The Wave

Und weil es so schön war noch eine Wave-Geschichte.
Langsam wird es Zeit, wieder zurück zu fahren. Aber auf einen Wave-Besuch zum Abschluß möchte ich natürlich nicht verzichten.
IchWire Pass Trailhead habe mir nicht, wie beim letzten Mal, viel zu viel Futter gekauft, das ich mitschleppen muß und dann keinen Hunger habe. Sondern nur ein paar Bananen und 2 Chocolate Bars. Das Wetter hatte sich zu gestern noch verschlechtert, es war alles bewölkt und ein eiskalter Wind fegte durch Page.
Temperatur: 39 F, also etwa 3 ° C. Brrrrrrr......
Um kurz nach 9 kam ich am Wire Pass Trailhead an.

Trailhead nennt sich der Ort, an dem die Wanderwege starten. Ist in keinem Wörterbuch zu finden, deshalb erwähne ich das hier. Uli, die zu Hause meine Texte verbessert und zurück schickt, fragte danach, sie war noch nie in Amerika und versucht manche Worte zu ergründen, die für Profi-Ami-Urlauber selbstverständlich sind. Und es gibt wahrscheinlich auch einige Leser, die manchmal nicht genau wissen, was los ist. Wenn trotzdem immer Fehler in meinen Texten sind : Coyote ButtesIch schreibe erst, verbessert wird einen Tag später. Danke dafür, Uli......
Zurück zum Thema: Die Amis, die ich gestern Morgen kennengelernt hatte, wollten gerade losgehen. Als sie mich sahen, wollten sie warten, aber ich habe sie schon mal los geschickt, weil ich erst frühstücken wollte. Mache ich immer, wenn ich am Wire Pass bin. Frosties mit viel Milch. Dann noch mal aufs Klo. Auf dem Weg dahin habe ich festgestellt, wie kalt es wirklich war. Also: 2 T-Shirts und 2 Sweatshirts an plus die Windjacke. War immer noch kalt, aber mehr hatte ich nicht mit
Ich hatte gestern bei der Rede des Rangers gemerkt, daß nicht alles 100%ig erklärt wurde. Und siehe da: Genau da, wo ich vermutet hatte, gingen 8 Personen hin und her und wußten nicht weiter. Deshalb ausnahmsweise mal eine Wegbeschreibung mit Foto: Wenn man ziemlich am Anfang des Weges, im tiefen Sand stehend, ins Tal sieht, überlegt man sich, was der Ranger gesagt hat und weiß dann wirklich nicht gleich weiter. Man geht nämlich nicht im Wash (Flußbett) weiter, sondern klettert gleich einen der vor einem liegenden Berge hoch. Welchen man nimmt, bleibt jedem selber überlassen.

Rot ist der Wash, blau die möglichen Kletterwege, nach rechts wird es noch steiler.
Wie es dann weiter geht, wurde gut erklärt vom Ranger, der, glaube ich, noch nie selber an der Wave war. Ich bin mit 2 amerikanischen Rentnerpaaren, die mit Stativen und Fotoausrüstung bepackt waren, weiter gegangen. Laufzeit: Keine Ahnung. Ich hatte Start und Landung gefilmt, der Timecode zeichnet ja die Zeit auf, im Film eingeblendet sieht sowas übrigens meiner Meinung nach blöd aus, aber die Camera hat wohl ein bißchen zu viel Wind und Sand mitgekriegt, ich kann deshalb nicht sehen, was ich gefilmt habe und deshalb auch keine Laufzeit aufschreiben.
Alles klar? Hole ich zu Hause alles nach.
Es war durchgehend bewölkt und eiskalt, richtig unangenehm also. Wenn die Sonne mal kurz durch kam, habe ich gleich ein paar Fotos der näheren Umgebung gemacht, setze hier aber nur eins rein.
Die Wave sah recht nichtssagend aus ohne Sonne, ich habe mich gleich auf den Weg gemacht, um die Second Wave zu suchen.
Die anderen wußten auch davon, haben sie aber "The Swirl" genannt. Und gefragt, ob ich weiß, wo der Burger-Rock ist.
Nö, keine Ahnung. Aber wer suchet der findet. Manchmal jedenfalls.
Die Second Wave hatte ich schnell gefunden, obwohl sie ganz anders aussieht als auf den berühmten Fotos, die aus größerer Höhe oder Tiefe gemacht worden sind.
Wie man hin kommt: Man geht in der Wave bergauf in Richtung Top Rock. Nach ca. 150 m kommt ein Plateau. Hier geht man nach rechts. Nach weiteren 200 Metern steht man an einer wellenförmigen Felswand, der man folgt und die zur Second Wave führt. Wenn man davor steht, erkennt man sie evtl. nicht direkt, man muß erst an ihr vorbei und sich umdrehen.....

