3. Woche

Ein paar Worte von Uli:

Nach nun drei Tagen Tropic könnte eine weitere Bilanz fällig sein, denke ich.

Zuerst Uli im Bryce Canyonbefürchtete ich, dass mir nach dem Trubel in Las Vegas die vielen Menschen fehlen würden. Aber nach dem ich vor den tollen Buffets regelrecht geflüchtet bin, musste einfach Bewegung folgen.

Tja, ich kann es eigentlich nur so erklären: wenn man ein ganz tolles Fotomotiv entdeckt hat und es durch einen normalen Fotoapparat wie meinen betrachtet, bleibt meistens nichts von dem dreidimensionalen Rundumblick übrig. So ist es auch hier. Egal, was einem erzählt, welche Bilder einem gezeigt werden, es ist ein Scheißdreck gegen das, was man hier zu sehen bekommt. Tja, jetzt könnte so ein neunmalkluger dahergelaufener Unwissender sagen, es sind doch alles nur rote Steine. Und man könnte ihm noch nicht mal widersprechen. Aber in dieser Form habe ich sie noch nicht mal annähernd zu sehen bekommen. Ich bin steif und fest davon überzeugt, dass sich hier Nacht für Nacht ganze Kolonnen von bildhauernden Heinzelmännchen oder Kokopellies einen Wolf meißeln und mindestens einmal wöchentlich die Farben nachlegen.

Die Landschaft ist wirklich wunderschön, hohe Berge, La Montanara für das Objektiv. Der Himmel so was von gemeingefährlich leuchtend blau, weiße SchäfchenUli im Zion Parkwolken, dunkelgrüne Kiefern und Zedern und hellgrünes frisches Espenlaub und dazu die Farbenpracht der Steine. Das Rotspektrum ist in allen Facetten vorhanden. Von zarten Rosatönen über kräftiges Violett bis hin zu dunklem Terrakotta. Die Augen können sich gar nicht satt sehen. Man will alles knipsen, nur irgendwann merkt man, dass man zu Hause nur noch rote Steine auf den Fotos haben wird, die sich dann nicht mehr großartig unterscheiden werden.

Zion bei Sonnenuntergang, Bryce im Schnee und sogar Capitol Reef im Nebel und bei Regen waren einfach atemberaubend.

 

 

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