Rock Imperium 2022

vorherige Seite

nächste Seite

2019 wurde ein neues Festival erfunden und veranstaltet. Rock the Coast in der Nähe von Malaga, direkt am Meer gelegen. Dort hat es uns sehr gut gefallen und wenn es nach uns ginge, würden wir jedes Jahr dort hin fahren.
Leider waren aber schon nach dem ersten Mal Schluss mit Musik, aus irgendwelchen Gründen musste die Veranstaltung an einen anderen Ort verlegt werden. Dieser Ort war das Miguel Rios Auditorium in der Nähe von Madrid, also recht weit vom nächsten Meer entfernt.
Schade.
Deshalb waren wir auch nicht sehr traurig dass dieses Festival coronabedingt ausgefallen ist.
Nächster Versuch: Rock Imperium in Cartagena, wieder direkt am Meer. Headliner sind die Scorpions, Whitesnake und Avantasia. Amorphis sind auch dabei, was will man mehr...
Wir haben uns die Lage und die Umgebung angesehen und das 2-tägige Festival in einen 13-tägigen Spanienurlaub eingebaut. Zimmer waren in unmittelbarer Nähe des Veranstaltungsortes zu bekommen, wir verbrachten deshalb 9 Tage in Cartagena und 4 Tage in Alicante. Letzteres, weil es in Cartagena keine Flughafen gibt und Alicante die nächste Möglichkeit war, ca. 140 Kilometer entfernt.

Wir hatten eine sogenannte VIP-Karte gekauft, nur unwesentlich teurer als die normale, und hatten dafür Zugang zu einer erhöhten Tribüne, mit Tischen, die alle halbe Stunde gesäubert wurden, Sitzen, nach jedem Gang gesäuberten Toiletten und Bier zum halben Preis - was will man mehr. Gezahlt wurde per Chipkarte, die im VIP-Bereich aufgeladen werden konnte und wir so die langen Schlangen weiter unten umgehen konnten.

Erste Band: Lándevir, melodischer spanischer Folk Metal, nett anzuhören, aber kein Muss.

Rock Imperium Cartagena - Landevir

Weiter ging’s mit Rhapsody of Fire, diesmal in der Version mit Alex Staropoli, also ohne Luca und Fabio, aber wie gewohnt mit flotter, eingängiger Popmusik mit klassischen Anklängen.

Rock Imperium Cartagena - Rhapsody Of Fire

Zum 7. Mal Sodom - und noch immer machen sie nicht meine Musik sondern sinnlosen Krach, bis auf die Motörhead Nummer “Iron Fist” und die Metal Version der deutschen Nationalhymne am Ende. Muss ich nicht nochmal sehen, wird sich aber wohl nicht vermeiden lassen, die spielen ja auf so gut wie jedem Festival oder auf jedem Kreuzfahrtschiff.

Rock Imperium Cartagena - Sodom

Bush waren wohl mal berühmt, ich konnte aber mit iher Musik nichts anfangen und habe mir die Bühne 3 angesehen, die ca. 10 Minuten Fußweg direkt am Hafen aufgebaut war.

Rock Imperium Cartagena - Bush

Eine nette kleine Bühne, eine Bar und nur wenig Schatten, den alle Leute nutzten, weshalb es recht leer aussieht.
Leider spielte im Moment keine Band bzw. es gab einen endlosen Soundcheck von Neonfly, die ich gerne gesehen hätte, aber es sah nicht danach aus, als würde in nächster Zeit hier etwas passieren, weshalb ich wieder zurück zu den Hauptbühnen ging.

Rock Imperium Cartagena - Neonfly

Nächste Band: Lacuna Coil.
Christina’s Stimme wird nicht jünger, es hörte sich anfangs recht jaulig an, wurde dann aber besser, vor allen Dingen wenn eine 2. Stimme vom Band dazu gemischt wurde.

