Golden Cathedral

Wanderung zur Golden Cathedral - geschrieben von Christian

Als Ausgangspunkt wählten wir den netten Ort Escalante. Da dieser Tag der letzte des Memorial Weekends war, bekamen wir bereits ein paar Wochen im voraus kein freies Zimmer im Prospector Inn. Wir hätten zwar in einem anderen Motel noch Zimmer erhalten, aber........... wie wir in Escalante feststellten, sind die nicht sehr einladend.
Wir kamen um 16.55 Uhr (vereinbarte Zeit war 17.00 Uhr) in Escalante an und suchten am Treffpunkt im „Outfitters“ unsere Freunde aus Norddeutschland. Da sie nicht da waren, fuhren wir unverzüglich zum Prospektor Inn um nach verfügbaren Zimmern zu fragen. Und siehe da, unsere Freunde hatten die gleiche Idee und bereits die Zimmer gebucht, anscheinend hatten mehrere storniert.
Es gab ja schon nette Geschichten über die Dame an der Rezeption des Prospectors Inn, also war man etwas vorbereitet, aber ich empfand es trotzdem als eine „Begegnung mit der dritten Art“ . Ansonsten ist Motel schon vollkommen in Ordnung und sauber!
Nach dem „Einschecken“ gönnten wir uns beim Outfitters (angeblich das einzig annehmbare Restaurant) ein paar Pizzas und dazu einen Pitcher. Wir unterhielten uns über das bereits Erlebte und verbrachten den restlichen Abend noch am Motelzimmer.
Bereits nach Sonnenuntergang frischte es ordentlich ab. Die vorhandenen Klimaanlagen brauchten wir gar nicht einsetzten. Ich kann mich gar nicht erinnern, dass wir in USA eine zweite Bettdecke wegen der Kälte einsetzten.

Am nächsten Morgen mit strahlend blauem Himmel, zeigte das Thermometer gigantische 3 Grad an. Nach dem Frühstück am Zimmer, gegen 8.00 Uhr, quetschten wir uns zu viert in den Trailblazer(für eine längere Urlaubsreise zu viert ist dieser Wagen vom Raumangebot her nicht ausreichend) und fuhren den Highway 12 bis zur Abfahrt zur Hole in the Rock Road.
Ab dem Highway 12 fährt man ca. 16,4 Meilen bis zur beschilderten Abzweigung „Egypt“. An dieser Stelle biegt man links ab. Nun sind es noch weitere 10 Meilen bis zum Parkplatz. Die ersten 6 Meilen sind relativ problemlos zu befahren, dafür werden die letzten 4 Meilen schon etwas holprig bzw. felsig, wir waren uns im Auto einig, dass „high clearance“ für diesen Streckenabschnitt ein wesentlicher Vorteil ist und mit dem Pkw wohl die Machbarkeitsgrenze erreicht bzw. überschritten wird!

Auf dem Weg zur Golden Cathedral

Am Parkplatz selbst waren wir zu einem überrascht, da ca. 3 Pkw`s hier standen und weitere 10 Fahrzeuge, die einsamen Zeiten des „Escalante“ sind offensichtlich auch Vergangenheit.



 

 

Zum einen gibt es die Route über den Fence Canyon (hier muss aber mehrmals der Escalante River überquert werden) oder die direkte Route mit lediglich einer Flussüberquerung pro Richtung. Wir entschieden uns für die zweite. Bereits vom Parkplatz ist das Ziel erkennbar, bzw. der „Round Dome“ dient als Orientierungspunkt. Wir starteten um 9.00 Uhr.

Auf dem Weg zur Golden Cathedral

Der erste Part ist sehr felsig und der zum Teil erkennbare Trail führt relativ geradlinig nach unten, so dass am Ende der Wanderung wieder ein schöner Schlussanstieg wartet. Mittlerweile zeigte das Thermometer angenehme 20 Grad an.
Auf dem Weg zur Golden Cathedral


Nachdem diese „erste Stufe“ überwunden ist, wird es teils sandig bzw. felsig,
hier ist es vorteilhaft nicht exakt den direkten Weg über das Plateau zu wählen, sondern einen leichten Bogen(siehe vorhergehendes Bild) zu gehen, da der Untergrund felsiger und nicht so kräftezehrend wie der tiefe Sand ist.

