Florida City

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APPETIZER

SONNTAG, 25.01.2026:

The same procedure as last year. Genauer gesagt, wie vor zehn Wochen auf unserem Weg zu den ABC-Inseln: Schlafen im Hotel in Düsseldorf, früh wecken, ab zum Einchecken und erst mal nach Amsterdam.

Flüge nach Miami haben wir mit KLM gebucht, direkt ab Düsseldorf kommt man ja so gut nirgendwo mehr hin, also ist ein Umsteigen in Amsterdam nötig. Da wir 4 Tage vor der Cruise fliegen bleiben wir in der Nähe von Miami und fahren etwas durch die Gegend.
In Düsseldorf wollte ich die Kofferanhänger schon am Abend vorher an den Automaten ausdrucken, es konnte mir bei KLM aber telefonisch niemand sagen, ob das möglich ist und die Flughafentelefonnummer war nicht besetzt. Also ließ ich mich überraschen.

Die Nacht vor dem Abflug verbrachten wir, wie so oft, im örtlichen Maritim und zelebrierten das Abendmahl beim Chinesen im Flughafen in Form von Crispy Duck und dem Sparmenü Nr. 6. Anschließend noch 2 örtliche Altbiere beim REWE erstanden und den Karnevalisten im Hotel zugesehen.

Der Kofferanhängerausdruck war erst 3 Stunden vor Abflug möglich, falls jemand danach fragen sollte.

karnevalmaritim

Morgens, bei der Kofferabgabe am Schalter, sollte ich noch 70 € für einen Koffer zahlen. Ich hatte den Light-Tarif, ohne alles, gebucht und für Uli einen Koffer zusätzlich. Durch meinen Skyteam Elite Plus Status ist ein Aufgabegepäck bis 23 kg inklusive, das wusste das örtliche System aber anscheinend nicht. Eine Kollegin hatte uns beobachtet, kam dazu, tippte ein paar Buchstaben in den PC und der Fall war geklärt. Es ist immer gut, wenn kompetente Personen vor Ort sind.
An der Security war nichts los, nach 5 Minuten waren wir durch, in der Hugo Junkers Lounge gab es ein kleines Problem, weil mein Status nicht auf der Bordkarte vermerkt und deshalb auch nicht im System war, wie auch schon beim CheckIn. Zum Glück hat mir SAS eine physische “richtige” Karte zukommen lassen, mit der uns dann der Zugang gestattet wurde.
Drinnen einen Cappucino und einen Whiskey getrunken, dann wurde schon zum Boarding aufgerufen.
KLM Cityhopper lässt einige Flüge von German Airways durchführen, die heutige D-AWSI fehlte mir noch in meiner Airlinesammlung. Der Sitzplatzabstand in der Embraer E190 war akzeptabel, was bei einer Flugzeit von 31 Minuten aber nicht wirklich wichtig war.

klm262Durch den früheren Flug sind wir in AMS fix durch die Passkontrolle und beim Frühstück in der Lounge. Die Zeit holen wir aber direkt wieder rein, denn der Flieger nach Miami hat ein kleines technisches Problem. Ich beobachte aus dem Bullauge, wie die das halbe Triebwerk auseinander montieren, was das Tanken verzögert und uns in der Enteisungsanlage hintanstellen lässt. Das alles kostet uns in Summe zwei Stunden, genau die Zeit, die wir früher unterwegs waren. Hach, was hätten wir stattdessen noch Schönes anstellen können, zum Beispiel länger schlafen. Durch die zwei Stunden Verzögerung wird der „Flug“, also das Sitzen im Flugzeug, noch viel länger und unerträglicher. Und wie jedes Mal beschließen wir, uns daran zu erinnern, nie wieder so lange Flüge zu unternehmen. Maximal vier Stunden, das ist weit genug. Oder als Rückflug von einer Schiffsreise. Mal sehen, wie lange es dauert, bis wir das wieder vergessen haben.
2 1/2 Stunden nachdem wir den Flieger betreten hatten startete die PH-AKB mit dem schönen Namen “Piazza Navona Roma” zum 9:42 Std. langen Flug nach Miami. Der Sitzplatzabstand war dank Economy Comfort recht angenehm, das ausgegebene Essen in Form von Pasta und Meatballs erträglich.