Rock Imperium Cartagena - Lacuna Coil

Avatar - angeblich Melodic Death Metal der Göteborger Schule, aber mit einem "The Darkness" ähnlichen Gesang und einem Sänger, der wohl zuviel "Rocky Horror Show" gesehen hat. Nett.

Rock Imperium Cartagena - Avatar

Was gibt’s Neues bei Amorphis? Tomi kann lachen, und zwar nicht nur einmal, sondern fast durchgehend. Hat ihm scheinbar richtig Spaß gemacht, mal wieder auf einer Bühne zu stehen.

Rock Imperium Cartagena - Amorphis

Das Logo von Black Label Society sieht man ständig und überall - und eigentlich sollte die Musik einen Grund dafür hergeben. Aber dem war nicht so. Die Songs sind langweilig, keine einprägsamen Riffs, keine Refrains und Zakk’s Stimme war gruselig.

Rock Imperium Cartagena - Black Label Society

Welche Band kann/will es sich leisten, mit 5 Musikern und 8 Sängern aufzutreten? Klar, Avantasia. Tobi “i’m not a man of many words” Sammet und seine Truppe hatte ihren ersten Auftritt nach über 2 Jahren und freuten sich, endlich wieder auf einer Bühne zu stehen.
Singend dabei waren Tony Clarkin (Magnum), Eric Martin (Mr. Big), Jorn Lande, Ronnie Atkins (Pretty Maids), Ralf Scheepers (Primal Fear) sowie im Background mit kurzen Sologesängen Adrienne Cowan (Seven Spires), Herbie Langhans (u.a. Firewind) und eine Dame, deren Namen ich nicht verstanden habe.

Die Show und (bis auf einen) alle Songs waren zwar bekannt, hat aber viel Spaß gemacht. Selbst Tobi’s Gequassel war nett anzuhören.....
Die Band wohnten bei uns im Hotel und die Jungs waren privat sehr nett, wie wir bei mehreren treffen feststellen konnten.

Rock Imperium Cartagena - Avantasia

 

 

Am nächsten Tag hatte es sich rumgesprochen, dass man die besten Plätze auf der Tribüne bekommt, man man frühzeitig da ist, weshalb es nicht mehr so leer war wie gestern, auch wenn man das im Bild nicht erkennen kann. Die Tische und Stühle unter den grünen Dächern waren fast komplett besetzt, für uns war immerhin noch ein halber Tisch frei.

Rock Imperium Cartagena

Der musikalische Tag begann mit Celtian, einer weiteren spanischen Folk-Metal Band. Nett, aber auf Dauer etwas langweilig.

Rock Imperium Cartagena - Celtian

Opera Magna waren so etwas wie Rhapsody of Fire, nur in spanischer Sprache. Sehr melodiös, hat uns gut gefallen.

Rock Imperium Cartagena - Opera Magna

Blaze Bailey, the “good looking one” zelebrierte ein Iron Maiden Set, bei dem man wieder mal erkannte, dass die Band nicht wichtig ist, wenn der Sänger der Richtige ist. Kompetente Musiker gibt es überall, die jede Note jedes Songs nachspielen können - und die beiden Maiden Alben mit Blaze waren gar nicht schlecht.

Rock Imperium Cartagena - Blaza Bailey

91 Suite, eine spanische AOR-Band mit englischen Songs. Klangen wie Journey, nur ohne die Hits.

Rock Imperium Cartagena - 91 Suite

Viel Hunger hatten wir nicht, aber das eine oder andere Serrano-Baguette wurde gerne, in Verbindung mit einem Bier, vertilgt.
Es gab jede Menge Buden unten im Getümmel, ich maskierte mich sowohl beim “shoppen” als auch bei den wenigen Bands, die ich unten vor der Bühne erlebte. Hat genützt, wir haben uns nicht angesteckt, das kam erst später.

Rock Imperium Cartagena -

Über Jorn Lande muss man nicht viel sagen, er hat immer noch eine fantastische Stimme, was wir gestern abend bei Avantasia schon erleben durften, und zelebrierte eine Mischung aus eigenen, Black Sabbath und Rainbow Songs.

