Chichen Itza

Wir wollten uns die weiter entfernt liegenden Stätten der Maya nicht an einem Tag, auf die Schnelle, ansehen, sondern haben ein paar mehr Klamotten eingepackt, um eine oder zwei Nächte wegbleiben zu können.
Chichen Itza ist etwa 200 km von Cancun entfernt und die Strecke ist völlig langweilig.
Wir fuhren über den Freeway 180, ohne Topas ausnahmsweise, nach etwa 2 1/2 Stunden waren wir da.
Man kann auch die normale Route 180 nehmen, da kommt man durch jede Menge Dörfer und kann wieder Topas suchen und braucht dementsprechend sehr viel länger für die Strecke.
Wir haben im Best Western Hotel Chichen Itza , in unmittelbarer Nähe der Ausgrabungsstätten, in einem Dorf namens Piste, ein Zimmer genommen und sind dann Pyramid-looking gegangen.
Für eine Videocamera muß extra bezahlt werden, ich hatte meine aber im Rucksack, der nicht durchsucht wurde, und habe deshalb etwas gespart.
Chitzen Itza ist die bedeutendste Ausgrabungsstätte Yucatans, das heißt : es ist auch die mit den meisten Besuchern, an manchen Tagen kommen bis zu 4000 Touri's. 100 und mehr Busse sind keine Seltenheit.
Da wir erst nach einem ausgiebigen Frühstück angekommen sind und auch noch 'ne Stunde im Hotel waren, sind wir erst um kurz vor 2 Uhr da gewesen, eine sehr gute Zeit, weil ein Großteil der Busse schon wieder weg war. Die andere Möglichkeit ist, schon sehr früh morgens da zu sein und dann wieder abzuhauen, wenn die Busse kommen, dann hat man etwa 2 Stunden Zeit.

Die Anlage wurde ca. 450 n.Chr. gegründet und wahrscheinlich 800 Jahre lang bewohnt, bevor aus unbekannten Gründen alles aufgegeben wurde, wie bei so vielen Orten in Südamerika. Nix genaues weiß keiner.
Das größte Bauwerk ist die Pyramide des Kukulkan, die von 4 Seiten bestiegen werden kann, und die genauso viel Stufen hat, wie das Jahr Tage. Die alten Maya's hatten also ziemlich viel Ahnung von der Astronomie, oder wie das heißt.Oder es waren doch Außerirdische da, die Ihnen alles gezeigt haben. Apophis oder irgendein anderer Goauld.

 

Zuerst machten wir uns an die Gipfelbesteigung.
Es sind 91 Stufen auf jeder Seite, die man relativ problemlos erklettern kann, es sind auch Ketten gespannt, an denen man sich festhalten kann. Die Stufen sind relativ breit, ich habe mit meiner Schuhgröße 47 keine Probleme gehabt. Die Breite war mehr als die halbe Schuhlänge, ich brauchte also nicht auf Zehenspitzen zu gehen.
Von oben hat man einen sehr schönen Blick auf Yucatan, d.h. es gibt nichts zu sehen, weil alles flach und bewaldet ist.
Ansonsten sind oben nur alte Steine und jede Menge Gitter und Beton zu bestaunen, vom Original der Pyramide ist wohl nicht mehr viel über, alles Nacharbeit.
Seit 2010 ist das Besteigen der Pyramide nicht mehr erlaubt, seit sich ein Ami zu Tode gestürzt hat. Da müssen mal wieder jede Menge Leute unter einem Idioten leiden......

 

Das Runterkommen ist etwas schwieriger, ich habe zwei alte Damen mehr oder weniger runter rutschen sehen.
Auf dem Ballspielplatz, dem Juego de Pelota, wurde damals eine Art Basketball gespielt, nur waren die Bälle nicht von oben nach unten, sondern von der Seite zu werfen oder zu dunken.......
Manchmal wurde auch mit den Köpfen der Feinde gespielt.
Der/die/das Tzompatli (Schädelgerüst) hat zur Ausstellung der Köpfe von Geopferten gedient.
Der Templo de los Guerreros, der Tempel der Krieger, ist über dem älteren Tempel des Chac Mool errichtet worden. Observatorio Chichen ItzaDieser Mr. Chac liegt nicht nur hier, sondern überall in Mexico rum und ist wohl eine Art Maskottchen. Auf der Cancun-Seite war ja auch schon einer zu sehen. Früher war es der Regengott und Freund von Kin, der Sonne.Direkt nebenan ist die Grupo de las mil Columnas, der Hof der 1.000 Säulen, die wahrscheinlich früher mal ein Dach getragen haben.

Weiter ging's dann zur Grupo Sur, das ist keine mexikanische Heavy-Band, sondern eine Gruppe von kleinen Pyramiden, die noch nicht bearbeitet worden sind und aussehen wie ein großer Haufen Steinmüll. Das rote Haus oder Chichan Chob ist eher weiß als rot. Das Observatorio ist bis auf das Dach noch recht gut erhalten, hier haben die alten Mayas den Himmel erkundet.Fehlt nur noch die Teleskopantenne.

Chichen Itza NightshowDann gingen Parkwächter trillerpfeifend durchs Areal und zeigten auf die Uhr. Um 5 Uhr wird zu gemacht.Wir waren 3 Stunden unterwegs gewesen und hatten so gut wie alles gesehen, flüchtig, nicht intensiv, dafür war auch das Interesse nicht vorhanden. Wer sich für die ganzen Hintergründe interessiert, sollte mal im Internet suchen oder, wenn man gerade vor Ort ist, eine deutschsprachige Tour mitmachen.

Wir sind etwas Essen gegangen und haben auf die Nightshow gewartet.

Die kostet noch mal Eintritt, hat sich aber meiner Meinung nach gelohnt. Wir sind in der spanischsprachigen Show gewesen. Es gibt auch eine englische, aber spanisch paßt besser und verstehen muß man das alles nicht unbedingt, es kommt mehr auf die Atmosphäre an. Und die ist recht mysteriös, alles ist beleuchtet und die Stimmen kommen immer genau aus der Richtung, wo die Lampen gerade an sind, also auch von rechts oder von hinten. Chichen Itza Nightshow

Toll gemacht.

Empfehlenswert.
Wie im Kino, nur ohne Untertitel.......

 

Weitere Bilder und Infos gibt’s bei Chichen Itza-World und bei Beate unterwegs

 

 

 

[Karibik] [AIDAvita - Karibik] [Barbados] [Grenarbados] [Cancun] [Coba/Tulum] [Chichen Itza] [Uxmal] [Delfinschwimmen] [Cuba] [Punta Cana] [St. Maarten] [easyCruise Karibik] [Grenadinen] [Jamaica] [Puerto Rico] [Inseln] [Wetter]