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Key West - der südlichste Ort Kontinentalamerikas. Entfernung ab Miami ca. 179 Meilen - ab Key Largo ca. 100 Meilen - als Fahrtzeit sind 3-4 Stunden zu rechnen, wenn man gemütlich fährt, das muß man wg. der Geschwindigkeitsbegrenzungen, es sind meistens 55 erlaubt, sowieso.
Den ersten Teil der Strecke sollte man unbedingt über den Florida Turnpike fahren, um die vielen Ampeln auf dem Weg nach Homestead zu umgehen. Ab Miami geht das am besten über die I-95, dann über die 826 zum Airport und 10 Meilen weiter bis zum Turnpike.
Ab Florida City geht es dann auf den Highway Nr. 1, der für die ersten 27 Meilen endlos langweilig ist. Es geht durch ein Sumpfgebiet.
Ab Key Largo (Key hat nichts mit Schlüsseln zu tun, sondern ist eine amerikanisierte Version des spanischen Wortes Cayo) wird dann spannender. Wenn man genug Zeit hat, kann man den JD Pennekamp State Park ansehen. Von den insgesamt 42 Brücken aus, welche die Keys verbinden, hat man meistens einen schönen Ausblick auf den einen oder anderen netten Strand. Auf Islamorada, gesprochen Eilamorähda, kann man im Theater of the Sea diverse Tiershows ansehen und mit Delphinen und Seelöwen schwimmen. Anmeldungen per Internet sind nicht möglich, man kann sich vor Ort ab 9:15 morgens anmelden. Also unbedingt schon vor 9 Uhr da sein. Eintritt 23.95 $, Delphinschwimmen zusätzlich 140 $, mit Trainer 200 $, Schwimmen mit Rochen 45 $ und mit Seelöwen 95 $. es ist also für jeden etwas dabei.
Falls schon alles ausverkauft ist, kann man im nebenan gelegenen Pelican Cove übernachten und es am nächsten Morgen nochmal probieren. Abends könnte man dann im Lorelei dem Sonnenuntergang zuschauen, in einer der schönsten Outdoor-Bars der Keys.
Ab Marathon werden die Brücken länger und die Strecke noch interessanter. Kurz nach der 7 Mile Bridge, die Vaca Key mit Bahia Honda verbindet, kann man in den Bahia Honda State Park, Eintritt 5 $, oder auch einfach weiterfahren. Am Wochende und an Feiertagen sollte man Key West meiden, es sind ohne Vorreservierungen nur selten Zimmer zu bekommen und alles ist völlig überfüllt. An einem normalen Wochentag ist es relativ leer und billiger. Unter 60-70 $ ist aber trotzdem kein Zimmer zu bekommen. Ich empfehle, direkt an der Duval Street zu wohnen, dann kann man abends auch zu Fuß nach Hause und kann das Auto mal stehen lassen. Was ich damit sagen will: Man kann sich in einer der vielen Bars in Ruhe einen trinken.....
Wer schon mehrmals da war oder nur mal kurz rüber will: Man kann natürlich auch fliegen, fast alle Gesellschaften bieten Flüge an.
Falls hier zufällig ein deutschlesenkönnender Kubaner anwesend ist: Wenn du nach Amerika, ins gelobte Land willst, solltest du zusehen, daß du nicht schon unterwegs, auf deinem Boot, erwischt wirst, sondern erst, wenn du mindestens einen Fuß an Land gesetzt hast. Es gibt nämlich die sogenannte Dry Feet/Wet Feet Policy, die regelt, wer ins Land gelassen wird und wer nicht. Sind deine Füße noch naß, sitzt du also noch im Boot oder schwimmst, wirst du zurückgeschickt, sind deine Füße trocken, du also schon an Land, kannst du ein Jahr lang blieben und dann evtl. einen Antrag auf Daueraufenthalt stellen.
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