Apache Trail

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Unsere Tage in Tucson waren gezählt.Unsere Tage in Tucson waren gezählt. Geplant war in Richtung Petrified Forest zu fahren und in Holbrook oder Flagstaff zu übernachten, 2 Tage später stand dann Las Vegas auf dem Programm. Ein Blick auf die Wetterkarte zeigte dass trotz der relativ geringen Entfernung in völlig anderes Wetter “dort oben” herrschte. 8°, nachts 0°.
Daneben leuchteten die Zahlen aus Scottsdale. 30°, nachts 24°. Priceline angeworfen und 5 Minuten später “gehörte” das Doubletree Paradise Valley Resort für 60 $ uns. Also wieder zurück nach Phoenix, diesmal über den Apache Trail, der unter der Woche nicht so betriebsam wie am Wochenenende ist.

 

Roosevelt LakeFrüh - stück gab’s im IHOP, nach knapp 4 Stunden, 150 Meilen und einem kurzen Halt in Globe - im Visitor Center gab’s ne Toilette und eine Erklärung wie es weitergeht, in meinem Road Atlas war nicht klar zu erkennen welche Straßennummer zum See führt - erreichten wir den Roosevelt Dam. Unterwegs lernten wir Dörfer wie Oracle, Tiger, Mammoth, Dudleyville oder Winkelmann kennen. Eine herrliche Strecke durch die arizonische Bergwelt, gestört nur von anderen Autofahrern und diversen Trucks.

 

Da fährt man Meile um Meile hinter einem langsamen Auto oder einem LKW her und es wird eine Überholspur am Berg angezeigt. Wir sind an 5. Stelle der Karawane. Was machen die anderen? Der erste bleibt rechts, die anderen fahren nach links und stellen ihren Tempomat scheinbar auf “eine Meile schneller”. Das nützt nichts wenn es schon bald wieder einspurig wird - oben ist dann wieder die alte Reihenfolge wieder hergestellt, überholt hat keiner. Am übernächsten Überholberg bin ich dann in die 3. Spur gefahren und hab etwas Gas gegeben.

 

 

Da sprach der alte Häuptling der Apachen.


Von Tucson nach Scottsdale nahmen wir den Weg, der anno Friedenspfeifentobak von Apachen eingeritten und später von Postkutschen ziehenden Pferden breitgetreten wurde. Der Apache Trail windet sich 40 Meilen steil durch die raue Wüste der Superstition Mountains, vorbei an tiefen Stauseen wie dem Canyon Lake oder dem Apache Lake.
 

Apache Trail

Die schmale, kurvenreiche Straße ist vom Roosevelt Damm bis nach Tortilla Flat unpaviert, hat steile Klippen und keine Sicherheitsbarrieren. So steht es jedenfalls bei Wikipedia; Joe Cocker würde „Unpave My Heart“ zappeln.

Apache Trail

Wer allerdings jemals den Shafer-Trail in Moab rauf- oder sogar runter gefahren ist, der weiß, was steile Klippen ohne Sicherheitsbarrieren wirklich bedeuten und kann die Fahrt über den Apache Trail entlang des sich durch Kakteen bewachsene, hügelige Landschaft schlängelnden Flusses genießen.

Apache Trail

Eine wunderschöne Strecke mit vielen schönen Ausblicken. Hier würde ich gerne auch mal länger bleiben.

Apache Trail

Nur wüsste ich nicht, was ich länger in Tortilla Flat machen sollte. Eine Eisdiele, ein Gift Shop und ein Saloon, in dem die Apachen ihren Stammtisch haben. Drei Bruchbuden und kein Motel. Reicht gerade mal, um das Galgenmännchen zu fotografieren.

Eine weitere Geschichte vom Trail der Apachen gibt’s hier zu sehen.

Hangman in Tortilla Flat

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