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Heute war so eine Art freier Tag. Da es unsonnig und kaltwindig war, haben wir uns ins Auto gesetzt und sind auf dem Highway nach Norden gefahren. Unterwegs wollten wir irgendwo frühstücken. In Portland sahen wir ein blau es Dach, das Uli sofort als IHOP identifizierte und beim Gedanken an eine Erdbeer-besetzte belgische Waffel anfing zu sabbern. Also sofort runter vom Highway und hin. Auf dem Parkplatz standen sehr viel Autos, drinnen saßen mindestens 20 Leute, die auf einen Platz warteten. Was war los, montagsmorgens um 11? Es fiel uns wie Sahne aus den Ohren: Heute war der letzte Tag des Columbus Day Weekends, niemand muss arbeiten. Und dann wollen natürlich alle ins nächstgelegene Restaurant, dann muss Mutti keine Cornflakes auftauen. Also: Sabber vom Mund wischen und weiterfahren. Irgendwo wird noch etwas anderes zu finden sein. Das war eine falsche Schlussfolgerung. Es gab zwar jede Menge Ausfahrten, aber sowohl ohne Hinweisschilder auf Futtertröge als auch ohne die allseits bekannten Restaurantzeichen, die sonst fast überall in Amerika zu sehen sind. In Lewistown war wenigstens ein Motel 6 ausgeschildert und neben denen steht doch meistens ein Denn y’s. Pustecake, da war nix. Ein Ramada war noch zu sehen und in selbigem Dudley’s Dining & Entertainment Center, das allerdings geschlossen aussah. War es aber nicht, sondern voller uralter Amis, die auf berollten Stühlen lunchten. Breakfast gab’s nicht mehr um mittlerweile 11:54, dafür kostete das Luncheon Buffet nur 3,99 $. Da wir, dem Hungertod nahe, keine Wahl hatten, machten wir uns über Spaghetti, Popcornfish und Turkey Stroganoff her. Getränke waren auch inclusive. Schmeckte zwar alles nicht besonders, aber in der Not frisst der Teufel eben Popcornfish. Nachdem sich die Sattität wieder eingestellt hatte, flüchteten wir aus diesem Altenheim mit Hotel & Entertainment Center und fuhren weiter nach Augusta, der Hauptstadt von Maine. Das dortige State House war, wie nicht anders zu erwarten, wg. des Feiertages geschlossen, aber der eine oder andere Speicherpixel musste trotzdem dran glauben. 
Weitere halbwegs interessante Sehenswürdigkeiten rund um Augusta: Old Fort Western - Maine State Museum - Pine Tree State Arboretum - Skoghegan Indian, der größte Holzindianer der Welt.
Der Acadia Park war uns zu weit weg, und die Küste von Maine sieht bekanntlich überall gleich aus, weshalb wir wieder zurück nach Portland fuhren. Ein paar Infos und Bilder aus dem Acadia Park hab ich trotzdem zu bieten, ich war im vorigen Jahrtausend schon mal da....
Acadia, einer der 10 meistbesuchten Nationalparks der USA und der einzige in Maine bzw. Neuengland. F ast zwei Dutzend abgerundete, vegetationslose Hügelkuppen aus Granit erheben sich über das dicht bewaldete Umland. Der Cadillac Mountain ist mit 1530 ft (466 m) der höchste Berg im Park. Wanderer können auf Pfaden mit einer Gesamtlänge von 192 km die abwechslungsreiche Landschaft kennenlernen. Allerdings nicht an einem Tag.
Besucher können die 27 Meilen lange Rundstraße befahren, um die atemberaubende Landschaft zu genießen und dabei gelegentlich Stops einlegen um einen der Pfade entlang zu wandern, oder die Informationstafeln zu lesen. Im Besucherzentrum ist eine Audio-Casette gegen Gebühr erhältlich, die die Rundfahrt beschreibt. Der Island Explorer Shuttle nimmt Besucher bei ihrer Unterkunft oder ihrem Zeltplatz auf und befördert sie zu Sehenswürdigkeiten auf der Mount Desert Island und im Acadia National Park. Der Service wird teilweise durch Eintrittsgelder finanziert, so daß die Fahrt kostenlos angeboten werden kann. Der Shuttle Service wird von Ende Juni bis Anfang Oktober betrieben.
Ferner werden von Rangern geführte Entdeckungsprogramme angeboten. Der Park bietet Möglichkeiten zum Wandern, Radfahren und zum Entdecken der Küste. Im Winter ist Skilanglauf möglich.
Ab Bar Harbor kann man von Mai bis Oktober mit der angeblich schnellsten Fähre der Welt, The Cat Ferry, nach Yarmouth in Nova Scotia übersetzen. Wenn man etwas mehr Zeit hat als wir, so kurz vor Urlaubsende schenken wir uns die Fahrt.
Aber es ging ja um den Acadia Park, oder ? Weitere Infos: Gegründet am 26.2.1919 - 142 Quadratkilometer Fläche, damit der fünftkleinste Park der USA.
Der größte Teil Acadias liegt auf Mt. Desert Island, einem Zusammenschluß aus Park, Privatland und Küstensiedlungen. Andere Teile des Parks liegen über kleinere Inseln und eine Halbinsel verstreut. Mt. Desert Island war früher kontinentales Festland, ein granitener Gebirgsrücken am Rande des Atlantiks. Vor etwa 20.000 Jahren schoben sich mächtige Gletscher, die stellenweise 3 km dick waren, über das Bergland, schliffen die Gipfel ab, schnitten Sättel ein, hobelten Seen aus und weiteten die Täler. Als die Gletscher abschmolzen, stieg das Meer: Die Täler wurden überflutet, die Küste “ertrank”. Das voreiszeitliche Bergland wurde in die mit Seen übersäte, gebirgige Insel verwandelt, die heute wie eine Hummerschere in den Atlantik ragt.
Samuel de Champlain, der die Küste 1604 erforschte, nannte die Insel L’Isle des Monts Deserts. Die Sommergäste entdeckten Mt. Desert Mitte des 19. Jahrhunderts neu, bauten Häuser, machten ihre Yachten in felsumgürtelten Häfen fest und genossen die Ursprünglichkeit des Landes. Diese zu bewahren, stifteten sie Land für den heutigen Park, den ersten östlich des Mississippi.
Nachdem er einmal aus Landschenkungen hervorgegangen war, nahm der Park später alles an, was ihm angeboten wurde, und so wuchs er Stück um Stück. Acadias Grundbesitz war lange Zeit so zerstückelt, daß seine amtlichen Grenzen erst 1986 festgelegt wurden.
Das sollte reichen.
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