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♪ Hey crazy, you know it's true
That nashville, wouldn't be nashville, without you ♪

Donnerstag, 27.9.
Nashville ist ein teures Pflaster, daher wohnen wir hier ausnahmsweise mal nicht mittendrin. Dafür haben wir ein schönes, großes Zimmer in einem ganz neuen, ruhigen Haus. Das erweist sich als perfekt, da es die Nacht über und auch schon den ganzen Morgen regnet. So können wir einfach mal ausschlafen, im Bett bleiben, uns unserer Geschichten/Notizen annehmen und das entstandene Durcheinander in unserem Gepäck beseitigen. Muss ja auch mal sein.

Aber irgendwann hört es auf zu regnen und irgendwann müssen wir auch mal raus. Da wir eh mit dem Auto los müssen, fahren wir erst mal kreuz und quer durch die Stadt. Ungewöhnlich finde ich, dass die „Altstadt“ mit der Touristenmeile so nah an den Hochhäusern ist. Insgesamt ist Nashville zwar eine große Stadt und gleichzeitig Hauptstadt, aber auch überschaubar.

Der Verkehrsfluss ist dagegen völliger Mist. Es sind gar nicht so viele Autos unterwegs, aber es geht nichts voran. Fußgänger haben immer alle gleichzeitig grün, als Linksabbieger steht man gegenüber einer Geradeausspur, das muss man erst mal begreifen, und dann steht man mitten auf einer Kreuzung und die Querrichtungen haben Grün. Mit dem Parken ist es noch schlimmer. Es gibt kaum öffentliche Plätze im Zentrum und die vorhandenen sind sauteuer, rufen für die erste Stunde 15 $ auf.

Nashville - Broadway und Batman House

Boots - buy one pair get two pair FREE

Das, was in Memphis die Beale Street und in New Orleans die Bourbon Street sind, ist hier der Broadway – nur mit Verkehr. Lokal an Lokal, und in jedem spielt ne Liveband. Hier natürlich Countrymusik. Und das Publikum hat sich mit Cowboyhüten und -stiefeln darauf eingestellt. Und wer nicht, kann sich hier eindecken.

Die Stadt ist voll mit Junggesellen- und vor allem Junggesellinnenabschieden. Mädels in den Zwanzigern mit Karohemden und Cowboystiefeln die mit Fahrradbars erst durch die Stadt und dann in ihre triste Zukunft auf dem Land strampeln.

Die Stadt ist voll mit Junggesellen- und vor allem Junggesellinnenabschieden - hier mal mit Shirts und Pömps

Das Wetter hat sich, vielleicht durch den Regen, abgekühlt, heute Mittag hat es nur 68 °F. Das wurde uns beim Bummel durch die Stadt und beim Sitzen in den Lokalen vor offenen Fenstern dann doch zu kühl. Ich weiß, mir kann man‘s gar nicht Recht machen. Aber ich huste mich immer noch weg, da muss ich aufpassen.

Aber ich huste mich immer noch weg, da muss ich aufpassen.

Nach dem Blues und Rock’n Roll in Memphis und dem Jazz in New Orleans kommt jetzt Country Musik in Nashville dran. Naja, nicht wirklich, wenn die weinerlichen Cowboys singen sind wir lieber eine Tür weiter gegangen wo Southern Rock gespielt wurde. An bzw. in der Grand Ole Opry waren wir auch nicht, aber insgesamt hat es uns am Broadway gut gefallen. Viele cowboybestiefelte und behütete Rednecks, aber hauptsächlich Partypeople, die hier Geburtstag/Hochzeit/irgendwas feierten. Ballermanniger alswie in Memphis und New Orleans, nur ohne Besoffene, weil Allohol nur in den Kneipen und Restaurants erlaubt ist und die freie Natur alkoholfrei bleibt. In jedem dritten Laden konnte man Stiefel/Hüte kaufen, im Sonderangebot 1 kaufen 2 for free. Wir haben aber nie Leute mit 3 Tüten gesehen, immer nur mit zweien. Muss also irgendein Haken an diesem Angebot sein.
Wir wIrgendwann fanden wir einen 11$-Platzohnten ca. 2 Meilen ausserhalb, sind mit dem Auto in die Stadt gefahren und haben mindestens eine Stunde lang einen bezahlbaren Parkplatz gesucht. Standardpreis rund um den Broadway 35 $ für 3-8 Stunden, da kommt dann doch ein kleines bißchen Geiz zum Vorschein. Irgendwann fanden wir einen 11$-Platz am Ende der Free-Ride Busroute, denn es nützt ja nichts wenn man zwar halbwegs günstig parkt, dann aber kilometerweit laufen muss, um dahin zu kommen wo man eigentlich hin will. Blöd ist natürlich dass man nicht alles Wichtige mitschleppen kann/will, sondern nur das Nötigste mitnimmt und einem dann irgendwann einfällt was man vergessen hat. Morgen deshalb in die tiefe Tasche greifen und 35 $ zahlen....

