Big Sur

Weiter geht’s nach Norden. Die letzten 70 Meilen nennen sich Big Sur, ein Dorf des gleichen Namens gibt es auch.

Es sind zwar immer noch alle wirklich schönen Aussichtspunkte auf der linken Seite, es gibt aber genug Plätze, an denen man auch auf der rechten Seite der Straße anhalten kann. Man muss nur ein paar Meter mehr gehen, um einige polfilterblaue Bilder zu knipsen.

Am Wochenende wird es allerdings schwieriger sein, dann ist es voll, dann ist hier die weltweit größte Ferrari-Dichte, dann steht man hier auch schon einmal im Stau.

Bixby Creek Bridge

Wir sind nonstop durch Big Sur gefahren, außer diversen Läden für New Age Jünger und teuren Künstlerateliers sowie einer der teuersten Tankstellen Amerikas ist nicht viel zu sehen. Der Name macht’s....

An der 1932 erbauten Bixby Creek Bridge haben wir dafür länger verweilt, man hat eine tolle Aussicht. Hat man fast überall, aber hier irgendwie besonders. Wer hier übernachten will und einmal im Leben richtig viel Geld dafür ausgeben will, sollte im Ventana Inn vorbei schauen.....

Blick auf die Bixby Creek Bridge

 

Erste richtige Stadt am Ende des Highways ist Carmel. Die Stadt ist in Deutschland bekannt geworden, als Clint Eastwood vor ein paar Jahren Bürgermeister war.
Gehalten haben wir aber erst in Monterey, der ersten kalifornischen Hauptstadt. Wir besuchten kurz die Cannery Row, berühmt geworden durch John Steinbeck’s berühmten gleichnamigen Roman, deutscher Titel “ Straße der Ölsardinen”, den ich aber nicht gelesen habe. Die anderen hatten weder den Titel noch je etwas von John Steinbeck gehört. Viel wichtiger war die Anwesenheit eines Bubba Gump Restaurants, wo wir uns diverse SeaFruits bestellten.

Cannery Row Monterey

Bubba Gump Monterey

Es gab die beste Clam Chowder meines bisherigen Lebens, die Suppe heißt (T)schauder, weil sie so schauderlich aussieht, anschließend Shrimp Shack Pasta, einen Krabbencocktail für Andreas, der sich selbigen viel größer vorgestellt hatte, The ultimate Combo, bestehend aus einem Steak und Shrimps mit Coleslaw und Mashed Potatoes, und Shrimpin’ Dippin’ Broth, man sieht auf dem Bild, was es ist.

Wer erfindet eigentlich die Namen der Gerichte?

Die Cannery Row ist einer dieser üblichen Touristen-Nepp-Orte, nach dem Essen sind wir gleich weiter gefahren.

Das größte Aquarium der Welt und den 17 Mile Drive ließen wir aus, man muss sich ja nicht alles ansehen. Und was sollen 4 Männer im Aquarium, wenn es nebenan leckeres Essen gibt.

Cannery Row Monterey

Lone PineLone Pine

Immerhin habe ich 2 Fotos von der Lone Pine am 17 Mile Drive, und auf der nächsten Seite eine ausführlichere Geschichte über diesen Rundkurs, aus einem anderen Jahr ....

In Castroville, der Artischockenhauptstadt der Welt, steckten wir fast eine Stunde lang im Stau, es wurde ein Strommast erneuert, kurz vor Einbruch deDieterr Dunkelheit erreichten wir Santa Cruz, das Ziel des heutigen Tages. Das Schlimme in einem Stau: Dieter, der du-bist-nicht-angeschnallt-Pieper, den Namen hat er seit dem letzten Florida-Urlaub, hört gar nicht mehr auf zu piepen, er ging mir so auf den Keks, dass ich mich nach einiger Zeit sogar angeschnallt habe.

Stau

Extreme Bowling

Ich war schon 3x in Santa Cruz und weiß, wo man wohnen sollte: Nicht weit von der Boardwalkbowl entfernt, in diesem Jahr im Super 8 Santa Cruz/Beach Boardwalk East, dann muss man nicht so weit laufen, wenn man irgendwann nächtens nach dem Genuss diverser 5,75 $-Pitcher nach Hause will. Und wenn einem Dieter den ganzen Tag auf den Keks gegangen ist mit seiner Pieperei, geht man bohlen, um zu vergessen. Und um sich einen zu pitchern....

Bester Bowler war Christian, gefolgt von Andreas und Rüdiger. Ich habe nur eine Runde mitgespielt, auch einen Strike geschafft und mich dann, meinem Rücken zuliebe, darauf beschränkt dafür zu sorgen, dass die Pitcher immer gut gefüllt waren.

Der Beachboardwalk in Santa Cruz war übrigens geschlossen, im September ist scheinbar keine Saison mehr.

6. Tag

Nach den 8 Pitchern gestern Abend haben wir uns heute morgen nicht schon in aller Frühe on the Socks gemacht, sondern sind erst um 10 Uhr losgefahren. Frühstück gab’s in Jeffery’s Restaurant, die üblichen Omelettes und Pancakes. Christian bestellte French Toast und fragte nach dem zweiten Bissen: Was esse ich hier überhaupt? Mit der Erklärung “Arme Ritter” konnte er etwas anfangen.

Den Leuchtturm haben wir uns nicht mehr angesehen, leider.

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Nach dem Frühstück war meistens ein “Briefing”, ich erklärte, wie es weiter ging, wohin wir fahren bzw. wo wir uns treffen, falls wir uns verlieren. Was speziell im Stadtverkehr leicht vorkommen kann.

Der Highway in Richtung San Francisco war zwar nicht mehr so schön wie gestern, es war teilweise ziemlich bewölkt, aber es gab immer noch das eine oder andere lohnenswerte Foto zu knipsen, z.B. das ca. 35 Meter hohe Pigeon Point Lighthouse. Der Turm ist im Moment leider nur von außen zu besichtigen, weil im Dezember 2002 mehrere große Stücke abgebrochen und herunter gefallen sind. Die zerstörte Stelle kann vom Aussichtsdeck gesehen werden. Renovierungskosten ca. 3 Millionen $, so viel Geld ist nicht übrig, Militärausgaben und Flüge zum Mars sind bekanntlich wichtiger.

Pigeon Point Lighthouse

Montara State Beach

Ein Wort zur Reiseleitung: Ich habe mir meistens abends überlegt, wo man am nächsten Morgen hin fahren kann und das mit Rüdiger besprochen. Die anderen beiden haben dann morgens meistens wortlos zugehört bzw. teilweise gar nicht hingehört. Da immer ein Handy in jedem Auto war, musste deshalb hin und wieder per SMS ausgetauscht werden, wo die anderen gerade waren.

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