Monterey Aquarium

Bei 3 Tagen Aufenthalt in Monterey ist endlich mal Zeit um sich das weltberühmte Aquarium anzusehen. Heute war es soweit. Eine Buchung über’s Internet kostete 49,99 $, ich fragte an der Hotelrezeption ob es einen Discount gibt. Na klar gibt es den. 39,99 $ für 2 Tage, ich bräuchte nur den QR-Code einscannen und würde dann weiter verlinkt. QR-Code? Ich bin ja bekennender Teilzeitsmartphoneverweigerer und habe mich noch nie mit diesen komischen Quadraten befasst.
Gibt’s nicht einfach eine Karte oder einen Zettel, über den man Prozente bekommt?
No, you have to scan the QR-Code.
Ok. Also erstmal das Handy (ich habe eins mit um meinem Arbeitskollegen Uwe hin und wieder ein Foto über WhatsApp zu schicken) ins Internet eingeloggt, einen QR-Scanner geladen und dann wieder runter zur Rezeption. Das Bild war winzig und es gar nicht einfach die Hand so lange ruhig zu halten bis das Ding endlich erfasst wurde. Nach ca. 2 Minuten klappte es endlich, ich wurde weiterverlinkt und landete auf der Buchungsseite des Aquariums.
2 Erwachsene a 39,99 $.
Vorname, Name, Adresse, Land, Bundesstaat, Telefonnummer angegeben. Telefonnummer des Handys wurde nicht akzeptiert, also die vom Hotel genommen.
Kreditkartennummer angeben plus ein paar weitere Dinge. Und das mit meinen Fingern, die häufig die falschen Tasten am Handy treffen sowie ständigem Ärger mit diesem autokorrekturischen Wortverbesserer, der ungefragt alles mögliche ungefragt ändert. Nach 40 !!! Minuten war ich endlich fertig und konnte die Buchungsbestätigung per pdf-Datei downloaden. Leider funktionierte der Download nicht und einen pdf-Reader hatte ich auch nicht. Also erstmal einen installiert. Danach das Laptop hochgefahren und dort die Bestätigungsmail geöffnet, bei der die entscheidende Datei aber auch nicht geöffnet wurde.
Also erstmal pinkeln gehen.
Danach war dann plötzlich im Handy alles sichtbar. Ein QR-Code, der zum Eintritt berechtigte. Gesamtdauer: 55 Minuten.
Früher würden überall Zettel oder Couponhefte verteilt oder in Hotels ausgelegt, bei Eintritt soundsoviel Rabatt - aber heute muss man vor einer Tür stehen und keine Klingel ist mehr da, sondern man muss sich ein Programm laden, mit dem man die Tür öffnen kann.
Irgendwann sitzt du auf dem Klo und bekommst dein Klopapier nur per App.....

Schöne neue Welt....

 Dienstag: Monterey

 

Monterey – Königsberg ohne Klopse und Kapern. Dafür mit Aquarium.

Monterey Bay Aquarium

Wir kommen rechtzeitig zur Fütterung im „Kelp Forest“. Ein sehr großes und mit 8,50 Meter besonders hohes Becken, das mit seinem Bestand das örtliche Unterwasserleben widerspiegelt. Der Riesenseetang ist so lang wie das Becken hoch und schwankt beruhigend in der künstlich erzeugten Strömung. Sehr beeindruckend!

Monterey Bay Aquarium - Kelp Forest

Bevor ich aber Gänsehaut kriege, ist der Zuschauerraum voll mit lärmenden Menschen und auch die Fütterung wird lautstark mit Mikrofon
kommentiert, sowohl vor als auch
aus dem Becken. Der Fütterungstaucher berichtet penetrant, nur unterbrochen von Darth-Vader-mäßigen Atemgeräuschen.
Das ist mir dann doch zu viel.

Monterey Bay Aquarium - Darth Vader

Auch an die kleineren Becken im Anschluss komme ich vor lauter Menschen kaum ran. Die obere Etage ist nicht leerer, nur die Menschen sind kleiner. Hier ist ein Aquarium mit einem Spielplatz gekreuzt.

Monterey Bay Aquarium - einmal streicheln bitte

Die anschließende Fütterung der Seeotter, die viel größer aber genau so niedlich sind wie gedacht, ist mangels Platz und wegen der vielen Leute fast gar nicht zu sehen.

Monterey Bay Aquarium - Fütterung der Otter, falls man etwas sehen könnte

Große Menschen, wie Volker, können auch etwas sehen.

Erst in der Spezialausstellung geht es etwas ruhiger zu. Ganz besonders beeindruckend ist hier das gigantisch große Becken „The open Sea“. Es ist nicht abzuschätzen, wo es seine Grenzen hat, und wie dick die über 27 Meter lange Glasscheibe sein muss.
Neben einem riesengroßen Sardinenschwarm schwimmen Hammerhaie, Thunfische, Große Goldmakrelen – alles Riesenklöpper,
keiner unter zwei Meter. Ich glaube, hier möchte ich nicht schnorcheln.

Monterey Bay Aquarium - Open Sea

Bevor wir gehen, wollen wir noch die Pinguinfütterung erleben. Die Jungs freuen sich schon. Ein paar schwimmen, immer mit dem gleichen Abstand zueinander mit dem Schnabel an der Scheibe und mit den
Flügeln schlagend. Vielleicht glauben sie, wir hätten die Fische?

Monterey Bay Aquarium - Pinguinfütterung

Auf dem Weg zurück,
kommen wir wieder am Kelp Forest
vorbei. Jetzt ist viel weniger los und endlich die Ruhe, die ich mir für ein Aquarium wünsche. Und auch die kleineren Becken gehen wir noch mal ab. Jetzt kann ich auch überall mal reingucken.

Monterey Bay Aquarium

Diese Riesenbecken beeindrucken mich schon schwer, und ungewöhnlich finde ich die vielen
Touch Pools. Sehr flache Becken mit Pflanzen und Tieren, die man anfassen kann und die uns ausführlich erklärt werden.
Wir halten vieles für eine Pflanze, das sich dann doch als ungewöhnliches Tier herausstellt.
Was als Pflanze schon zweifelhaft
aussieht, ist als Tier natürlich umso
gruseliger. Und wie es scheint, wurden hier keine Exoten eingeflogen.

Monterey Bay Aquarium - Pflanzen die auch Tiere sein könnten

Ich kann Uli’s Ausführungen nur noch dadurch erweitern indem ich erwähne dass mir die Quallen sehr gut gefallen haben, nicht nur wegen der Farben.....

Monterey Bay Aquarium - Qualitätsquallen

Monterey Bay Aquarium - Qualitätsquallen

 

 

 

 

 

 

 

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