Eishockey

Hockey? Wieso Hockey? Das heißt doch Eishockey!!!

Eben nicht, das Wort Eishockey gibt es nur im Deutschen, in Amerika ist Hockey auf dem Eis, auf der grünen Wiese wird Fieldhockey gespielt.

Staples Center L.A.Organisiert sind alle Mannschaften in der NHL, gespielt wird nicht um die Meisterschaft, sondern um den 1892 gestifteten Stanley Cup. Insgesamt 30 Mannschaften aus Amerika und Canada sind in zwei sogenannte Conferences aufgeteilt, diese wiederum in 3 Divisionen. Hört sich recht militärisch an.

In der Eastern Conference spielen Mannschaften aus Boston und Canada, aus der New Yorker Gegend und aus den Südstaaten und Florida in den Divisionen, in der Western Conference Mannschaften aus dem Mittelwesten, Westcanada und California/Arizona.

In der vorigen Saison 2004/05, wurde allerdings gar nicht gespielt, die Spielergewerkschaft konnte sich mit den Clubbesitzern nicht auf einen einheitlichen Tarifvertrag einigen, deshalb kam es zum einem sogenannten Lockout.

Egal. In diesem Jahr wird gespielt, die Saison fängt Ende September an. Die L.A. Kings spielen 2 Tage nach unserer Ankunft um 7:30 PM im Staples Center in Los Angeles gegen die Phoenix Coyotes. Von beiden Mannschaften habe ich noch nie etwas gehört, ich kenne nur die Düsseldorfer EG und die Kölner Haie. Ist allerdings noch kein Meisterschaftsspiel, sondern ein Vorbereitungsspiel.....

 

Tickets wollte ich bei Ticketmaster ordern, dort war es aber entweder noch zu früh oder alles war ausverkauft. Ich bekam jedenfalls keine Plätze nebeneinander, sondern musste 4 Einzelne buchen. Davon 3 im selben Block, immerhin. Für ein anderes Spiel, am Ende des Urlaubes, gab es nur Tickets für American Express Card Holder, da gehöre ich aber nicht zu. Die Karten werden per E-Mail zugeschickt, man muss sie nur ausdrucken.

Neuigkeiten zur Saison: Die Spielflächen sind verändert, die beiden Angriffsdrittel um je einen Fuss vergrössert worden. War mir aber egal.

Zum Spiel: Vor der Halle standen 2 Bronzestatuen. Magic Johnson hab ich erkannt, daneben stand ein Hockeyspieler, in voller Montur. Im Nachhinein vermute ich, das es sich um Wayne Gretzky handelt, den amerikanischen Erich Kühnhackl sozusagen, der zum Ende seiner Karriere bei den Kings gespielt hat. Hat mir ein Arbeitskollege erzählt. Am Eingang das übliche abtasten, anschließend haben wir bei den Preisen keine Lust mehr auf ein Bier gehabt und die Plätze gesucht. Kurz danach ging’s schon los.

Nach dem Warmlaufen wurde die unvermeidliche Nationalhymne gesungen, ich glaube, die wird bei jedem Furz, der irgendwo gelassen wird, zum Besten gegeben. Die Stimmung im Stadion war wie auch bei Football- und Basketballspiel, die ich bisher gesehen habe: Nicht vorhanden. Wenn der Einpeitscher nicht irgend etwas vormachte, saßen alle nur rum, assen und tranken und unterhielten sich. Das Spiel war longwavig, wenigstens fiel am Ende des ersten Drittels ein Tor, für die Kings. Ein Deutscher, der mit uns im Flugzeug war und sich als Krefelder entpuppte, fand das Spiel allerdings gut. Es war also wahrscheinlich besser als ein Spiel der Krefelder Pinguine.....

Wir beschlossen in der Drittelpause, den Rest der Partie nur noch in Gedanken anzusehen und fuhren nach Ponoma, zur Fairplex, wo heute Abend Z.Z. Top spielten. Schlappe 30 Meilen außerhalb, Richtung San Bernadino. Als wir ankamen, wurden gerade alle Parkplätze geschlossen, wir kamen nicht mehr rein. Fahrtzeit eine gute halbe Stunde. Die Kirmes war leicht zu finden, es waren allerdings keine Eingänge zu sehen. Die Parkplatzeingänge waren alle gesperrt, nur die Ausgänge offen. Es war scheinbar schon Feierabend, um kurz nach 9. Wir haben an einer “No Public Access” Tür gefragt, wie wir zur Bühne kommen, der Wärter sagte, dass alles ausverkauft und überhaupt in wenigen Minuten alles vorbei wäre.
Ausverkauft? Ich hätte heute Nachmittag im Internet noch 4 Karten bekommen können, als wir noch dachten, Eishockey wäre ein spannender Sport....
Kann man nix machen, ich habe von der Straße aus ein Bild von der Videoleinwand gemacht, die Musik konnte man auch hören, wir sind so in den Genuss von “Cheap Sunglasses” gekommen.
An der Bühne wäre es aber besser gewesen, latürnich......
Um kurz vor 11 waren wir wieder zu Hause......

 

 

 

 

 

 

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