De-icing Amsterdam Airport

Nach 12 Hertz Miami Airport Car Rental Centerim Flieger verbrachten Stunden hatten wir in Miami endlich wieder Land unter Füßen. Die Einreise ging schnell und problemlos, auch ohne die MPC App, die vor Ort nicht funktionierte und es auch gar keinen speziellen Zugang gab. Die Koffer kamen recht schnell, sodass ich Hoffnung hatte, noch vor Sonnenuntergang an unserem Hotel anzukommen.
Der Miami-Airport wird umgebaut und aus dem sonst ganz angenehmen Weg zum Metro Mover wird eine Weltreise quer durch den gesamten Flughafen. Der Weg ist so lang, dass wir denken, wir hätten gleich zum Car Rental Center laufen können. Und die Schlange bei Hertz ist so lang, dass es Volker doppelt ärgert, dass der Online-Check-In nicht funktioniert hat. Zudem sind von den 15 Schaltern nur zwei besetzt. Zeit für mich, mich zu entschwitzen. Was aber wirklich fatal ist, dass Hertz keinen Shuttle mehr zum Miami Port betreibt. Das heißt, wir haben jeweils eine Lücke zwischen Auto abgeben und Onboarding, sowie vom Ausschiffen zum nächsten Leihwagen. Vielleicht sollten wir zukünftig nicht nur die ewig langen Flüge streichen, sondern gleich ganz auf selbstorganisierte Urlaube verzichten?

Die Fahrt zu unserem Bett für die nächsten 4 Nächte begann passend zum Einbruch der Dunkelheit und im Stockdustern erreichten wir das Fairway Inn in Florida City um kurz vor 7 PM. Der eigentlich geplante Besuch im örtlichen Steakhouse fiel wegen Müdigkeit aus, nur der nebenan liegende Burger King wurde kurz auf ein paar Whopper besucht.

Fairway Inn

MONTAG, 26.01.2026:

Unsere Unterkunft, das Fairway Inn in Homestead, ist eine schöne alte Motel-Anlage mit großzügigen Außenanlagen, Picknicktischen und Poolbereich. Von Zimmern und Interieur ist der Lack ab, aber es ist alles noch in Schuss. Vielleicht sind wir in Deutschland auch nur verwöhnt, weil Altes grundsätzlich ausgetauscht wird, ob es noch funktioniert oder nicht. In USA streicht man einfach über und gut ist. Einzig das Frühstück ist zu bemängeln. Wo früher ein typisches Motel-Frühstück mit Waffelautomaten stand, ist heute nichts mehr. Man bekommt nur noch mager abgezähltes in braunen Tüten in die Hand gedrückt.

Fairway Inn

Also frühstücken wir im Waffle House, das noch ein bisschen älter scheint als das Fairway Inn. Ein kleiner simpler Laden, der hauptsächlich aus Theke besteht, von der aus man den Köchen bei der Arbeit zusehen kann. Alles ist so alt und schäbig, in Deutschland wäre sowas seit 30 Jahren geschlossen. Das Personal ist super-freundlich und das Frühstück ist nicht nur ganz frisch zubereitet, sondern auch saulecker.

Im Walmart ist es auch für Einheimische erschreckend voll. Uns ist es egal, dass wir mal wieder an der langsamsten Kassenschlange stehen, wir haben Urlaub.

Waffle House Florida City

Dagegen ist es im Biscayne Nationalpark erfreulich leer. So schön – und so eine Ruhe. Wir hätten Schnorchelsachen mitnehmen sollen. Aber in dem flachen klaren Wasser sieht man Fische und Krabben auch vom Steg aus.
 

