Fisher Towers

Letzter Tag in Moab. Wir würden zwar gerne noch länger bleiben, müssen aber übermorgen zur Wave wandern und die Strecke nach Page will ja auch noch gefahren werden. Ohne Wave hätten wir Page weiträumig umfahren und wären wahrscheinlich nach Las Vegas durch gefahren.....
Erster Tagesordnungspunkt: Besuch des Lions Back, der mittlerweile für den Publikumsverkehr geschlossen ist. Hoch gefahren wären wir natürlich nicht, auch wenn es möglich gewesen wäre.....

Lions Back

Beim Frühstück, belgische Waffel, statt Speck mit Kirschen und Sahne sowie erstmalig ein Moon over My Hammy, überlegten wir, was wir noch besuchen könnten. Müssen wir überhaupt noch etwas ansehen?
Müssen nicht, aber wollen. Wir haben uns für den Long Canyon entschieden, über den ich schon viel gehört und gelesen habe. Bis auf ein kurzes Stück, in dem Uli mich einweisen musste, gut zu fahren, nette Landschaft.

Long Canyon

Der Canyon endet an der Potash Road, die man bei Sonnenschein immer besuchen kann. Nach unseren guten Erfahrungen im letzten Jahr war die Strecke aber so schlecht, daß wir in Höhe der Pyramid Butte wieder gedreht haben. Es machte keinen Spaß mehr und wir hatten beide ein bißchen die Schnauze voll von Schotterpisten.

Pyramid Butte

Was tun in dem Fall? Genau, wunderbar asphaltierte Straßen fahren, z.B. die SR 128 zu den Fisher Towers. Aber bevor wir dort sind ein paar Infos.....

Potash Plant

Was passiert hier?
Das Wasser des Colorado wird in eine unterirdische Mine geleitet wo es die Pottasche aus den unterirdischen Schichten wäscht und an die Oberfläche gedrückt wird.
Das Wasser verdunstet, ein weiterer Grund, warum der Colorado so wasserarm ist. Ein blauer Farbstoff wird zugesetzt, der den Verdunstungsvorgang fördert.
Pro Tag werden 1.000 - 1.500 Tonnen Pottasche oder Kali gefördert und zur Weiterverarbeitung in die Fabrik gebracht.

Potash Plant

Jetzt geht’s aber wirklich zu den Fisher Towers. Die sehen aus der Ferne viel imposanter aus als aus der Nähe, wie bei Tur-Tur, dem Scheinriesen aus der Augsburger Puppenkiste.

Fisher Towers

Natürlich kann - darf - muss hier gewandert werden, ein Trail zu einer Formation namens “The Titan” ist 2,2 Meilen lang. One-Way. Das war uns eindeutig zu lang, wir entschieden uns deshalb, so weit zu gehen wie es uns gefällt und dann zu drehen, was wir auch taten.

Eine Beschreibung des Titan-Trails mit Karte ist hier zu sehen.

Fisher Towers

Es geht über Stock und Stein, bergauf und bergab, immer mit Blick auf die Towers. Nach einer halben Stunde verschwand die Sonne hinter den Wolken und ohne Sonne wirken die Türme, wie fast alle roten Steine, nicht mehr besonders. Wir gingen deshalb wieder zurück zum Trailhead, fuhren gemütlich nach Hause und verbrachten den Abend ein weiteres Mal bei ZAX. Es wurde ein Caesar Chicken Salad und Cheese Tortelloni Alfredo sowie 2 Pitcher Bud gereicht, alles sehr lecker. Auf Amipizza hatten wir beide keine Lust.

Fisher Towers

Die minderjährigen Jungs am Nebentisch umso mehr, die kamen schon beim ersten Gang zum Buffet mit 7 Slices pro Person an. Wir dachten, das kriegen die niemals auf, aber sie gingen anschliessend noch mehrmals. Insgesamt hat jeder ca. 15 Slices gegessen. Die kamen wohl aus einer Gegend, in der gerade Hungersnot herrscht....

136 Meilen gefahren.
Gespart: 10$. Soviel mehr hätten wir mehr bezahlt, wenn wir pro Person 5 Bier einzeln bezahlt hätten.

Nen nettes Mädchen und nen Pitcher Bier, what will you more....

 

 

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