Rock Imperium Cartagena - Jorn

Doro - was soll man da sagen ausser “wie immer”.

Rock Imperium Cartagena - Doro

Im Laufe des Nachmittags wurde bkannte gegeben, dass Whitesnake nicht auftreten würden weil Drummer Tommy Aldridge erkrankt wäre. Meiner Meinung nach eine blöde Ausrede, denn ausser David Coverdale ist doch eigentlich jeder in der Band ersetzlich. Wenn Lars Ulrich mal unpässlich ist, springt doch auch ein Ersatzmann ein, der Drum-Roadie oder so. Da mehrere Konzerte der Band im Laufe der Tournee abgesagt wurden, immer mit anderen Ausreden, hatten die Jungs wohl nur keine Lust auf die lange Fahrt vom nächsten Flughafen zur Bühne.
Worum es aber hier geht: Europe, die einen 80-minüten Slot bekamen und diesen, obwohl nur 60 Minuten eingeplant waren, gut ausfüllten, auch wenn es bei ein paar Songs etwas hakte, aber das macht ja den Reiz eines Konzertes aus, wenn mal nicht alles perfekt ist oder fast alles vom Band kommt.
Sehr gutes Konzert mit allen Hits, und Joey Tempest ist ein toller Entertainer.

Rock Imperium Cartagena - Europe

Die Scorpions beendeten das Festival - für uns jedenfalls. Die Setlist war mehr oder weniger die übliche, schon seit Jahrzehnten bekannte, mit ein paar neuen Songs. Was aber “Seventh Sun” hier zu suchen hatte, kann ich mir nicht erklären. ein Song, den ich nicht für die B-Seite einer Single genommen hätte, so langweilig. Naja, die Jungs wissen, was sie dem Publikum zumuten können.
Das unsägliche “Wind of Change” bekam einen unkrainischen Text, der Rest war gut zu hören, auch wenn sich Klaus Meine’s Stimme so langsam ihrem Ende nähert.
Sehr positiv: die tolle Show, sowohl Licht als auch Filmchen waren vom Allerfeinsten.

Rock Imperium Cartagena - Scorpions

Das war’s dann, es hat uns sehr gut gefallen, aber ein weiteres Mal wollten wir eigentlich nicht mehr hier hin, weil es Abends doch sehr voll auf den Tribünen wurde und einige sehr spät gekommene Leute sehr aufdringlich wurden und sich an “unseren” Tisch setzen wollten, wenn Uli oder ich mal auf der Toilette oder Bier holen waren.
Als dann aber das 2023er Festival angesagt wurde haben wir trotzdem wieder zugeschlagen, dann mit Deep Purple als Headliner, die Uli noch gar nicht und ich “nur” in der Besetzung mit Coverdale gesehen haben.
Wir blieben noch einen Tag in Cartagena und fuhren dann nach Alicante, um dort 4 Tage am Strand zu verbringen, was uns aber durch die dortige Vollität nicht so gut gefallen hat - immerhin war es sonnig und angenehm windig. Als Souvenir brachten wir eine Corona Infektion mit nach Hause, die aber glücklicherweise nach ein paar Tagen vorbei war.
Das war’s - bis nächstes Jahr....

vorherige Seite

 

nächste Seite
[70000 Tons of Metal] [70.000 ToM 2011] [70.000 ToM 2012] [70.000 ToM 2013] [MH Paradise 2013] [MH Paradise 2014] [70.000 ToM 2014] [70.000 ToM 2015] [70.000 ToM 2016] [70.000 ToM 2017] [70.000 ToM 2018] [70.000 ToM 2019] [Rock The Coast 2019] [70.000 ToM 2020] [Rock Imperium 2022] [70000 ToM 2023] [Rock Imperium 2023] [Welcome aboard] [Impressum]