Negril

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Egal wo du hin willst auf Jamaica, du landest fast immer in Montego Bay. Entweder du wohnst direkt vor Ort oder in Negril bzw. Ocho Rios, beides ca. 2 Busfahrstunden entfernt - jeweils in andere Richtungen. Wenn du mit einem Veranstalter gebucht hast, Neckermann, TUI oder Konsorten, steht ein Bus vor dem Flughafen für dich bereit. Wenn du selbstorganisert ankommst wartet niemand auf dich.

Warten auf den Bus zum Hotel

Ich habe einen Transfer bei Jamaica Tours gebucht - 30 $ für Hin- und Rückweg waren für mich akzeptabel. Die Strecke hatte ich allerdings unterschätzt. Im Feierabendverkehr - rushhourmässig, fast wie in Los Angeles - waren wir fast 150 Minuten unterwegs, in einem eisgekühlten Bus und mit hungrigem Magen. Am Flughafen gab’s zwar ein paar Läden die belegte Brötchen usw verkauft haben - aber wenn man denkt man wäre in ner halben Stunde “zu Hause” .....

Wir hatten ein Zimmer im Rooms on the Beach in Negril über Expedia Click & Mix gebucht. Wir kamen allerdings nicht aus Deutschland sondern haben nach einer musikalischen Kreuzfahrt ab Miami ein paar Tage Jamaica gebucht. Das Hotel entpuppte sich als klein - aber fein. Scheinbar neu renoviert, direkt am Strand - es gefiel uns auf den ersten Blick. Ok, auf den 2. Blick, wir sind ja erst spätabends abgekommen und sahen bis zum Sonnenaufgang nur das Zimmer.

Rooms on the beach, Negril. Eins der 76 Zimmer

Kleiner Pool - aber wer braucht in der Karibik einen Pool - im Hintergrund das Restaurant .....

Rooms on the Beach Negril - Pool und Restaurant

... in dem morgens bis 10:30 das Frühstück serviert wurde. Das kontinentale Frühstück, im Bild zu sehen, war im Preis inbegriffen, wer mehr haben wollte konnte zusätzlich etwas ordern.

Rooms on the Beach Negril  - Frühstück, Breakfast

Ein paar Meter weiter ist der durch eine Mauer vom Strand getrennte schattenspendende Palmengarten mit den Liegen. Stellt Euch zu dem Bild noch im Hintergrund säuselnde Musik, meistens von Bob Marley, vor. Moderner Reggae oder Dancehall war nur sehr selten zu hören.

Als nächstes 2 Strandbilder, da sabbert man doch bei dem Anblick, oder?

Rooms on the Beach Negril - Garten

Beach in Negril

Beach in Negril

wanna smoke?

Vorteil: Ein pudergezuckerter Strand, türkisiges warmes Wasser.
Nachteil: Man wird alle paar Sekunden angesprochen ob man irgendetwas kaufen will. Erdnüsse, Ananas, Zigaretten, Ganja. Ohne Pause, ununterbrochen. Und ein einfaches “NEIN” reicht oft nicht. Dazu will dir ständig jemand die Hand geben - was mir selbst hier zu Hause nicht gefällt. Wer weiss was die Hände vorher angefasst hatten. Es gab zwar eine Mauer zwischen Hotel und Strand - aber wer will immer eingesperrt sein.

Hört sich jetzt an als wären 2 alte Leute das erste Mal von zu Hause weg und stören sich daran wie andere Menschen leben. Das ist nicht so. Ich war bisher auf 18 karibischen Inseln - und überall gibt es Leute, die Geld verdienen wollen. Aber so schlimm wie hier habe ich es noch nie erlebt. Normalerweise hat ein nettes “nein” immer gereicht, hier wird diese Wort einfach ignoriert. Schade .....

Es lag ein süsslicher Duft in der Luft - überall und ganztägig. Alle Jamaikaner und geschätzte 90 % der Touristen rauchten ihre Joints immer und überall. Den ganztägig patroullierenden Polizisten haben die Ganjawolken nichts ausgemacht, jeder konnte unbelästigt das paffen was er wollte. Uns egal, wir sind Nichtraucher .....

ganztägig patroullierende Polizisten

Apropos Rauschmittel. Amis und Kanadier gingen immer einen dicken Kühlbecher in der Hand an den Strand. Eiswürfel gab’s an der Bar, dann wurde mit Rum und Cola aufgefüllt. Da in so ein Gefäß recht viel reinpasst waren schon um die Mittagszeit diverse Angetrunkene zu sehen, die - typisch Amerika - sehr laut waren, vor allen Dingen die Damen, noch allendingiger wenn neben dem Allohol auch noch Joints im Spiel waren. Handtücher wurden übrigens schon frühmorgens auf die Liegen gelegt. Und ich dachte das machen nur Deutsche und Engländer.....

Ein Ami auf dem Weg zum Strand

Bier gibt’s in mehreren Convenient Stores, Preis umgerechnet 2 US $. Eintauschen in Jamaica $ ist nicht nötig, du bekommst das Wechselgeld in einheimischer Währung ausgezahlt. Und wenn du dich vorher erkundigst wie der Wechselkurs ist merkst du auch ob es passt oder nicht.....

