El Morro

Um 7:13 erblickten meine müden Augen die roten Ziffern der Hoteluhr. So spät schon? Zeit zum Aufstehen. Bis Hotelzone in Grants/NMFlagstaff sind es ca. 330 Meilen, ein paar Schlenker sollten noch dazu kommen.
Nach einer Stunde Fahrt auf dem I40 meldete mein Magen, dass er heute ausnahmsweise mal keine Apple Fritters inhalieren wollte, sondern Lust auf etwas Neues hatte. Und wenn es etwas Ungewöhnliches, Ausgefallenes sein soll, geht man zu - Denny’s, das mir auf einem Schild am Highwayrand angezeigt wurde. Grants hieß das Dorf, aufgetischt wurde ein Cinnamon Pancake Breakfast, wobei die Pfannkuchen fast so gut aussahen wie auf den Werbefotos. Und geschmeckt hat es auch noch.
Nach diesem festlichen Mahl schaute ich mir Downtown Grants kurz an und fuhr dann in Richtung El Morro.

Das Highlight dieses National Monuments ist der “Inscription Rock”, der aus einem Felsen besteht, der vor ein paar Hundert Jahren von allen möglichen Leuten mit Zeichnungen und Namen sowie Daten verschönert wurde. Also nicht den üblichen Kokopellis.

 
Hier sind fast alle Ritzungen aufgeführt, brauche ich nicht auch noch mal veröffentlichen.

El Morro

Ich schaute mir eine dreiviertel Stunden lang ein paar Inschriften an, dann zog es mich weiter. Sooo spannend fand ich das alles nicht. Da war die sehr hübsche indisch/amerikanische Rangerin sehenswerter......

El Morro - eine Inskription

Watt nu? Rein ins Zuni Land, raus aus dem Zuni Land, gleichzeitig auch raus aus New Mexico und rein nach Arizona.
Knapp 130 langweilige Meilen und 2 Stunden später erreichte ich den Petrified Forest, den ich eigentlich nicht besuchen wollte, weil wir im letzten Jahr schon dort waren. Aber wenn sonst nichts ist und die Sonne gerade mal wieder durch die Wolken lugt, kann man ja kurz nachsehen ob mittlerweile nicht ein weiterer Baum versteinert ist.

You are entering Zuni Land

Tante Agate, eine steinige Baumbrücke, die mit viel Beton unterfüttert ist, war einen 5-minütigen Besuch wert, aber der nächste Regen meldete sich an und ich wanderte zurück zum Auto, mindestens 100 Meter. Bewegung muss sein.....

Agate Bridge

Auf dem weiteren Weg kreuzte ich kurz das Wigwam Village in Holbrook, in Winslow waren wir auch letztes Jahr, konnte also ausfallen. Sogar unfreiwillig, denn ich habe gar kein Winslow-Schild gesehen und erst gemerkt dass ich schon vorbei war, als es zum Meteor Crater abging.

Wigwam Village Holbrook

Dieser Krater liegt 6 Meilen südlich der I40, ist also nur einen Katzensprung entfernt. Um 4:30 PM erreichte ich das Visitor Center, wo mir eine ältere Dame erklärte, dass der Eintritt 18 $ kostet und in einer halben Stunde geschlossen würde. Ob ich nicht lieber morgen nochmal vorbei kommen wolle. Ok, mach ich, für ein paar Minuten lohnt sich der Eintrittspreis nicht und zu sehen gibt’s wahrscheinlich auch nichts in so kurzer Zeit.

Meteor Crater - in einer halben Stunde geschlossen

Schaue ich stattdessen eben am Walnut Canyon vorbei.
Closing Time 5 PM. Ok, dann auch morgen.......

Walnut Canyon - um 5 PM geschlossen

Um kurz nach halb 6 erreichte ich Flagstaff, das zum Glück nicht um 5 Uhr schließt, checkte im Motel ein und spazierte durch leichten Nieselregen zum nebenan liegenden Sizzler. Ich hatte diese Restaurantkette seit über 10 Jahren nicht mehr besucht - aber mein Kollege Uwe schwärmt häufiger davon. Kann allerdings auch daran liegen, dass er kein Wort englisch spricht und ihm Buffets sowieso gut gefallen weil man da nichts bestellen muss.
Ich fand’s nicht so gut. Die Clam Chowder schmeckte zwar hervorragend, der Rest war aber eher Golden Corral Qualität, also für den einmaligen Besuch ganz nett, muss aber nicht häufiger sein.

Sizzler Flagstaff

Übernachtung:
Baymont Inn & Suites
2005 South Milton Road
Flagstaff, AZ
60,58 $ - über Wyndham gebucht
WIFI kostenlos

Abendessen:
Sirloin Tips plus Buffet.

396 Meilen/637 Kilometer gefahren

Einschlafzeit: 10:31 PM

Baymont Inn & Suites Flagstaff - Zimmer 135

 

 

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