New Brunswick

Samstag - 19.8.2017
Noch 5 Tage bis zum Rückflug und ich mache mich schon auf den langen Weg back to the Airport. Ein bisschen früh, aber ich habe noch einen kleinen Umweg vor. Heute allerdings nicht, da geht’s geradeaus ca. 350 Kilometer weit. Also ne sehr kurze Strecke, weshalb ich es nicht eilig hatte aus dem Bett zu kommen. Am Tidal Bore Visitor Center wollte ich mir ansehen wie das Meer den Fluß zurück an die Quelle treibt, aber es war Ebbe und so gut wie gar kein Wasser da. Was da war waren Mücken, die sich gleich auf mich stürzten weshalb ich mich gleich wieder ins Auto stürzte.

Tidal Bore Visitor Center  Truro

Bei Tim Hortons gab’s wieder Apple Fritters, ich nahm ausnahmsweise nur 2 mit. Dabei schaute ich mir an was die Leute in der sehr langen DriveThru Schlange bestellten. Ergebnis: Kaffee. Eine Hand am Lenkrad, eine am Kaffebecher, das geht, wenn der Becher nicht zu heiß ist.

Highlight des Tages nach gut 100 Kilometern: das Welcome-Schild von Nova Scotia, schräg gegenüber auf der anderen Fahrbahnseite. Man konnte aber rüber fahren, dort gab es auch ein Visitor Center, wo ich mir eine Karte dieser Provinz holte. Sinnvoll jetzt bei der Ausreise.

Welcome to Nova Scotia

Aber zurück zum Schild. Schon beim Aufstellen des Stativs bemerkte ich gierige Blutsauger an meinen Beinen, die auch nicht abließen als ich zum Schild rannte um frühzeitig dort zu sein bevor der Selbstauslöser sein Werk tat. Und nicht nur 2 oder 3 von den Tieren, sondern ein ganzes Rudel, das mir auch um den Kopf schwirrte. Also schnell geknipst und gleich wieder zurück. Warten auf besseres Wetter hatte sich erübrigt, dann säße ich jetzt noch da.
Was die Frau mit dem Fernglas, die im Leuchtturm sitzt, beobachtet, weiss ich nicht. Ist mir auch egal....

kuck ma da

Wenn die Moskitos Blut zur Fortpflanzung brauchen, wo bekommen sie das immer her? Es gibt Milliarden von diesen Tieren auf der ganzen Welt, wo sind die Opfer? Es gibt doch menschen- und tierleere Gegenden und trotzdem sind auch da Moskitos anzutreffen. Wie machen die das dann?

 
Die Hopewell Rocks wären nochmal einen Besuch wert gewesen - falls dort zur richtigen Zeit Ebbe in der Kasse wäre. Aber leider ist dort laut Tabelle um 10:31 High Tide - und ich schätze ich wäre nicht viel später dort. Und bei dem Regen, der heute auf mich niederprasselte wäre es sowieso egal gewesen. Es regnete fast ganztägig Cats and Frogs.

it's raining cats and frogs

In Sussex bog ich dann trotz des Wetters auf den Fundy Trail in Richtung St. Martins ab, immer nur geradeaus wollte ich auch nicht fahren und ich wäre viel zu früh in Saint John, meinem heutigen Tagesziel gewesen. Ab 3 PM wäre ich da, hatte ich meinen Vermietern versprochen. Heute gibt’s wieder ein AirBnB Zimmer.

Fundy Trail

Was gab es zu sehen? Das St. Martins Lighthouse, heute als Visitor Center genutzt. Nett - aber nass.

St. Martins Lighthouse

Als Bonus war noch eine Covered Bridge namens Irish River #1 Vaughan Creek 1935.

Ich dachte ich wäre in der richtigen Richtung nach Saint John unterwegs und fuhr weiter immer geradeaus. Der Navigator hatte auch nichts dagegen.

Irish River #1 Vaughan Creek 1935.

Irgendwann kam es mir dann komisch vor dass die Entfernung immer zunahm obwohl ich angeblich richtig war. Und als die Straße dann so wie im Bild nebenan aussah habe ich doch lieber gedreht. Und plötzlich nahm die Entfernung wieder ab und alles war richtig. Fazit: traue nie einem Navi.

Da soll ich her fahren?

Wozu man so ein Ding aber auf jeden Fall gebrauchen kann: Straße und Hausnummer suchen. Meine heutigen Vermieter hätte ich ohne so ein Ding niemals gefunden. Nette Leute, ich habe ein Schlafzimmer mit Bett und Stuhl, aber ohne Tisch, und darf deshalb diese Zeilen am Wohnzimmertisch schreiben.

Aber vorher war ich noch kurz in Downtown, habe mir 2 Leuchttürme angesehen, das Saint John Coastguard Base Lighthouse und das, was daneben stand, im Market Square gegessen und mich anschließend noch mit meinen Vermietern über Urlaub in Cuba und der Karibik überhaupt unterhalten.

Saint John Coastguard Base Lighthouse

Wir müssen auch mal wieder nach Cuba.

Saint John Coastguard Base Lighthouse

 

 

Gefahrene Kilometer: 434
Motorlaufzeit: 5:52:44
Tanken: 42,537 Liter
Preis pro Liter: 1,075 $ = 0,7428 € pro Liter

Musik: Santana. Sonst nichts. Und es sind immer noch Songs für morgen übrig.
Abendessen: Fish & Chips mit speckummantelten Scallops bei Grannan’s im Market Square in Saint John. Nicht so gut wie gestern, aber akzeptabel für umgerechnet 13,60 €.
Übernachtung: Excellent Location-Private Room for Solo Traveller in Saint John. “Privater Raum” in einem Haus, dessen Besitzer dieses Mal nicht unsichtbar waren, sondern auch dort wohnten. Was mich gestört hat: wenn man abends "einen abseilen" will und die Toilette direkt neben dem Schlafzimmer der Vermieter ist. In einem Motel ist sowas unpersönlicher. Ansonsten gerne immer wieder.

 

 

 

 

 

 

 

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