Der Flug

Abflug ab Düsseldorf 10:50, eine sehr schöne Zeit. Man kann morgens noch halbwegs ausschlafen und in aller Ruhe zum Flughafen fahren.

Die Lal@ goes to AmericaKontrollen waren etwas intensiver als im vorigen Jahr, die schwarzhaarigen, dunkelhäutigen Kontrolleure haben mein Handgepäck zweimal durchleuchtet. Ich habe aber auch Kamera, Fotoknips, Schoßrechner sowie sämtliche Batterien und Ladegeräte drin gehabt. Besser als im Koffer. Ach ja, der Koffer : den habe ich abgeschlossen, ist nichts drin, was einen Ami dazu verleiten könnte, ihn aufzubrechen und zu kontrollieren. Die Dame am BA-Schalter sagte, daß normalerweise ein verschlossener Koffer kein Problem wäre, wir einigten uns zum Abschluß auf den Satz : Die spinnen, die Amis.

Der A 319 rollte pünktlich zur Startbahn, startete aber nicht, sondern rollte wegen technischer Problem wieder zurück. Angeblich zeigte der Computer an, daß sich das Fahrwerk nicht einfahren ließ. Ein Techniker kam an Bord, es waren einige merkwürdige Geräusche zu hören und mit 45minütiger Verspätung flogen wir in Richtung London. Flugzeit 60 Minuten. Ich hatte am Abend vorher übers Internet einen Platz am Ausgang reserviert und hatte es deshalb recht bequem.

In Heathrow mußte ich von Terminal 1 nach Terminal 4 wechseln und brauchte dort nur 10 Minuten warten, bis die Nummer des Flugsteiges für den Weiterflug angezeigt wurde. Das passiert nämlich erst 50-60 Minuten vor Abflug, die Passagiere sollen die Zeit im Flughafen zu Einkäufen nutzen.

Außer bei der Ankunft in Terminal 1 gab’s keine Kontrollen, von verschärften Sicherheitsmaßnahmen war nichts zu spüren. Der Flug war recht angenehm, ich hatte einen Platz in der sogenannten World Traveller Plus Klasse gebucht, dort hat man einen recht bequemen Sitzplatzabstand von ca. 92 cm, die Beine ließen sich also gut ausstrecken, ich habe auch ein paar Minuten geschlafen. Neben mir saß Joe aus Phoenix, der für Boeing in der Entwicklungsabteilung des Apache-Hubschraubers arbeitet und für Tests 4 Wochen auf einem englischen Flugzeugträger war. Ich wußte gar nicht, daß die Tommies so etwas haben. Er war sehr froh, endlich wieder nach Hause zu kommen, auf dem Schiff gab es 4 Wochen lang nur Bohnen zu essen, er freute sich, in der Heimat mal wieder etwas Richtiges zwischen die Kiemen zu bekommen.

Kurz vor der Landung machte der Kapitän eine Durchsage, daß wegen schlechten Wetters Hochbetrieb in Phoenix wäre und wir bis zur Landung noch ein paar Warteschleifen drehen müßten. So kam ich in den Genuß von 5 Runden um Flagstaff, bevor dann endlich in Phoenix alles frei war und gelandet werden konnte. Das Bild ist leider etwas verwackelt, aber man kann die Schleifen erkennen. Flugzeit : 10:34.

Die Landeanflug Phoenixeinzigen vernünftigen Plätze in der B 747 sind in Reihe 28, C-B und H-J. Man sollte auf jeden Fall versuchen, die Sitze übers Internet zu reservieren. Von der angeblichen verbotenen Gruppenbildung vor den Toiletten war nichts zu sehen, es ging zu wie im Hühnerstall, überall standen Leute. Laßt euch also nicht von irgendwelchen Meldungen verunsichern, es wird alles nicht so heiß gegessen.......

Die Einreiseprozedur war auch völlig problemlos, es standen zwar Geräte für Iris- und Fingerabdruckerkennung an jedem Schalter, ich habe aber nicht gesehen, daß sie benutzt worden sind. Der Zollscheinannehmami fragte, ob ich Bekannte oder Verwandte besuchen würde, aber das war’s dann auch schon.

Bei Alamo wurde mir statt des gebuchten Gunther & Lal@ mit BedienungChevrolet Blazer ein Chevrolet Suburban angedreht, der mir aber, nachdem ich zum Motel, übrigens zum Motel 6 Tempe, gefahren war, etwas zu groß vorkam, ich werde versuchen, den wieder gegen einen kleineren umzutauschen.

Abends habe ich mich mit Gunther, in Forumskreisen auch als AZCowboy bekannt, im Fat Tuesday in Downtown Tempe getroffen, wir haben ein paar Erfahrungen ausgetauscht und ein paar Bierchen getrunken. War sehr nett. Um kurz nach 11 lag ich endlich im Bett.

 

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