Los Alamos

Ab dem Bandelier NM waren es nur wenige Meilen bis Los Alamos, der ehemals geheimsten Stadt der Welt. Hier wurde in den 1940er Jahren die erste Atombombe entwickelt.

Auch heute kommt man nicht einfach so in die Stadt, sondern muss durch eine Kontrolle, die sich allerdings auf ein freundliches “How are you doing” und bei der Ausreise auf ein “Have a nice Day” beschränkt.

Welcome to Los Alamos

Die Stadtplaner haben sich nette Straßennamen einfallen lassen.....

Bikini Atoll Rd.

Im Bradbury Science Museum begriff ich anhand der Austellungsgstücke das Wortspiel in der Textzeile " how can i save my little boy from Oppenheimer's deadly toy" aus dem Song "Russians" von Sting, falls sich noch jemand daran erinnern kann.
"Little Boy", die erste Uranbombe (Uranium Bomb), war allerdings in ein anderes Museum ausgeliehen, es war nur eine Replica von "Fat Man", der ersten Atombombe, zu bestaunen. Die Amis waren auch in den 40er Jahren schon Meister darin, den schrecklichsten Dingen liebliche Namen zu geben.

Bradbury Science Museum

Ich bin im Geschichtsunterricht nie weiter als bis zu den alten Griechen gekommen und hatte eigentlich keine Ahnung, was in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts so passiert ist. Aber jetzt weiß ich, wie groß die Atombombe war, die auf Hiroshima geworfen worden ist.
Die ganze Gegend, sowohl in Los Alamos als auch der Ort der ersten Bombenzündung namens Trinity, im White Sands National Park, sind auch heute noch ziemlich strahlenbelastet, natürlich wird das von den Behörden nicht zugegeben. Weitere Infos über Los Alamos und das Manhattan-Projekt gibt es bei Wikipedia.
Heute wird in Los Alamos weiterhin geforscht, die Kernwaffen werden aber per Simulation getestet, z. B. mit RoadRunner, dem supersten Supercomputer dieser Tage.

Fat Boy

Über die State Road Nummer 4, den Jemez Mountain Trail, fuhr ich weiter westlich.
Valles Caldera ist ein riesiger Vulkan - einer der kleineren in der Supervulkangröße - im Herzen der Jemez Mountains. Valle Grande ist das größte Grasstal. New Mexicos? Amerikas? Der Erde? Keine Ahnung....

Valle Grande

Diese Formationen erinnerte mich an die Tent Rocks etwas weiter östlich. Ich fragte im Jemez State Monument Visitor Center nach, ob man die Steine besichtigen könne, bekam aber eine negative Antwort. Private Land, sorry.....

Tent Rocks ?

Kurzer Blick auf den Soda Dam, entstanden aus Mineralablagerungen.
Die ersten “richtig” roten Steine waren dann in Jemez zu bewundern, leuchtend in der Vormittagssonne. Herrlich.....

Die Strecke ab Albuquerque oder Santa Fe durch die Jemez Mountains mit Abstechern zum Bandelier NM, Los Alamos, der Ojito Wilderness Study Area, den Rio Rancho Badlands, den Rio Puerco Rock Formations und Kasha Katuwe ist eine sehr empfehlenswerte Tagestour, würde ich sagen.....

Soda Dam

Die ersten roten Steine - in Jemez

Die nächsten 100 Meilen auf der I-40 ab Albuquerque waren welche von der langweiligen Sorte. Immer geradeaus...
Irgendwann meldete sich mein Magen und signalisierte Hunger. Bei der nächsten Möglichkeit wollte ich anhalten und etwas essen. Leider war nur ein McD-Schild zu sehen, weshalb ich weiterfuhr. Nach 50 Meilen der nächste Rastplatz - wieder mit McDoof. Egal - ich werde die Pampe irgendwie reinwürgen. Und so kam ich in den zweifelhaften Genuss eines Double Quarterpounder mit Cheese - ein Foto gibt’s nicht, das wäre zu ekelhaft...

100 Meilen geradeaus....

 

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