Highway No. 1

4. Tag

Nach der Tonight Show war es kurz vor 6 und wir waren völlig durchgefroren. Also erst ein paar Minuten in die Sonne stellen, dann ins Auto und so schnell wie möglich raus aus der Stadt. Wir hatten die Schnauze voll vom ständigen im-Stau-stehen. Unterwegs sahen wir einen wunderbaren Sonnenuntergang. In Ventura machten wir eine kurze Essenspause im Jack-in-the-Box, dann wollte Andreas den recht leeren Highway nutzen, die vielen PS im Auto ausnutzen und richtig rasen. Also haben wir uns verabredet, im ersten bzw. einzigen Motel 6 Santa Maria einzuchecken und weg war er. Nach ca. 100 weiteren Meilen kamen wir an, Andreas und Christian waren aber nicht da. Rüdiger schickte eine SMS an die beiden, wo wir zu finden wären und wir legten uns schlafen. NBC gab es leider nicht, wir konnten “unsere” Show also nicht ansehen. Internetzugang ist, wie schon immer im Motel 6, nur über Telefonkabel möglich, aber mit immerhin 49.000 Bits, also akzeptabel, wenn man jahrelang nichts anderes gewöhnt ist.

Morgen wollen wir in San Luis Obispo entscheiden, ob die die 101 oder den Highway No. 1 nach Norden fahren. Je nach Wetterlage....

Gefahrene Meilen: 170

5. Tag

Das mit der Wetterlage war natürlich ein Witz. Da wo wir sind, scheint die Sonne, bisher, außer einen Vormittag in L.A. und auch für den Rest des Urlaubes wird es immer sonnig und warm sein. Garantiert.

Erster Satz von Christian: Warum müssen wir denn schon so früh fahren. Ich würde lieber noch schlafen. Tja, das geht leider nicht, wir sind im Urlaub und nicht zum Spaß hier.....

Erster Halt: Der Grover Beach State Park. Hier kann man, wie im benachbarten Pismo Beach, mit dem Auto am Strand entlang fahren. Eintritt: 5 $. Die Rangerin sagte, mit Blick auf unsere Autos, dass wir nicht fahren sollten, es wäre Ebbe und der Sand durchgeweicht. Only 4WD at the Moment.

Egal, geben wir das gesparte Geld für’s Frühstück aus.

In der nächsten Stadt, San Luis Obispo, hatten wir dann den nötigen Hunger. Doch leider gab es keine Restaurants, wir sind fast eine halbe Stunde kreuz und quer durch’s Dorf gefahren und haben nichts gefunden. Das sollte aber noch häufiger vorkommen, vielleicht als Ausgleich, dass die Sonne immer schien.
In einem Supermarkt gab es Würstchen und diverse Backwaren, die wir uns einverleibt haben. Bei der Weiterfahrt waren natürlich auf beiden Seiten der Straße jede Menge Restaurants, wie immer, wenn man keinen Hunger mehr hat.
 

Noch eine kurze Tankpause, das erste Mal für Andreas, er hatte die üblichen Schwierigkeiten, am Ende aber diverse Tiger im Tank.

Wir machten während des ganzen Tages Partnertausch, nach jedem Halt fuhr eine andere Paarung zusammen.
 

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Ich habe mich, nach einer einzigen Highway 1 Fahrt, damals am vorletzten Urlaubstag und bei Dauerregen, in den letzten 17 Jahren immer dagegen gewehrt, diese Strecke zu fahren. Und jetzt geht’s sogar von Süd nach Nord, also entgegengesetzt der normalerweise “guten” Richtung. Nachteil dieser Streckenführung: Alle Aussichtspunkte sind auf der linken Seite, man muss also immer auf den Gegenverkehr achten, wenn man abbiegen will. Nur 136 Meilen nach Monterey, ich hatte gedacht, es wären ca. 500 und bin deshalb diese Strecke seit 1989 nie mehr gefahren.

Aber man sollte trotzdem im Laufe der Zeit beide Richtungen gefahren sein, weil man ganz andere Einblicke in die Schönheit der Natur hat. Oben ohne fahren ist natürlich Pflicht.

Die berühmt-berüchtigten Nebelschwaden haben sich heute einen Tag frei genommen, es war kein Wölkchen am Himmel.

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In Morro Bay haben wir kurz den Morro Rock nicht angeschaut, das sogenannte Gibraltar des Pazifiks. Wir waren gerade so schön in Fahrt, man muss auch mal verzichten können.

Das Hearst Castle. Hier hat sich der Zeitungsverleger William Randolph Hearst einen Traum erfüllt und sich eine Art zweites NewSwanStone bauen lassen. Angeblich ist das Schloss die nach Disneyland meistbesuchte Sehenswürdigkeit Kaliforniens. Vergleichbare Schlösser von Leuten, die nicht wussten, wohin mit ihrem Geld wie Casa Loma in Toronto oder Vizcaya in Miami sind sehr viel kleiner und billiger. Wir sind locker daran vorbei gefahren.....

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In Piedras Blancas, kurz nach dem Hearst Castle lag eine See-Elefanten Kolonie faul in der Sonne. Weitere Informationen über diese Tiere gibt es hier.

 

Zu sehen ist nicht viel, es ist nicht anders als eine Horde Menschen am Strand um die Mittagszeit. Nur viiiiiel gemütlicher.....

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Außer den Elefanten ist in Piedras Blancas auch eine wunderschöne Küstenlandschaft zu bewundern.

Ich hatte mir, für Strecken, auf denen man keinen Radioempfang hat, eine CD gebrannt und sogar daran gedacht, diese auch mitzunehmen. Eine MP3-CD habe ich nicht mitgenommen, beim letzten Urlaub konnte ich nämlich keine abspielen. Aber: Natürlich war der Player MP3-fähig, hat aber nichts genützt, wir mussten 3x hintereinander die selbe “normale” CD hören......

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