Biscayne National Park

Apropos Steak…
Die Steaks im Texas Road House waren ganz hervorragend, obwohl mich das Eiltempo, in dem wir bedient wurden, ein bisschen vom Genuss ablenkte.

Texas Roadhouse2

DIENSTAG, 27.01.2026:

Tags drauf geht’s nach dem Frühstück in den Everglades Nationalpark. Einen bis März gültigen Nationalparkpass haben wir noch, so sparen wir die 35$ Eintritt.
Das nächste und mir liebste Ziel dort ist der Anhinga Trail, ein Boardwalk-Loop, einen knappen Kilometer durch das Feuchtgebiet mit seiner unglaublich vielfältigen Tierwelt. Von der man unter dem dichten Blattwerk nicht viel zu sehen bekommt. Man braucht Geduld und ein gutes Tele um die wenigen Sichtungen einfangen zu können. Egal, ich finde es hier wie immer schön. Und heute ist es aufgrund des frischen Windes auch weder zu voll noch zu heiß.

Eine Bildergalerie aus den Everglades habe ich hier vorbereitet.
 

Anhinga Trail

Royal Palm

Abendessen gab’s nach langer Zeit mal wieder in Golden Corral. Es gibt Schlimmeres.

Golden Corral26


MITTWOCH, 28.01.2026:

morgens 9 Uhr in Homestead und 11 °C. Gut, das ist immer noch wärmer als zuhause und immerhin schneefrei, aber es ist für kurze Hosen und nackte Füße eindeutig zu kalt.

Vor unserem Abflug am Sonntag standen 53 Bands fest, von denen ich 26 unbedingt und 14 vielleicht sehen möchte. Während wir am Flughafen Düsseldorf auf das Öffnen der Lounge warten, werden drei weitere Bands angekündigt und damit stehen noch vier Bands aus. Im Grunde hoffe ich, dass da nichts mehr für mich bei ist, denn alleine die 40 Bands sind schon recht sportlich für vier Tage.
Nach unserer ersten Nacht in Homestead sind wieder drei Bands zu beurteilen. Zum Glück ist keine weitere für mich dabei.
Und einen weiteren Tag später ist Band Nr. 60 angekündigt, warten wir also nur noch auf die Running Order, um sie im Motel ausdrucken zu können.
Am Mittwoch erfahren wir, dass die Wettervorhersage für unsere Cruise nichts Gutes verheißt. Für die Zeit unserer Kreuzfahrt, insbesondere für die Halbzeitpause am Samstag auf den Bahamas, ist so schlechtes Wetter angekündigt, dass der Zwischenstopp auf Freitag vorverlegt werden muss, was natürlich die Running Order über den Haufen wirft. Die zwei Tage können wohl nicht einfach so getauscht werden, lassen wir uns also überraschen.

Um die Mittagszeit wurde die Running Order frei gegeben.
Da wir sie nicht im Motel ausdrucken lassen konnten, fuhren wir zur nächsten Bibliothek - 7 Meilen entfernt, da lernten wir auch gleich etwas von der näheren Umgebung kennen. In der Naranja Branch Library brauchten wir nur den Stick in einen PC stecken, die Datei aussuchen und an der Kasse 10 Cent pro Seite zahlen. Die Running Order konnten wir dann in doppelter Ausfertigung aus dem Drucker holen.
Wir haben gerne etwas Handfestes, wo wir etwas eintragen und im Voraus plus- und minussizieren können. Immer das Heftchen oder ein Handy zur Planung mitschleppen machen wir nicht so gerne und auf die Tagesplanung, die abends auf dem Bett liegt, ist kein Verlass und es ist auch zu spät, falls man eine Band schon verpasst hat.

Was gab es noch Unwichtiges?
Frühstück im IHOP, das Abendessen wurde noch einmal im Golden Corral zelebriert. Keine weiteren besonderen Vorkommnisse, wir wissen beide nicht mehr, was wir noch an diesem Tag getan haben.

 

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