Coba/Tulum

Nach 3 Käfer MexicoTagen völligen Nichtstuns und am-Strand-liegens haben wir uns für eine Woche einen Käfer geliehen und wollten etwas in Yucatan herum gefahren.
Erste Amtshandlung : Ab zur Tankstelle.
An jeder Säule stand ein kleiner Mexikaner, der fürs Zapfen zuständig war, damit man nicht aussteigen braucht.
Anschließend wollte er Geld für 63 Liter Sprit.....
Ich bin dann doch ausgestiegen......
Wir haben uns auf 30 Liter geeinigt, und selbst das war Beschiß....
Es wird also scheinbar versucht, die Säule nach dem Tanken nicht wieder einzunullen, sondern weiterlaufen zu lassen, um den doofen Touristen mehr Geld abzuknöpfen.

Ich wußte Bescheid und wollte von jetzt an immer darauf achten, ob es wieder bei 0 anfängt.
Ein paar Liter hätten es ja ruhig sein können, aber 63 Liter in einen Käfer????? Was glauben die eigentlich, wie blöd man ist.......

 

Zuerst ging's in Richtung Coba. Mein landschaftlich erster Eindruck, nachdem wir Cancun verlassen hatten : Ist das langweilig hier....Rechts ein paar Bäume, links ein paar Sträucher, sonst alles flach, eintönig und immer geradeaus, nur ganz selten kam mal ne Kurve. Nur zum Spaßfahren also nicht unbedingt zu empfehlen.Die einzige Abwechslung waren ein paar Dörfer, bei denen am Ortsein- und ausgang sogenannte Topas waren, kleine Huckel, die in Deutschland in verkehrsberuhigten Zonen angebracht werden.Das Warnschild steht aber nicht direkt daneben, sondern irgendwo in der Gegend und die Dinger sind auch von der Farbe her nicht vom Straßenbelag zu unterscheiden. Man merkt's also meistens erst, wenn man schon drüber ist, daß da wieder so nen Topa war. Und da ein Käfer ja nicht unbedingt für seine guten Stoßdämpfer bekannt ist, waren wir häufiger kurz vor einem Schleudertrauma.In den Orten waren auch noch solche Dinger eingebaut, die waren aber gut zu erkennen, weil Frauen und Kinder daneben standen, die frisches Obst und andere Sachen zum Verkauf anboten.

Die Pyramide CobaPyramide in Coba, namens Nohoch Mul, ist angeblich die höchste Yucatans, macht aber nicht besonders viel her, weil sie nicht, wie in Chichen Itza und Uxmal, besonders restauriert worden ist, sondern ziemlich verfallen aussieht.Ein paar mayanische Skulpturen standen am Wegesrand, aber insgesamt ist Coba meiner Meinung nach kein Muß, außer, wenn man sowieso gerade in der Nähe ist. Aber wenigstens gibt es am Eingang etwas zu trinken, die Wanderei hat durstig gemacht.

Ein paar Info's gibt es aber auch noch: 

Coba war eine Durstder ältesten Mayastädte in der Gegend, hat die höchste Pyramide und die meistens "Sacbeobs". Das sind aus Stein gebaute Straßen. Entdeckt wurde Coba Ende des 19. Jahrhunderts und es ist bis jetzt noch nicht sehr viel gemacht worden, weil die Archäologen in Chichen Itza und Uxmal genug zu tun hatten.Bis zur Pyramide sind es 3 km Fußweg plus viele schmale Wege, die in den Dschungel führen, falls man etwas Indiana Jones spielen will...Die Form der Pyramide ähnelt mehr der von Tikal in Guatemala als den anderen in Yucatan, aber damals gab es diese Länder ja auch noch gar nicht. Noch etwas zu den Steinstraßen. Die sind bis zu 100 km lang, es gab damals aber weder beräderte Transportwagen , noch gab es Pferde..........

Mehr Infos aus Coba und Kabah gibt es bei Mexico-World zu lesen.

Nachdem Tulumder schlimmste Durst gelöscht war, fuhren wir ca. 50 Kilometer weiter nach Tulum, der einzigen Maya Anlage, die am Meer gebaut ist, war vielleicht mal eine Clubanlage für reiche Mayas oder so.Heute ist es die meistbesuchte Anlage Mexico's, was wohl an der Nähe zu Cancun und den anderen Strandorten liegt. Hier kann man einen Vor- oder Nachmittagsausflug hin machen und muß nicht den ganzen Tag weg vom all-inclusive.

Tulum heißt Mauer oder Festung und ist auf die die ganze Anlage umspannende Mauer zurückzuführen.

Die Stadt hatte mal eine Ausdehnung von mehreren Kilometern, geblieben ist der Tempelbezirk mit dem Palast, der bei der Ankunft der Spanier noch besiedelt war. Die brauchten damals also nicht lange zu suchen, wenn sie Lust hatten, ein paar Eingeborene umzubringen.Weitere Häuser sind der Templo del dio Descente und der Templo de los Frescos, also spanisch benannte Gebäude, die originalen Namen weiß wohl keiner mehr. In allen Gebäuden ist das Betreten verboten, man kann also alles nur von außen betrachten.

Das Zusammenspiel der Ruinen mit dem weißen Sand und dem türkisfarbenen Wasser ist aber wunderschön.

Weitere Bilder und Infos aus Tulum gibt’s bei Beate unterwegs und bei Tulum World.

Für die Touristen gibt es eine Show, bei der ein paar Leute um einen hohen Pfahl an Seilen rumfliegen, hat mich aber nicht Leguan - Iguanabesonders interessiert.Ansonsten kann man noch Leguane oder Iguanas fotografieren, die sich sehr schön in Pose legen, wenn man sie nett fragt. Mittlerweile stehen jede Menge Cabañas am Strand, wo sich Lonely-Planet-Szene trifft.

Preis ca. 10 $ pro Nacht.Man kann aber auch seine Hängematte an den herumstehenden Pfählen aufhängen.Wer es etwas komfortabler haben will, kann sich mal bei Cabañas Copal und Dos Ceibas umschauen.

Auf dem Rückweg nach Cancun schauten wir noch kurz in Playa Del Carmen, Puerto Aventuras und Akumal vorbei, aber es wurde schon dunkel, ich kann also nichts weiter über diese Orte sagen.Hauptsächlich gibt es hier aber wohl all-inclusive-Anlagen, und die sind sowieso nichts für mich.Aber für ein sehr schönes Foto hat es noch gereicht..

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