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31.01.2026
10:00-10:45 - Pool Deck
1. Hiraes: keine großen Musical Gesten, wie von den anderen Sängerinnen, sondern reinrassiges und herzerwärmendes Cripper-Gegrunze. 
Um 10 Uhr morgens enterten Hiraes die Bühne. Grunzerin Britta Görtz war schon 2x mit ihrer früheren Band Cripper an Bord, mittlerweile ist sie durch ihren Job als Ersatzfrontfrau bei Heaven Shall Burn und ihre Mitarbeit am neuen Kreator-Album weltbekannt. Hier war sie in aller Frühe das wilde Tier, der man nicht nur ihren Spaß ansah, sondern die auch das Publikum mitriss und einen tollen Auftritt aufs Parkett legte. Die Band natürlich auch, aber die Musiker kennt ja niemand. 
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10:45-11:30 - Royal Theater
2. Darkane: gut, aber ich vermisse die Melodic. 
Ich weiß, dass ich mir dieses Konzert angesehen habe, kann mich aber an nichts mehr erinnern, deshalb keine Wertung.
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11:30-12:15 - Pool Deck
3. VBO: Das ? unter den Bands, ein Ableger von Windrose, über das nichts weiter bekannt ist. Der Sänger ist kurzatmig und braucht nach jedem Lied ne Pause. Musikalisch eher Pop 
Nach Darkane spielten VBO (Vice Business Only) zum Tanz auf. Von dieser Band war außer dem Namen und der Besetzung nichts bekannt, außer der Beschreibung der Plattenfirma: VBO vereint retrofuturistischen Synthwave mit Rock und Metal und verschmilzt klassische Vibes mit moderner Produktion. Das Projekt lässt sich von Legenden wie Depeche Mode, Tears for Fears, Daft Punk, Justice und vielen anderen inspirieren. Stellt euch Scarfaces lässigen Stil vor, gepaart mit dem pulsierenden Herzschlag eines Cyberpunk-Künstlers – stylisch, extravagant und unverschämt gewagt.
Nach diesem hochtrabenden Text kann man nur gespannt sein, es gab bisher nirgendwo auch nur ein Schnipsel Musik zu sehen oder zu hören, hier und jetzt war ihr erstes Konzert. Francesco Cavalieri ist Sänger bei Windrose und Simone Giusti ist ein “Elektro-Soundarchitekt”, was auch immer das bedeutet. Geboten wurde Musik, die mit dem alten Spruch “zu einem Ohr rein, zum anderen raus” beschrieben werden kann, nur der gute alte Duran Duran Titel “Wild Boys” ist hängen geblieben. Das Interessanteste war die Bass-Keyboard Kombination des Musikers auf der rechten Seite, über die Stimme des Sängers decken wir den Mantel des Schweigens. 
Video gefällig: Fire Fire - Lovers on the Rock, hier merkt man wie sich die Stimme ohne Bandeinspielung anhört.
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Wir entflohen nach 20 Minuten dem recht kalten Wind, gingen zum Frühstück ans Buffet und trafen anschließend Andy Piller, den Veranstalter, mit dem wir uns ein paar Minuten unterhielten. Ausnahmsweise konnten wir ihn diesmal nur loben, es gab frühzeitig viele Bandankündigungen, die Organisation war wie immer problemlos und für das schlechte Wetter konnte er nichts. Er bedankte sich, erwähnte aber, wie bei jedem Treffen, dass ihm Kritik li eber wäre, dann wüsste er, was es noch zu verbessern gäbe. Dazu fiel uns zum ersten Mal nichts ein. Aber wir haben ihn oft genug ausgeschimpft, speziell in den ersten Jahren. Ein gemeinsames Foto durfte wie in vielen vorherigen Jahren nicht fehlen und weg war er wieder, es gab viel zu tun.
Zwischenzeitlich haben wir den Skipper getroffen, der ist im Stress, weil ein Sturm aufzieht. Dabei dümpeln wir die ganze Zeit an der Küste vor Miami herum, und man sollte meinen, da ist es ruhig. Ebenso ist er frustriert, weil einige Bands nicht vollständig erschienen sind und mit Bordmitteln aufgefüllt werden müssen. Aber, so denke ich, das ist sein Job: ein Sack Flöhe hüten. Er macht sich Sorgen um die Fans, die enttäuscht sein könnten. Ich bewundere, wie all die Probleme, und es sind sicher noch viele mehr, im Hintergrund gelöst werden, ohne dass wir Passagiere davon etwas mitbekommen.
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13:00-13:45 - Pool Deck
4. Ignea: das Wetter ist schlechter und Ignea kanns auch nicht retten. Nicht mein Fall, war auch nicht zu erwarten. 
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13:45-14:30 - Royal Theater
5. Royal Hunt: ein 2. Set, Musik ist ja genug vorhanden, der Ersatzsänger hatte sich viel zu merken. Auch hier war seine Stimme und Art zu singen nicht passend, aber was will man machen? 
Royal Hunt zum zweiten, anfangs vor fast leerem Saal, der sich aber im Laufe des Konzerts füllte. Die Band spulte nicht das Programm vom Vortag ab, sondern brachte 3 weitere Stücke zu Gehör. Ich hatte mich an die Stimme von Mark Boals gewöhnt, der ja nicht nur Ersatz für DC Cooper war, sondern bereits auf mehreren Veröffentlichungen der Band gesungen hat, erstaunlicherweise aber nicht bei den hier gespielten Songs. Das Einüben des Gesanges war wohl einfacher als eine komplett neue Setlist zu proben. 
