Vorspann

Bevor es los geht ein paar Danksagungen:
An Uli, die mich alleine in die weite Welt gelassen und zu Hause auf Haus und Hof aufgepasst hat.
An Stefan, der mir die wunderbare Animation auf der Startseite und das Logo gestaltet hat.
An Silke, Gerd, Tom und Christian, die mir bei der Vorbereitung geholfen haben.

Ich habe in letzter Zeit von einigen Orten gelesen und gehört, die ich bisher noch nicht besucht hatte und hole das in diesem Urlaub nach. Da ich bestimmt sehr viele Hoodoos sehen werden, war nach “Hoodoo You Do” im Jahr 2004 der Name “Hoodoo You Two” naheliegend.
Kenne ich eigentlich alles? Wenn nicht, will ich noch etwas sehen, was ich bisher noch nicht kenne? Reicht es nicht langsam mit meinen USA-Besuchen?
NEIN.
Ich habe mal wieder Lust sowohl dem Hoodoonismus frönen als auch die farbige Welt des Südwestens zu besuchen, z. B. White Sands - Blue Canyon - Yellow Rock - White Pocket - Red Cliffs. Mesa Verde passte farblich noch dazu, wo ich aber nicht hin will.....

 

 

Uli möchte im Moment lieber ruhigere Urlaube machen, nicht jeden Tag umziehen, keine langen Fahrten, weshalb ich mal wieder alleine auf Tour fliege.
Spannende Frage vorher: Wohin? Zurück ab Las Vegas, das war einfach, aber hin? Tucson, El Paso, Albuquerque und Denver waren in der engeren Auswahl.
Die Carlsbad Caverns und White Sands hätte ich gerne (schon zum 3. Mal, aber dann zum 1. Mal richtig) gesehen, über Albuquerque und Farmington ist man dann ruckzuck in Page, Uli’s Unlieblingsstadt. Hinflugort deshalb: El Paso, relativ nah an Carlsbad. Mit Delta über Atlanta gut fliegbar....

 

 

Sitzplatzabstand Platz 20 BAbflug in Düsseldorf fast pünktlich um 9:55, Flugzeit nach Atlanta 9:14 Std. Ich saß wie immer auf Sitz 20 B am Notausgang mit angenehmer Beinfreiheit. Die Temperatur im Flugzeug war - wie bei Delta üblich - knapp über dem Gefrierpunkt, deshalb sind ausnahmsweise nicht meine wohlgeformten Knie, sondern eine lange Hose zu sehen. Neben mir saß ein Ami, der nach Hause flog und 96 "Kinder-Eggs" für die Geburtstagparty seiner beiden Gören bei hatte.
Erstaunlich, dass man sowas durch die Handgepäckkontrolle kriegt, das Zeug ist doch bestimmt ähnlich gefährlich wie Gel oder Shampoo.
Nach der Landung ließ ich mir viel Zeit, ging ganz langsam, besuchte die Resträume, um wieder ein Gefühl für amerikanisches Toilettenpapier zu bekommen und kam am Immigrationsrondell an, als die ersten Schalter an der anderen Seite geöffnet wurden. Wer es so macht, muss sich nicht in die lange Schlange stellen, in die man geschickt, wird wenn man früher da ist.
Die unfreundliche Immigration Offiziöse fragte mir noch mehr Löcher als gewöhnlich in die Socken.
Nachdem sie die vielen USA-Einreisestempel in meinem Pass gesehen hatte, ging es los:
Wann ich das letzte Mal im Land war, was mein Beruf ist, wieviel ich verdiene, wie viele $$$ ich mit habe, warum ich so oft in die USA komme, ob ich Verwandte im Land habe.
Dann wollte sie mein Rückflugticket sehen.
Papiertickets gibt es bekanntlich nicht mehr, ich gab ihr deshalb den Ausdruck meiner Reisebestätigung.
Wo denn das Ticket wäre.
Ich erklärte ihr, dass es sowas heutzutage nicht mehr gäbe und jeder mit E-Ticket fliegt, papierfrei.
Sie sah mich nur verständnislos/gelangweilt an.
Dann ging es endlich weiter.
Linker Zeigefinger, rechter Zeigefinger, nicht in die Camera lächeln.
Sie malte noch ein grosses A auf meine Zollerklärung und ich war im Land des unbegrenzten Blödsinns.
Der Koffer war mittlerweile schon da, beim Zoll wurde ich zur Agricultural Control geschickt, wie vor mir zwei weitere Leute, die ein A auf dem Schein hatten.
Die Zollmieze dachte also, ich würde gefährliche, explosive Würste oder Früchte einschmuggeln.
Das hochexplosive Shampoo und die brandgefährliche Sonnencreme wurden im Kommt mir irgendwie bekannt vor.Koffer akzeptiert, mittlerweile achte ich ja darauf, dass diese Sachen nicht im Handgepäck sind.
Mir war alles egal, ich hatte noch 4 1/2 Std. Zeit bis zum Weiterflug. Diese verbrachte ich mit einem Sam Adams und Sizzling Chicken & Cheese bei TGI Friday in Terminal E, dann ging ich zu den anderen Terminals, um mir den Flughafen mal in Ruhe anzusehen.
Es gibt überall etwas zu futtern, an jeder Ecke eine Sportsbar oder ein Starbux sowie jede Menge Geldautomaten.
Aus einem davon zog ich mir das erste Urlaubsgeld und bewunderte eine mir bekannte Landschaft.
Den Rest der Zeit verbrachte ich mit auf- und appigem Spazierengehen - bis die Socken qualmten, und dem Schreiben dieser Zeilen.

In einer Sportsbar wurde das Champions League Endspiel ManU:Chelsea gezeigt. Ich sah mir die 2. Verlängerung und das Elfmeterschießen an.
Das Heulsusenweichei Ronaldo hat seinen Elfer zwar verschossen, aber ManU trotzdem gewonnen. Die Amis haben bei jedem Tor gejubelt, auch wenn sie nicht wussten, worum es überhaupt ging.
Abflug nach El Paso pünktlich um 6:49 - Ankunft um 7:39 Ortszeit, nach 2:50 Std. Flug, bei dem ich langsam müde wurde. Ich hatte ein kostenloses Upgrade in die 1st Class bekommen, dort aber weniger Platz als in der Exitreihe des vorherigen Fluges. Immerhin gab es Essen und Trinken umsonst.

Sitzplatzabstand 1st Class in einer Delta MD 88

Die Landschaft unter mir war die ganze Zeit über gut zu erkennen. Erst grün, dann gelb, dann nichts mehr.
Im Gegensatz zum Landeanflug auf Las Vegas, wo es aussieht wie auf dem Mars, mit ein paar bunten Stipsern, sieht Texas einfach nur nach nichts aus, gar nichts.
Völlig tot.

 

Bis der Koffer da war, hab ich bei National den Schriftkram erledigt und bekam einen grauen Jeep Grand Cherokee zugewiesen, ohne 4WD.

Das Lone Star Inn, das ich über hotels.com gebucht hatte, entpuppte sich als übelste Absteige, was aber für eine Nacht nicht schlimm war.
Im nebenannigen Big K habe ich endlich mal wieder Arrowhead, mein Lieblingswasser gesehen und gleich 2 Sixpacks mitgenommen. Und eine Kühlbox.

Welcome to El Paso

Die Temperatur war nicht so, wie ich es erwartet hatte. Keine extreme Hitze sondern angenehmes Wetter, sogar mit kühlendem Wind. Die Hitzewelle der vergangenen Woche scheint weiter gezogen zu sein....

Gute Nacht.....

 

 

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