Nashville

Nashville

Nashville

Gefahrene Strecke: 17,5 Meilen = 28 Kilometer
Motörlaufzeit: 2:03 Std. So kann es gehen wenn man kreuz und quer durch eine Innenstadt fährt und die Zeit hauptsächlich vor roten Ampeln verbringt.
Temperatur um 7:51 PM = 65°F = 18.3°C
Abendessen: BBQ Burger und BBQ Pulled Pork Stuffed Potato im Wildhorse Saloon in Nashville/TN
Übernachtung: Candlewood Suites

 

 

Freitag, 28.9.
Die Parksituation hat sich über Nacht nicht verbessert. Man kann nirgendwo kurz anhalten, um mal eben ein Foto z. B. vom Capitol zu machen. Wenn man Parkplätze findet, sind die meist für bestimmte Zwecke reserviert. Also beißen wir in den sauren Apfel und nehmen den zentral gelegenen für 35 $, dann sind wenigstens die Jacken griffbereit.

Man kann nirgendwo kurz anhalten, um mal eben ein Foto z. B. vom Capitol zu machen..

Das Wetter hat sich allerdings verbessert, die Sonne scheint und es ist wieder angenehm warm. So schlendern wir viel rum, sitzen auf der Fußgängerbrücke über den Cumberland River, auf dem ein Mississippi-Raddampfer-Hotelschiff ankert, ein paar Schleppkähne schleppen und ein Pontoon Saloon mit Feierlustigen hin und her fährt, in der Sonne.

Nashville Nisssan Stadium - Home of the TitanS

ein paar Schleppkähne schleppen

Das Stadion der Tennessee Titans zur Rechten und die Skyline mit dem markanten Batman-Haus zu Linken.

die Skyline mit dem markanten Batman-Haus

Und hinter uns ein hoffnungslos unbegabter Junge, der zur Gitarre immer wieder dieselben Punkstücke schrecklich schräg dafür aber laut singt. Immer wieder gleich schlecht. Blitzkrieg Bob.

Der wäre auch mit einem roten Pappbecher überbezahlt.

Blitzkrieg Bob

Die Stadt ist wieder voll mit Junggesellinnen. Die meisten strampeln mit den Fahrradbars, andere lassen sich vom Trecker ziehen oder rollern durch die Stadt. Alle haben sich fein gemacht, die Haare mit den gleichen Locken versehen und oft die gleichen Sachen an.

Die meisten strampeln mit den Fahrradbars


Den Broadway auf und ab spielen wieder Bands Kneipe an Kneipe, manchmal auf jeder Etage eine. Wie in New Orleans direkt neben den Eingängen an offenen Fenstern. Das ist gut so, dann kann man draußen schon entscheiden, ob‘s einem gefällt.
 

direkt neben den Eingängen an offenen Fenstern

Ich stand auch häufiger draußen am Fenster und hörte zu, auch schonmal an der Tür zu einem Etablissement. Nach einiger Zeit fiel mir auf dass mir alle möglichen Leute ihre ID’s zeigten - mit Camouflage Hose und schwarzem Shirt sah ich wohl aus wie ein Türsteher. Merke ich mir mal als Nebenjob für später, wenn ich Rentner bin.

Nashville Broadway

Abends war PredsFest rund um die Bridgestone Arena und im Music City Walk of Fame Park, die Fans der örtlichen Predators feierten die Saisoneröffnung. Eine sehr gute Liveband spielte zum Tanz auf, Bier gab es nur in großen Dosen für 12 $. Wenn man die inhaltsmäßig umrechnet sind die sogar billiger als die kleinen Flaschen für 6 $. Wir haben auf dem Weg nach Hause einen Sixpack für 5,99 $ gekauft....

Uli beim PredsFest

 

 

Gefahrene Strecke: 11,6 Meilen = 18.6 Kilometer
Motörlaufzeit: 1:14 Std.
Abendessen: Rippy’s Super Sampler Platter bei Rippy’s
Übernachtung: Candlewood Suites

 

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