Eagles

Die Eagles - 1971 aus der Begleitgruppe von Linda Ronstadt entstanden, spielen seit ihrem 1. Album “Eagles” lockere Country/Westcoast Musik, die wohl niemand als wirklich negativ empfinden kann. Ob im Auto, im Supermarkt, zu Hause: Überall kann man zumindest eins der Greatest Hits Alben immer hören, egal welche Musik man normalerweise bevorzugt. Die bekanntesten Lieder sind “Take it Easy” und “Hotel California”, welches speziell zu diesem Urlaub besonders gut passt. 1980 löste sich die Band mehr oder weniger auf, die Bandmitglieder Don Henley, Don Felder, Glenn Frey und Joe Walsh brachten diverse erfolgreiche Soloalben heraus, 1994 reformierte sich die Band für das auf MTV ausgestrahlte Konzert “Hell Freezes Over”, und ist seitdem ständig auf neuen “Best Of...” Cd’s und DVD’s zu hören und zu sehen. Jedoch sind weder neue Lieder noch ein neues Album in Sicht. Solange sich die alten Songs immer und immer wieder verkaufen lassen, kann man es ja in Ruhe angehen.

 

Im Moment sind sie auf sogenannter “California Tour” und spielen hauptsächlich abwechselnd je 6x im Staples Center L.A. und im Arrowhead Pond in Anaheim, mit kurzen Unterbrechungen in anderen nicht weit entfernt liegenden Städten. Die Jungs können also nach der Show sofort wieder nach Hause zu Mutti und den Kindern.

Tickets gibt es bei Ticketmaster, die beste Möglichkeit ist, ticketFast:NOW anzuklicken, dann bekommt man nach einigen Minuten eine E-Mail und kann diese dann ausdrucken.

Der Arrowhead Pond ist, wenn man in der Nähe des Flughafens wohnt, nicht leicht zu finden, aber was ist schon leicht in L.A.

Wir waren bereits 3 Stunden vor Konzertbeginn vor Ort und wollten gegenüber bei JT Schmidt’s etwas essen. Vor dem Eingang war eine recht lange Snake und es sollte etwa eine halbe Stunde dauern. Das stimmte auch, allerdings hatten wir dann immer noch keinen Tisch sondern waren erst an der Anmeldung. Hier konnten wir uns eintragen - ich bevorzuge im Moment den Namen Humphrey - und unsere Handynummer angeben. Man wollte uns anrufen, sobald ein Tisch frei würde. Wir haben es vorgezogen, alle 20 Minuten nachzufragen, das war billiger als ein Anruf über 30 Meter Entfernung, der über Deutschland umgeleitet würde. Nach einer weiteren Stunde waren wir fast verhungert, bekamen aber endlich einen Tisch zugewiesen.

Der Laden war gerammelt voll, alle Leute starrten wie gebannt auf die vielen Fernseher, in denen ein Baseballspiel gezeigt wurde: Anaheim Angels gegen die New York Yankees. Wir aßen ganz hervorragende Steaks, ein Ribeye und ein New York Steak, zahlten zusammen ungefähr 76 $ und machten uns dann auf den Weg zur gegenüberliegenden Halle. Nach der recht lockeren Kontrolle, der Abtaster war ca. 1,50 groß und piepte nur kurz meine Hose ab, an meine Brusttasche mit dem Fotoknips kam er gar nicht heran, wurde unser Ticket gescannt und wir waren drin. Jubel brandete auf. Nicht wegen uns, sondern weil in dem Moment das Licht ausging und die Band auf die Bühne kam. Unsere Plätze hatten wir schnell gefunden bzw. wir setzten uns in unserem Block einfach da hin, wo freie Plätze waren. Die meisten Besucher waren noch draußen und schauten sich das Ende das Baseballspieles an.

Die Band begann mit “Take it Easy”, “Witchy Woman” und “Peaceful Easy Feeling” und “Boys of Summer”, bei einem so großen Songkatalog kann man gleich zu Anfang aus dem Vollen schöpfen. Die erste Stunde bis zur 15minütigen Pause gehörte Glenn Frey, der sich zusammen mit Don Henley beim Leadgesang abwechselte. Don Felder hat die Band verlassen, als Sologitarrist ist jetzt ein sehr guter Neuer dabei, dessen Namen ich aber nicht verstanden habe und über den ich auch im Internet nichts gefunden habe. Lieder aus Glenn Frey’s Solokarriere wurden nicht gespielt, “The Heat is On” oder der “Smuggler’s Blues” hätte er von mir aus singen können.

Insgesamt waren teilweise bis zu 12 Musiker auf der Bühne, incl. 2 Keyboarder, ein Schlagzeuger, der Don Henley unterstützte, sowie 4 Bläser. Die billigen Plätze mit eingeschränktem Blick entpuppten sich als ganz hervorragend, man war recht nah an der Bühne und konnte Einzelheiten auf dem Videomonitor sehen. Bei Metallica auf Schalke habe ich weniger gesehen. Im Rest der Halle ging es auch nicht ohne die Monitore, außer für die Leute, die sich Ferngläser geliehen hatten, die es für schlappe 5 $ im Foyer gab.

Der Sound war glasklar, die Stimmen perfekt, die Beleuchtung dezent, aber stimmungsvoll. Nach der Pause wurden ein paar akustische Lieder zum Besten gegeben, die ich alle nicht kannte und die auch recht langweilig waren. Dann kam die Zeit von Joe Walsh, der “Walk Away”, den alten James Gang Song, und “Life’s Been Good” zum Besten gab, unterbrochen von allen weiteren Eagles Hits.

Don Henley widmete das Konzert den Opfern der letzten Hurricanes und den amerikanischen Soldaten, nicht gewidmet sei es den Leuten, welche die Soldaten in den Krieg schicken. Nach einer kurzen Schrecksekunde begann ein längeres Pfeifen und Buh-Rufen, was immer wieder aufflammte, wenn Don Henley ans Mikrofon kam. Amis sind Antikriegsstatements eben nicht zugänglich, die wollen immer und überall draufhauen........

Als Zugabe kam das unvermeidliche “Hotel California”, Joe Walsh’s “Rocky Mountain Way” sowie “All she wants to do is Dance” und “Desperado” als Rausschmeißer.

Fazit: ein sehr gutes Konzert, teilweise sehr rockig, perfekte Akustik, etwas zu enge Sitze.

Sehr interessant die ca. 100 Stretchlimos in allen erdenklichen Farben, Formen und Längen, die vor der Halle auf ihre Mieter warteten. Fast kein doppeltes Modell, die Länge richtet sich wahrscheinlich entgegengesetzt zu der Länge des........

Aber ich schweife ab.........

 

 

 

 

 

 

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