Little Wild Horse Canyon

Die Zeit in Moab ist vorbei. Schade, wir wären gerne noch länger geblieben, aber.......
Von den 2 möglichen Strecken nach Page habe ich mich für die Westlichere entschieden. Erst nördlich zur I-70, westlich nach Green River, frühstücken im West Winds Restaurant, ein 2 Eggs Breakfast sowie Ham & Scrambled Eggs, bei der frühstücklichen Unterhaltung merken, daß wir den Delicate Arch vergessen haben, dann weiter auf der I-70 und schließlich südlich in Richtung Hanksville. Den in der Nähe liegenden Crystal Geyser haben wir uns fürs nächste Mal aufgehoben. Wir wollten uns zunächst den Little Wildhorse Canyon ansehen, von dem ich bisher immer dachte, es ging um eine weisses Pferd, nicht um ein Wildes.

Wir kommt man hin? Die Anfahrt ist identisch mit der zum Goblin Valley. Ein paar Meilen nördlich von Hanksville, auf dem Highway 24, fährt man auf die Temple Mountain Road, diese 5 Meilen westlich, dann weitere 7 Meilen zum Goblin Valley und noch weitere 5 Meilen, diesmal unpaved, zum Little Wildhorse Canyon.

Little Wildhorse Canyon

Am Trailhead kann man nach dem Gang zur Toilette eine TopoMap mitnehmen, auf der recht schlecht der Streckenverlauf zu erkennen ist. Da wir sowieso nicht den gesamten Rundweg wandern wollen, der mindestens 4 Stunden dauern soll, brauchen wir keine Karte.

Little Wildhorse Canyon

Es geht einen geschätzten Kilometer durch ein breites Flußbett, in dem ausser dem einen oder anderen bunten Vogel und vielen Raupennestern nicht viel zu sehen ist.

Little Wildhorse Canyon

Doch, die Zusammensetzung des Gesteins ist hier gut zu sehen. Der braune und teilweise grüne Rand des Washs wird von weissen und grauen Schichten durchzogen, was auf dem Bild aber nicht zu sehen ist. Da ist ein Vogel....

Nach ca. 1/4 Stunde wird es enger und ein Fels versperrt den Weg. Nicht schlimm, man dreht um und geht nicht durch den Slot, sondern links nebenher. Nach ca. 200 Metern geht es wieder bergab und man ist kurz vor der Kreuzung von Little Wildhorse Canyon und Bell Canyon.

Little Wildhorse Canyon

Der Bell Canyon soll nicht so interessant sein, wir haben ihn deshalb ignoriert und sind in den LWHC abgebogen.
Hier ist es manchmal eng, manchmal weiter, aber immer schön.
Wir hatten uns vorgenommen, eine halbe Stunde zu wandern, was wir auch taten.
Unser erster Eindruck: Die Farben sind hier nicht so intensiv wie in anderen berühmten Slotcanyons, dafür gibt’s hier schöne Formen zu sehen. Auch die Löcher im Felsen sind optisch sehr wirkungsvoll.

Little Wildhorse Canyon

Diese Felswand ist durch ein Bild von Laurent Martres recht berühmt, bei ihm ist das Bild nur seitenverkehrt.
Weitere Einzelheiten darüber und den Canyon insgesamt sind hier zu lesen.

 

Little Wildhorse Canyon

Eine halbe Stunde hin, knapp 20 Minuten zurück plus jeweils eine viertel Stunde bis zum Trailhead, zu mehr hatten wir heute keine Lust.
Wir begegneten unterwegs einigen Leuten, freundlichen Amis, einigen Deutschen und einem Paar, das nur dumm aus der Wäsche guckte und nicht zurück grüsste. In so einem Canyon, wo nicht viele Leute unterwegs sind, sollte man sich doch wenigstens ein “Hi” entlocken lassen, oder?

Little Wildhorse Canyon

Fazit: Der Canyon hat uns sehr gut gefallen, bis auf die ersten 20 Minuten, aber wir haben in den letzten Tagen so viel gesehen, da ist der Speicher fast voll. Wir sind kurz vor dem “genug-rote-Steine-gesehen-Syndrom”.

Das Goblin Valley sehen wir uns aber trotzdem an....

Little Wildhorse Canyon

Little Wildhorse Canyon

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