Grenada

Donnerstag, 12. November:
Wir schreiben das Jahr 2015 – das Jahr der Flüchtlingskrise, vielleicht auch der Beginn. Es gibt unterschiedliche Gründe zu flüchten, die meisten davon wünscht man nicht mal seinem ärgsten Feind. Warum sich aber die seltsamsten dieser Zugvögel einfach nur in gemachte Nester setzen wollen, die plüschiger als das eigene scheinen, anstatt den eigenen Arsch hochzukriegen, weiß der Kuckuck. Würden sich alle bei Bill Gates einquartieren, stapelte sich die Menschheit am Lake Washington, die Erde hätte eine Unwucht und eierte nur noch in ihrer Laufbahn.
Der unserer Meinung nach luxuriöseste Grund ist die Winterflucht. Obwohl das dank El Niño in diesem Winter gar nicht nötig wäre. Aber wer ahnt das schon beim Planen?

Wir nehmen uns in diesem Jahr des kleinen Norberts an, der es nicht alleine schaffen würde, in den Süden zu fliegen und den wir daher kurzerhand einladen uns zu begleiten. Norbert kann weder ein Visum noch Esta beantragen und bei der regulären Einreise hätte es weitere Probleme gegeben: Keine Arme – keine Kekse – und erst recht keine Fingerabdrücke. So baue ich dem Kleinen ein kuscheliges Nest aus Handtüchern und verstaue ihn im Koffer.

Norbert

Der Flug von Düsseldorf nach Miami geht Dank der Notausgangplätze und der äußerst charmanten portugiesischen Flugbegleiterin recht flott und dass ich zum ersten Mal etwas schlafen kann, hilft sicher auch. Der Umstieg in Miami, der – warum auch immer – mit einer Einreise verbunden ist, klappt besser, als erwartet. Die Neurodermitis an meinen Händen macht nicht nur für geübte Wahrsager das Handlesen unmöglich, auch Fingerabdruckscanner erkennen nichts. Der Officer ist allerdings mit den englischen Begriffen zufrieden und stempelt meinen niegelnagelneuen Pass.

Fingerabdrücke? Kein Problem.....

Der Weiterflug nach Grenada in einer ebenfalls brandneuen Maschine nimmt dann aber komischerweise kein Ende. Die drei Stunden dehnen sich wie die Leggins einer gewissen Marzahnerin und mein Arsch weiß nicht mehr, wie er schmerzlos sitzen soll. Da geht es Norbert in seinem Nest bestimmt besser. Die Einreise in Grenada geht dann aber recht flott. Wir sind das einzige Flugzeug und die Officer sind gründlich (womit auch immer) und sehr freundlich.

Welcome to Grenada

Ein Taxifahrer wartet quasi nur auf uns und bringt uns, mehrere Autos überholend, in unser Hotel. Mann, habe ich einen Brand. Da wir diesen Urlaub vegetarisch beginnen wollen, erst mal schnell ein kaltes Bier zischen und dann ab ins Bett. In der nebenan liegenden Sportsbar ist Happy Hour und einen Pitcher gibt‘s für 12 EC (ca. 4 US$). Da können wir nicht Nein sagen und es ist im Grunde ja auch nur ein Bier.


Guts Nächtle.

In der nebenan liegenden Sportsbar ist Happy Hour

 

 

Übernachtung für die nächsten 5 Tage: Allamanda Beach Resort

 

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