Big Island

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HAWAI’I – THE BIG ISLAND

Die Planung war fast identisch mit der bei unserem letzten Hawaii - Urlaub. Nach Maui kommt die grosse Insel dran - die Lava sollte uns endlich mal kennenlernen. Gelandet sind wir diesmal in Kona, weil der Flughafen zu den schönsten gehört, die Volker je mit seiner Anwesenheit schmückte. Wo sonst kann man heutzutage noch Papst spielen und nach der Landung den Boden küssen? Kona selbst ist auch nicht zu verachten, aber das haben wir bei unserem letzten Besuch schon ausreichend feststellen können.

Hulatänzerinnen am Kona Airport

Ein Zimmer hat uns Priceline im Waikoloa Beach Marriot Resort & Spa zugewiesen, für 96 $ - also zum halben offiziellen Preis.
Nach 21 Minuten Flug mit schöner Aussicht auf den Haleakala landeten wir, übernahmen unser Auto, einen Jeep Liberty, waren 30 Minuten später im Zimmer und 10 Minuten danach im Pool und auf der Wasserrutsche.

 

Hinein ins kühle Nass

Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg nach Hilo. Unterwegs weist uns Hawai’is „CN-Tower“ den Weg. Torontos Wahrzeichen ist unser Synonym für alle Landmarks dieser Welt. [Eifelturm, Stephansdom, Michel, Langenfelder Sender] CN ist einfach kürzer...

Der Fachmann wird erkennen dass im Bild der Mauna Loa zu sehen ist - aber ich hab einfach vergessen den Mauna Kea aus der Entfernung zu knipsen.....

Und auf Big Island kommt man um den Mauna Kea nicht herum. Wollten wir erst und dann haben wir uns doch in die Höhe locken lassen. Oben angekommen erwies sich die Luft als sehr dünn, der Himmel als sehr blau und die Welt als sehr schön. Wir bestaunten die großen Empfangsschüsseln der Observatorien und überlegten, was die Menschen wohl machen würden, wenn sie wirklich mal Lebenszeichen aus dem All empfingen.

Blick auf den mauischen Haleakala

Erst locken wir wie die Sirenen „Hallo erst mal da draußen, wir sind die Menschen von der Erde und senden in friedlicher Absicht, kommt doch einfach mal auf einen Sprung vorbei.“ Und wenn sie dann wirklich eines Tages vor der Tür stehen „Hey, da sind wir, wir sind doch hoffentlich nicht zu spät?“ grün, wie Gott sie schuf, mit ihrem einen Auge verschwörerisch zwinkernd und uns mit einem ihrer vier knöchernen Finger freundschaftlich auf die Schulter tippend, während der Rest der hundertköpfigen Bande von einem Bein auf die beiden anderen hüpfen, weil sie nach der langen Fahrt erst mal ganz dringend aufs Klo müssen. Dann würde uns plötzlich klar, dass unsere Kulturen doch zu verschieden sind und wir sie eigentlich nicht wirklich in unserer Nachbarschaft haben möchten. Dann ist es aber zu spät. Denn sie haben längst Unmengen von Saturn-Läden eröffnet, uns Merkur-versichert und ohne Mars-Riegel sind wir nicht mehr mobil.

Das kann eigentlich nur mit dem Sauerstoffmangel zu erklären sein, dass meine Phantasie so intergalaktisch mit mir durchging...

When we meet we always say aloha
When we leave you we will say it too
It's a word that has so many meanings
But the best of all is I love you

Wir packten unsere Siebensachen und zogen los

Big Island stand deshalb noch einmal auf unserem Plan, da sich bei unserem letzten Besuch die Lava, die ich unbedingt persönlich kennen lernen wollte, kurz zuvor in den Untergrund verzogen hatte. Diesmal sollte sie wieder überirdisch fließen. Also nix wie hin. Leider wollte sich die launische Lava nicht auf eine bestimmte Route festlegen lassen, so dass wir aufs Geratewohl nach ihr Ausschau halten mussten. Im Hotel erfuhren wir, wo wir an einer geführten Tour teilnehmen können. Also kauften wir uns die empfohlenen Taschenlampen, zogen uns lange Hosen und festes Schuhwerk an, packten Regenzeug und Wasserflasche ein und fuhren los. Am Ende der Strecke sorgten einige Männer dafür, dass die Autos alle ordentlich und Platz sparend abgestellt wurden und andere Männer bauten Stände auf, um ihre Touren anzubieten. Wir packten unsere Siebensachen und zogen los, der Weg war frisch asphaltiert und daher sehr gut zu begehen.

