bergstraße 25, das war aber kein Hotel - und überhaupt wollte ich nach Triesenberg. Und da wollte es mich zur Bergstraße Numero 32 führen, die es aber nicht gab. Nach einiger Kurverei stand ich dann plötzlich von oben kommend vor dem Gasthof Oberland. Nach dem einchecken fuhr ich wieder ins Tal - und es gab keine orientierischen Schwierigkeiten mehr. Am Kirchturm rechts abbiegen, fertig.....

Ein kurzer Besuch am Schloss Vaduz sollte den heutigen Tag beenden.

Schloss Vaduz

Das warme Essen zu Mittag hält meinen Magen natürlich nicht davon ab abends keinen Input mehr haben zu wollen. In Feldkirch, direkt an der Grenze zu Liechtenstein, waren 4 chinesische Restaurants auf 200 Metern, sonst nichts. Also 7 Schätze bestellt (eigentlich 8, aber ich nehme es immer ohne Paprika) und gegessen. Nicht schlecht, könnte aber besser gewesen sein.

Schloss Vaduz

509 Kilometer gefahren

Übernachtung: Hotel Pension Oberland in Triesenberg.
Preis pro Nacht: 104,30 € incl. sehr gutem Frühstück.

Alle Schilder des heutigen Tages sind hier zu sehen.

Zimmer 24 im Hotel Pension Oberland in Triesenberg

 

 

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