Auch Mokie Marbles gibt es in dieser Gegend, zwar etwas kleiner als die am gleichnamigen Hill, aber trotzdem interessant.
Auf dem Weg zur Golden Cathedral


Nach ca. 105 Minuten erreichen wir die Canyonkannte, hier ist ein klarer Abstiegstrail nicht sofort erkennbar, dagegen sieht man von unten die einfachere Variante, nichtwissend wählten wir eine „Hinterteilrutschlösung“ und kamen auch so wohlbehalten über diese Hürde.





Von der Kante bis zum Escalante River war der Trail extrem sandig und steil!
Der Fluss ist nicht sofort ersichtlich, da viele Pflanzen und Bäume das überlebenswichtige Wasser nutzen, aber ein eindeutiger Pfad weist die Richtung. Der „River“ selbst war ca. 5 Meter breit und lediglich 30 – 80 cm tief, dafür war das Wasser sehr kalt. Vorteilhaft ist ein kleines Handtuch, zum Trocken und „Entsanden“ der Beine nach der Riverpassage.







Ich habe auch schon einige Berichte gelesen, in denen der Fluss wegen der Wasserhöhe als unüberwindbar beschrieben wird, also bitte vor der Wanderung im zuständigen BLM – Büro Auskunft einholen!
Lt. einigen Berichten sind ab ca. 12.00 Uhr die Lichtbedingungen zum Fotografieren schlecht sind, deshalb war Eile geboten und gerade in solchen Augenblick zieht sich der Weg, zumindest psychologisch. Vom River bis zur Golden Cathedral vergingen nochmals 20 Minuten. (Ankunft 11.20 Uhr)
Auf dem Weg zur Golden Cathedral


Überraschendweiser waren wir alleine, sofort begannen wir zu knipsen, aus allen erdenklichen Positionen.
Die Farben waren beeindruckend und diese Ruhe einfach toll!

Golden Cathedral

Golden Cathedral

Golden Cathedral

Nach dem Fotografieren fanden wir auch die Zeit den Ort zu genießen, obwohl 2 Amerikaner noch eintrafen.
Hier noch ein Bild mit Personen, so dass die Größe dieser Cathedral erkennbar wird.

Golden Cathedral


Es war bei uns Ende Mai und ca. 12.30 Uhr und ab diesem Zeitpunkt kamen die ersten Sonnenstrahlen in den Canyon, zum fotografieren äußerst ungünstig!

Golden Cathedral

Nach einer kleinen Stärkung, traten wir den Rückweg an. Mittlerweile hatte es25 Grad und der beschriebene sandige Anstieg direkt nach dem Fluss hatte es wirklich in sich. Da es sehr steil war, ging es 3 Schritt nach vorne und 2 zurück. (Wandern im tiefen Sand ist absolut nicht mein Ding!)

Das lange Flachstück ließ sich wiederum ganz angenehm bewältigen, bevor der letzte felsige Schlussanstieg noch mal ein paar „Körner“ forderte.



Ingesamt benötigten wir für den Rückweg 2 Std. 40 Min., also für An- und Abfahrt, sowie die Wanderung sind ca. 7 Stunden anzusetzen, allerdings möchte ich noch anmerken, dass wir lediglich 25 Grad hatten!
Wie immer, sollte bei solchen Unternehmungen ausreichend Wasser mitgeführt werden,
ein GPS ist nicht von Nöten, zur Orientierung reicht der Round Dome, sowie der Bereich des Schlussanstieges sollte fest im Gedächtnis verankert sein.
Fazit: Eine sehr schöne Wanderungen im Südwesten mit einem unglaublichen Höhepunkt.
Eine weitere Wanderung zur Golden Cathedral wird hier beschrieben.

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