Mit uns waren viele andere unterwegs, die mit uns gingen oder uns entgegen kamen. Links Lava, rechts Lava und mittendrin ein paar einsame und höchstwahrscheinlich verlassene Häuser. Eines von denen stand sogar zum Verkauf. Sehr optimistisch.

Sehr optimistisch

Ein Lava-Begeisteter wohnte in einer Art Eierkarton um seinem Lieblingsgestein möglichst nah zu sein. Sehr unvorsichtig.

Ein Lava-Begeisteter wohnte in einer Art Eierkarton

Wir gingen immer weiter die nagelneue Straße Richtung dampfender Küste entlang. Bis einfach so mittendrin der Weg durch eine Absperrung beendet wurde. Auf dieser Absperrung saß ein junger Engländer, der uns aus Sicherheitsgründen nicht weiter gehen ließ und uns erklärte, dass man nur mit einem Guide [ca. 55 $ p. P.] zur fließenden Lava gehen dürfe. Wir fragen uns noch heute, warum uns niemand von der Sackgasse erzählte, weder die Parkplatztypen noch die uns entgegenkommenden Touris, die doch mit Sicherheit genau so enttäuscht gewesen sein mussten, wie wir.

Ein englischer Showstopper - sein hier selten gehöhrter Akzent verrriet ihn sofort....

Jedenfalls sollte die geführte Tour 1 ½ Stunden pro Weg plus 1 Stunde Aufenthalt betragen und um 17.30 Uhr losgehen. Uns waren 3 Stunden Laufen im Stockdunklen und auf messerscharfen Lavabrocken zu anstrengend. Wie wenig man mit Taschenlampen auf unebenen, fast schwarzen Wegen erkennen kann, haben wir in der Lava-Röhre gesehen. Also kehrten wir unverrichteter Dinge um und der listigen Lava den Rücken zu.

auf messerscharfen Lavabrocken

Fliegen wir halt mit dem Hubschrauber, wir kommen dem Lava-Luder schon bei. Aber einen Hubschrauberflug zu ergattern war schwer bis unmöglich, da es während unseres Aufenthaltes fast ununterbrochen geregnet hat und die regenfreie Zeit mit Kreuzfahrern ausgebucht war.

Fliegen wir halt mit dem Hubschrauber -. oder doch nicht?

Nun gut, dann eben nicht. Ein paar Tage später hatte die linke Lava auch die restlichen Häuser zerstört. Ich weiß nicht, ob ich derart zerstörerischen Naturen Aug-in-Glut gegenüberstehen möchte. Schauen wir uns lieber kalte Lava von unten an. Wegen des anhaltenden Regens bieten sich die Erkundung von Lava-Tubes ja bestens an. Im Volcanoes Nationalpark ist eine beleuchtete Röhre, die Thurston Lava Tube, gleich im Eintrittspreis enthalten. Nicht ganz so spannend, wie die bei Hana, und deutlich belebter, aber eine runde Sache.

Thurston Lava Tube, gleich im Eintrittspreis enthalten

Uncle Billy's Fish & Steakhouse - leider geschlossen

Um noch einmal original hawaiianische Volksmusik zu hören, wollten wir bei Uncle Billy essen gehen. Wir freuten uns schon zu Hause auf getanzte Lieder wie

Aloha is the spirit of Hawaii
Aloha has a language of its own
A kamaaina says to you aloha
You know he means it just for you alone


Aber was mussten wir feststellen? Der liebe Onkel Bill ist erst neulich nach 41 Jahren in den Ruhestand gegangen. Da hätte er doch auch noch ein paar Tage länger machen und auf uns warten können.

 

Noch mehr Lava? Hier ist Mr. Lavaman ...
 

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