Wie es bei schönem Wetter kurz vor Sonnenuntergang aussehen könnte, ist hier zu sehen.
Wenn ich mir die Unterschiede ansehe, weiß ich schon, warum ich meine Fotos nur als Beigabe zum Text sehe und nicht als hauptsächliches Anliegen. Die Bilder sind um die Mittagszeit bei Bewölkung gemacht worden, beste Zeit ist die sogenannte "Golden Hour" kurz vor Sonnenuntergang. Dann sollte man den Rückweg zurück allerdings sehr genau kennen, für Wave-Neulinge also nicht unbedingt geeignet.
Auf dem Rückweg zur Wave bin ich über den Burger-Rock gestolpert, ich vermute jedenfalls, daß er es ist.

Geschmeckt hat er aber nicht.

Ein Breitbild habe ich auch zu bieten: Die Wave von oben.


Die Bilder, die ich bei meinen insgesamt 3 Besuchen der North Coyote Buttes und der Wave gemacht habe, sind in der Wave - Bildergallerie und der North Coyote Buttes Bildergallerie zu sehen .

Insgesamt bin ich ca. 2 Std. hin und her geklettert, habe mir alles noch einmal in Ruhe angeschaut und bin dann, windbedingt, nicht weiter zu den Teepees gegangen, sondern wieder zurück zum Auto.
Langsam, in aller Ruhe und habe noch in den einen oder anderen Butte hineingeschaut.
In der Registration Box stand unter Bemerkungen der Satz :
Could please someone turn out the Wind Machine next time.....
Dem kann ich nichts mehr hinzu fügen.
Um kurz nach 3 war ich wieder am Auto und bin noch dahin gefahren, wo ich die Zufahrt zu dem weißen Tal, das ich vor ein paar Tagen "entdeckt" habe, vermutete, bin aber nicht fündig geworden, obwohl ich nicht nur Dirt Roads, sondern auch off-Road gefahren bin.
Egal, beim nächsten Mal bringe ich ein Seil und einen Flaschenzug mit und dann komme ich runter ins Tal.
Abends gab es, mal wieder, ein Phillycheesesteak beim JackintheBox. Nach der Bestellung wurde ich nach meinem Namen gefragt. Statt Nummern, wie es in manch anderen Läden üblich ist. Ich schaute leicht irritiert. Ich war der einzige Kunde im Laden, was soll das also.....
Your Name ?
Volker.
Jetzt schaute sie leicht irritiert.
Wie-ou-äll-käi-ih-ar.
Sie schrieb es auf die Rechnung.
Das Essen habe ich dann ohne Namensangabe bekommen.
Was ich auch nie verstehen werde, ist, warum die Getränke in 3 verschiedenen Größen angeboten werden, wenn die Refills free sind. Dann nehm ich doch immer small und hole öfter nach, oder ?
Morgen verlasse ich Page und fahre in Richtung Süden. Wohin genau, ist mir selber noch nicht ganz klar, ich habe ja noch 2 Tage Zeit bis L.A. Evtl. bin ich morgen Abend in einer Stadt, in der es einen Laden namens China King Buffet gibt, 28 Items all-u-can-eat.
Und ein Outback Steakhouse ist auch nicht weit....

 

Mein neuer Indianername: Big Red Nose..... Big REd Nose - Na gut, ich hab ein bischen nachgeholfen bei de Farbe.....

 

Gefahrene Meilen : 125 oder 201 km

 

 

 

 

 

 

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