Sunnyside Beach Bar Negril

Essen kann man auch, z.b. in Alfred’s Ocean Palace direkt am Strand. Übersichtliche Speisekarte, aber lecker. Dazu gib’s eisgekühlte Getränke, laute Amis .....

Beispiele: Fish & Chips - Jerk Chicken - Fried Chicken - Fry Chicken.

Alfred's Ocean Palace

.... und wunderbare Sonnenuntergänge.

Sonnenuntergang in Negril

Musik liegt ganztägig in der Luft. Tagsüber Bob Marley oder andere weichgespülte Reggaes, abends ist Livemusik angesagt. Bands wie die Mighty Diamonds und Sänger wie Yellowman, John Holt oder Tinga Stewart sind Open Air zu sehen. Eintritt um die 12 US$.

neg09

Die Rastamänner sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Ihr Problem: Der Nachwuchs fehlt. Die Jugend hat lieber kurze Haare, goldene Ketten und ne Hose mit Bund auf den Knien. Rapper statt Rasta - das scheint modern zu sein. Dazu hat Mr. Loverman ein Smartphone in der einen und nen Joint in der anderen Hand. Immerhin ist der Joint noch eine Übereinstimmung.....

Ein perfekt zum Text passendes Bild hab ich leider nicht

 

 

Junge Mädchen und alte Männer - hier passt es, gegen Gebühr, zusammen.

Junge Mädchen und alte Männer

 

 

Natürlich wollten wir uns auch Negril Downtown mit dem berühmten Rick’s Cafe ansehen. Aber auch hier: Taxi - wanna smoke - Taxi - wanna Smoke - Taxi .......
Ein ruhiges spazieren gehen war nicht möglich, wenn kein Taxifahrer nervte waren es die Ladenbesitzer, die einen in ihren Shop ziehen wollten.
Man hat keine Sekunde seine Ruhe - wir haben uns den Ort deshalb nach ein paar Minuten geklemmt und sind wieder zum Hotel gefahren. Scheiss was auf den sonnenuntergänglichen Felsensprung. Bilder aus Negril habe ich nicht - sobald ich den Fotoapparat in der Hand hatte sprang jemand ins Bild und wollte Geld für ein Foto haben.

Kurz voir Negril war auf einer Brücke immerhin ein Bild des Flusses möglich.

Fazit: ein perfekter Urlaubsort. Sommer, Sonne, Wasser, alles wunderbar. Wenn man von den einheimischen Verkäufern nicht ständig belästigt würde wäre es fast zu perfekt.....

Jamaicanische Kaffee-Koch-Kunst: man nehme einen Styroporbecher, schraube den Deckel eines Löskaffee-Glases ab, schütte so viel des gefriergetrockneten Granulates in den Becher, wie man nach Augenmaß meint. Bereitet man gleich mehrere Becher gleichzeitig zu, dann schüttet man je nach Bedarf das Granulat von einem Becher in den anderen. Das macht man so lange, bis eine weitere Person hinzutritt, einen prüfenden Blick in die Becher wirft. Dann schüttet man das Granulat eines Bechers zurück ins Glas und beginnt mit der gleichmäßigen Verteilung von vorn. Wenn dieser Vorgang zur Zufriedenheit abgeschlossen ist, nimmt man einen weiteren Becher und geht mit dem zu einem auf dem Grill stehenden Edelstahlbehälter, nimmt dessen Deckel so weit ab, dass man mit einer Kelle heißes Wasser heraus und in den Becher schöpfen kann. Mit dem Wasser gefüllten Becher kehrt man zurück zu den mit Kaffeepulver bestückten und füllt diese damit auf. Dieser Vorgang wird so oft wiederholt, wie Kaffees zuzubereiten sind. Anschließend kommt noch ungefragt eine dicke Portion gesüßte Kondensmilch hinzu. Zucker gibt’s immerhin separat.
Gesehen am Flughafen in Montego Bay

Jamaikanische Sprengstoff-Schnüffler. Was haben eine alte Jamaicanerin im Rollstuhl, eine mittelalte Jamaicanerin und Volker gemeinsam? Sie sehen aus wie Selbstmordattentäter. Die Rollstuhlfahrerin wurde als erste gefilzt. Gleich nach dem Boarding, kurz vorm Einsteigen wurde sie heraus gewunken und ihre Handgepäck komplett auf links gedreht. Jedes Teil wurde ausgepackt, von allen Seiten betrachtet und wieder in den Koffer gelegt. Der war am Ende so schlecht gepackt, dass der Deckel kaum noch zuging. Dann endlich war Volker dran. Ich hatte zwischendurch immer wieder einen Blick auf die Flugzeugtür. Nicht, dass die noch ohne uns abhauen. Erst wurde er selbst und dann seine Taschen inkl. Inhalt mit einem Tüchlein abgewischt, das anschließend direkt in einen Tester gegeben wurde. Wir dachten erst, es ging um Rauschgift und fanden daher die Auswahl der unter die Lupe zu nehmenden Passagiere fast lustig, da wir die einzigen zu sein schien, die nicht mal Zigaretten geraucht haben.

Erinnert mich bitte irgendjemand daran, beim nächsten Urlaub der nur annähernd die Karibik streift, