Joshua Tree NP

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Wir haben normalerweise keine grossen Probleme mit dem Jetlag und werden nicht schon kurz nach Mitternacht wieder wach am ersten Urlaubstag. Um 6 Uhr war es aber soweit, wir waren Zähne putzmunter und machten uns auf den Weg zu unserem heutigen Ziel Phoenix.
In Palm Springs durchzuckte uns der kleine Hunger den wir mit einem Frühstück im örtlichen IHOP besänftigten. 

Der kleine Hunger - den wir mit einem Frühstück im örtlichen IHOP besänftigten.

Was uns schon auf den ersten paar Meilen dieses Urlaubes aufgefallen ist: Die Amis fahren irgendwie Blick von Palm Springs auf die umliegenden Berge - das Bild hat nichts mit dem nebenstehenden Text zu tunanders Auto als früher. Nicht mehr mit stabiler Geschwindigkeit stur geradeaus sondern mit willkürlichen Tempo- und Spuränderungen, viele zickzacken wild herum. Der Grund: Man achtet beim Fahren nicht auf die Straße sondern hat mindestens eine Hand am Smartphone und tippt oder scrollt damit rum. Innerstädtisch ist es ganz schlimm, da sind an einer roten Ampel teilweise alle Fahrer/innen um einen herum mit diesen Dingern beschäftigt und merken gar nichts mehr von ihrer Umwelt. In der Welt außerhalb der Autos ist es noch schlimmer. Das Handy ist nicht mehr in einer Tasche am Gürtel sondern wird in der Hand getragen und alle 10 Sekunden geschaut ob es etwas Neues gibt - oder wasweißich wonach man sieht. Ist es in Deutschland ähnlich und ich merke es nur nicht weil ich mich nicht so um andere Leute kümmere bzw. nicht so viel unterwegs bin?

Ich hatte den Joshua Tree Park als recht langweilige Sache in Erinnerung. Ein paar Bäume, ein paar Steine, Kakteen, deren Stacheln in den Füßen stecken bleiben. Eigentlich wollte ich nur das Parkeingangsschild knipsen - stellte dann aber fest dass es ein wunderbarer Park ist, der uns beiden sehr gut gefallen hat. Im Nachhinein hätten wir hier einen ganzen Tag verbringen sollen, mindestens.

Joshua Tree National Park

Uli schreibt dazu:


Abstecher in die Wüste.
Stachelige Pflanzen, stechende Tiere und stichelnde Sonne. Das hört sich nur für Fakire gemütlich an. Dennoch kann auch eine auf den ersten Blick trostlose Landschaft für Zartbesaitete ihren Reiz haben.

Joshua Tree National Park

Veronika, der Spargel wächst.
Den Anfang machten wir mit dem Joshua-Tree-Nationalpark. Hier kriegt man gleich zwei Wüsten für den Preis von einer: Mojave- und Colorado-Wüste gehen hier ineinander über. Hardcore für Wüste Liebhaber, Yucca-Freunde und Felsenkletterer. Da die ungewöhnlichen „Bäume“ nicht nur in dem nach ihnen benannten Park leben, sondern auch sonst überall am Wegesrand vor sich hin wachsen, fragt man sich, wozu extra in den Nationalpark?

Joshua Tree National Park

Doch Versuch macht kluch und nun weiß ich, erst in Kombination mit den interessanten Felsformationen kommen sie richtig zur Geltung. Die Joshua-Trees (Volker dachte früher das wäre ein Album von U2), die irgendwie wie eine vergrößerte Version unserer Zimmer-Drachenbäume aussehen, wirken nur aus der Ferne so hübsch puschelig. Wenn man ihnen zu nahe kommt zeigen sie ihre wahre Natur: stachelig wie Stacheldraht.

Joshua Tree National Park

Joshua Tree National Park

Aber die Ähnlichkeit mit unseren Zimmerpflanzen ist nicht zufällig. Tatsächlich gehören beide zur Familie der spargelartigen Agavengewächse (oder agavenartigem Spargel). Hammwer wieder was gelernt….

Die vielen Kletterer im Park scheint das jedoch nicht zu interessieren. Die wollen nur glatte Felswände bezwingen, von denen es jede Menge mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden gibt. Ist mir auch recht. Wenn alle wie Geckos an der Senkrechten kleben, steht mir niemand beim Knipsen vorm Motiv.

Joshua Tree National Park

 

 

Einer Legende nach haben die Bäume ihren Namen von Mormonen erhalten, die durch das Land zogen. Die verzweigten Äste sollen sie an den Priester Israels Josua erinnert haben, der seine Arme gen Himmel ausstreckte. Was man leicht denken kann, wenn man wochenlang durch die heiße Wüste gezogen ist und sich den einen oder anderen Sonnenstich geholt hat.

Joshua Tree National Park

Zur Besänftigung unseres Wandertriebes haben wir uns den Hidden Valley Trail ausgekuckt. Ein 1,6 Kilometer langer Rundweg ohne Steigungen - das hört sich wie für uns geschaffen an.
Alle paar Schritte gab es eine neue Felsformation zu bestaunen, wir konnten testen wie nah man den Joshua Trees kommen darf ohne gestochen zu werden und hatten ne Menge Spaß in dieser wunderbaren Landschaft.

joshua127

In den Cholla Gardens (ausgesprochen Koja, mit kurzem o), im tiefer gelegenen Ostteil des Parks, sollte man nicht mit Badelatschen spazieren gehen, weil man von kleinen Kaktus-Ablegern angegriffen wird und die Stacheln nur schwer wieder aus den Füßen kriegt. Die sogenannten Jumping Chollas, Opuntia Fulgida für Botaniker, liegen, wie man meint, sinnlos in der Gegend. Wenn man sich ihnen nähert und es weht ein nur ganz leichter Wind, stecken sie schneller als du reagieren kannst an deinen Schuhen, Socken, Beinen. Sei also sehr vorsichtig, man bekommt die Dinger nur sehr schwer wieder ab - raus - weg.

Ein Teddybear Kaktus - trotz seines niedlichen namens sehr gefährlich ....

Der berühmte Jumbo Rock ist am Ende des Jumbo Rocks Campingplatzes zu finden - allerdings nicht auf den ersten Blick. Wer dieses Bild vor Augen hat wird etwas enttäuscht sein .....

Jumbo Rock - Joshua Tree National Park

...... es sieht nämlich so aus. Das berühmte Bild ist nur mit Zoom machbar - und Augen haben sowas nicht. Nah rangehen ist auch nicht drin weil man dann viel weiter unten ist.

 

 

Jumbo Rock - Joshua Tree National Park

Der ab dem Campingplatz ausgeschilderte Skull Rock Trail ist zwar ganz nett, der namensgebende Felsen aber direkt an der Straße. Wenn man hin wandert muss man die ganze Strecke wieder zurück - ab dem Skull Rock Parkplatz sind es nur ca. 30 Meter....
 

Skull Rock

Mehr Bilder und vielleicht auch mehr Infos zum Joshua Tree NP gibt’s in der Bildergalerie.
Joshua Tree Bildergalerie - klick mich

Da die Ausfahrt am Cottonwood Visitor Center geschlossen war - eine Flash Flood hatte Teile der Straße weggerissen, mussten wir einen leichten Umweg “aussenrum” über die 62 und 177 fahren - waren aber kurz vor Anbruch der Dunkelheit im vom Priceline zugewiesenen Fiesta Resort in Tempe (mittlerweile in Doubletree Phoenix Tempe umbenannt), wo wir Uti & Andie trafen ....

 

Das Arizona Schild steht nicht wirklich an diesem Ort - sieht aber doch gut aus, oder?

... mit denen wir bei Gordon Biersch - wo das Bier übrigens ziemlich bierschissen schmeckte - Cheeseburger, Steaks und verwackelte Chicken aßen, bevor wir uns dem einen oder anderen 190 Octane hingaben.
Für ein heute in der Nähe stattfindendes Konzert mit u.a. Sabaton, Blackguard und The Absence waren wir zu müde und zu schlapp. Leider ....

Gefahrene Strecke: 420 Meilen oder 675 Kilometer.
Übernachtung: Fiesta Resort & Conference Center, Tempe
Preis-line: 49 $ Gebot plus 11,12 $ Gebühren = 47,30 €

bevor wir uns dem einen oder anderen 190 Octane hingaben

Weitere bunte Bilder aus dem Joshua Tree Park sind hier zu bewundern.

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