Potash Road

Beim morgendlichen Blick in den Spiegel stellen wir fest, daß wir beide gestern recht lange in der Sonne gewesen sein müssen. Leuchtend rote Gesichter lachen uns an. Wir entschließen uns deshalb, einen Fahrtag einzulegen. Nach weiteren fluffigen Pancakes bei Denny’s fahren wir zur Potash Road, Potash Roadum zu sehen, wovon speziell ich in den letzten Jahren immer so viel in diversen Foren gelesen habe. Ausser dem Arches Park kenne ich nämlich so gut wie nichts in der Moab Area.
Wie so oft hatte ich keinerlei Informationen, hab die entsprechende original altertümliche Malereien an der Potash RoadWord-Datei nicht auf dem Laptop gehabt und auch nichts ausgedruckt, wusste aber, daß die Straße zuerst asphaltiert bis zur Pottaschenfabrik und dann unpaved bis zum White Rim führt. Die Potash Road Meile für Meile ist hinter obigem Link zu entdecken.
Was uns als erstes auffiel: Hier ist ja ALLES beschildert, jede kleinste prähistorische Malerei, jeder Arch, jeder Campingplatz, jeder Trailhead, alles. Die Petroglyphen kamen uns nicht besonders alt vor, nach der Verwitterung der Steine zu urteilen hätte man die nicht mehr so gut erkennen dürfen. Kam mir vor, als wären die erst vor ein par Wochen eingehauen worden. Ich bin vor ca. 15 Jahren schon mal hier gewesen, ganz kurz, nur die Strecke bis zum Jughandle Arch, da waren die Malereien noch auf der anderen Seite des Flusses, zu besichtigen durch ein aufgestelltes Sehrohr. War wohl zu weit entfernt, ist jetzt auf der Straßenseite neu entdeckt worden......
Da wir die Strecke nur kennenlernen wollten, sind wir nicht zu den vielen am Weg liegenden Arches gewandert, sondern immer weiter gefahren. Am Ende des Asphalts ging es noch knapp 20 Meilen weiter durch wunderschöne Landschaft, immer entlang des Colorado, meiner Meinung nach auch mit einem PKW zu befahren.
The Pictures speak for itself......

Pyramid Butte - Potash Road

Pyramid Butte - Potash Road

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An der Potash Road

Uli hat einen Arch gefunden

Der Blick auf die Schleife des Colorado ist vom Dead Horse Point State Park besser zu sehen, hier ist ein Rundbild.
Nach ca. 3 Stunden, wir sind sehr langsam gefahren und oft ausgestiegen, kam eine Kreuzung. Nach links geht’s zum Musselman Arch, nach rechts zum Shafer Trail. Da dunkle Wolken am Himmel sind, entscheiden wir uns für den Weg aus dem Tal, Uli wäre allerdings auch gerne die Strecke wieder zurückgefahren.
Sie ist eine recht ängstliche Natur und verfällt auch schon mal in eine Art Panik. Ich sehe nicht gerne von hoch oben nach tief unten. Beste Voraussetzungen also für den Shafer Trail. Uli dachte nach dem Moki Dugway, es könnte nicht mehr schlimmer kommen.
Unten stand ein Jeep, davor radelte gerade ein Biker los.
Alleine. Bergauf. Warum tut der das?Shafer Trail
Wir überholten ihn und fuhren los.
Fahr vorsichtig. Pass auf. Das geht doch gar nicht. Uli wurde nervös.
Ich versuchte sie zu beruhigen: Kalle ist hier auch schon hochgefahren, Traude und Hannes auch. Mike und Caro auch.
Ist mir jetzt egal, wir überleben das bestimmt nicht.
Natürlich haben wir überlebt, auch wenn es in den Kurven recht kritisch wurde, weil hier noch Schnee lag, es naß und rutschig war und natürlich gerade da ein weiterer Radfahrer stand. Ich habe unterwegs nicht angehalten, erst weit oben, als die Straße schon wieder breit war, deshalb gibt es auch keine Bilder von unterwegs.
Oben brauchten wir eine Pause, im Canyonlands Visitor Center gab es eine kalte Cola und eine Toilette. Ich fragte den Ranger nach ein paar Orten, die ich aus dem Studium diverser Foren kannte, er war aber überfragt, kannte nur die Aussichtspunkte “seines” Parks, alles weitere waren moabinische Dörfer für ihn. Aber da wir schon mal hier waren, sahen wir uns auch gleich die Viewpoints hier oben an. Den Mesa Arch fanden wir beide ganz toll, auch nachmittags, hier wird sonst meistens der Sonnenaufgang beknipst, die anderen beiden Overlooks waren sehr schön anzusehen, aber von unten sah es much better aus.

Grand View Point Canyonlansa

Einen ganz großen Überblick vom Grand View Point könnt ihr hier sehen.
Den Green River Overlook und den Upheaval Dome haben wir wg. Gegenlicht und fortschreitendem Hunger nicht mehr angesehen. Ich hatte eine Meile-für-Meile Aufzählung für die State Route 313 vorbereitet, konnte aber keine dazugehörigen Bilder machen, weil ALLES im Gegenlicht war. Wollen wir morgen oder übermorgen nachholen.
Die Merrimac und Monitor Buttes, die angeblich 2 Kriegsschiffen ähneln, sehen wirklich wie Schiffe aus, allerdings nicht von den Aussichtspunkten, sondern ca. 200 Meter westlich davon. Im Internet habe ich noch kein Foto gefunden, auf dem die Schiffität zu sehen ist. Wird auch nachgeholt. Stattdessen 2 Wolkenbilder....

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Was wir beide noch nie erlebt hatten: Es regnete, und zwar vor uns, hinter uns, rechts, links, schräg rechts, schräg hinten links, insgesamt 7 verschiedene riesige Wolken schütteten ab. Und wir waren in der Sonne und konnten es in aller Ruhe ansehen und genießen.

Abends waren wir mal nicht bei Eddie, sondern in der Moab Brewery, man muß die Biere ja vergleichen können. Es gab Nudeln Alfredo und ein Full Stack Rippchen. Das Lizard Light Ale und das Elephant Hill Hefeweize waren wohlschmeckend, aber, wie die Biere bei Eddie auch, kein Vergleich zu einem guten Fiege.
Morgen wollen wir nochmal in den Arches Park, wir müssen ja noch zum Delicate Arch hoch.....

100 Meilen gefahren

 

 

 

 

 

 

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