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14:30-15:15 - Ice Rink
Nach Royal Hunt schaute ich kurz im IceRink bei Satan vorbei und war positiv überrascht. Eingängige NWOHM-Songs mit zweistimmigen Gitarrensoli hatte ich nicht erwartet, Sänger Brian Ross hielt sich eher zurück, der Gesang bestand aber auch hauptsächlich aus Krächzen und störte eher. Die beiden Gitarristen spielten ein fantastisches Solo nach dem anderen. Die Band will ich noch einmal sehen, auch Uli, die im Theater auf Orden Ogan wartete, wird begeistert sein. 
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15:15-16:00 - Royal Theater
6. Orden Ogan: ebenfalls mit Ersatzsänger, was hier aber nicht so extrem auffällt. Aber es fällt auf.  
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16:00-16:45 - Pool Deck
Uli blieb nach der Show im Theater, ich schaute mir im eiskalten Wind auf der Poolbühne Gus G. mit seiner Band Firewind an. Guter Sound, ein perfekter Sänger und Gus ist sowieso über jeden Zweifel erhaben. Wenn es nicht so kalt gewesen und ich nicht so ein Weichei wäre, im Gegensatz zu den Jungs und Mädels, die fast nackt im Pool plantschten, wäre ich bis zum Schluss geblieben, aber so zog es mich wieder ins warme Theater. 
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16:45-17:45 - Royal Theater
7. Soilwork: fantastische und gleichzeitig solide Erdarbeiten, und zwischendurch kommt das Nightflightorchester durch, mein bislang bestes Konzert.   
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18:45-19:45 - Royal Theater
8. Beast in black: ohne Gitarrist (krank), wenn Eunuchen fluchen... Schlagermetal oder Metalschlager mit viel zu hoher Stimme, aber die Bauern jauchzen, der Saal ist voll und voller Randale. 
Ich hatte ein paar Songs der Band vorgehört und erwartete eine Mischung aus Sabaton und Battle Beast. Aber es war schlimmer, viel schlimmer. Übelste Popmusik auf Wolfgang-Petri-Level, Musik und Stimme kamen größtenteils vom Band. Ganz knapp 
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19:45-20:30 - Star Lounge
Nach Beast in Black brauchten meine Ohren etwas Entspannung, hier durch Hour of Penance mit italienisch brutalem Death Metal. Genau richtig, um wieder runter zu kommen, wenn auch nur für 2-3 Songs. 
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20:45-21:45 - Royal Theater
9. Dark Tranquility: schön, wie immer, aber ich kann mich gar nicht erinnern, ich wurde geblitzdingst. 
Immer wieder schön zu sehen und zu hören, wie begeistert Mikael Stanne bei allen seinen Bands ist. Eine seiner Nebenbands, Cemetary Skyline, war ja auch an Bord, die wir aber leider bei beiden Konzerten verpasst haben. Musikalisch feinste Ware, nur die dauerhaft blitzenden Stroboskope störten. 
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23:45-0:30 - Ice Rink
Nach dem Abendessen, heute mal wieder am Buffet, bisher haben wir uns zu Hungerzeiten hauptsächlich von Pizza Slices ernährt, schaute ich noch bei Bloodred Hourglass im Ice Rink vorbei. Geboten wurde melodischer Death Metal, hat mir sehr gut gefallen, die würde ich mir auch im örtlichen Matrix ansehen, wenn die Band mal vorbei schaut. 
Apropos Essen: über die Mahlzeiten im Restaurant können wir nichts sagen, wir hatten keine Zeit, stundenlang zu warten, bis uns etwas serviert wird, gegessen wurde am Buffet oder bei Sorrento’s Pizza.
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0:00-1:00 - Pool Deck
Wind Rose am eiskalten Pool. Sänger Francesco war viel besser bei Stimme als heute Morgen mit VBO, was wohl an den Einspielungen vom Band lag. Seine Stimme war auch zu hören, wenn er das Mikro werweißwo hielt. Nette Popmusik, gute Verkleidungen, aber nach 20 Minuten war ich durchgefroren und bettreif. 
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Bei fast allen Bands das gleiche Ritual: pünktlich zu Konzertbeginn geht erst mal das Licht aus – womm, dann kommt eine Einlaufmusik vom Band, wahlweise mit Lichtspots – jaaa und/oder Nebel, als erster kommt der Schlagzeuger auf die Bühne, setzt sich und wirbelt mit den Stöcken, die Gitarren-/Keyboardspieler folgen in Reihe und die Musiker beginnen zu spielen, zum Schluss kommt der Sänger mit Gesang hinzu. Jeweils unter mehr oder weniger tosendem Applaus.
Der geneigte Zuschauer aus den oberen Rängen wundert sich, wenn unter ihm die Menge anfängt im Kreis zu laufen oder zu hüpfen oder sich gegenseitig zu schubsen. Und der untere Zuschauer bringt sich in Sicherheit. Und über diesem ganzen Gerangel lassen sich immer wieder Leute über den Köpfen hinweg von Hand zu Hand Richtung Bühne transportieren. Mitten auf dem besten Platz vor der Bühne, wo man eigentlich einen guten Blick auf die Band hat. Kindergeburtstag für Partypeople, die nicht wegen der Musiker dabei sind. Die Musik kann dabei auch vom Band kommen statt von einer Band.
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Wen haben wir heute nicht gesehen? Wolf, Heathen, Minipony, Ad Infinitum, Ereb Altor, In Mourning, T.H.E.M., Tribulation, Haggard, Jag Panzer, Paradise Lost, In Virtue, Persefone, Eluveitie, Groza, Trick Or Treat, Wind Rose, Hirax, Insomnium, DØDHEIMSGARD, Arkona, Vader, Rhapsody Of Fire, Saturnus, Skeletal Remains, Izegrim.
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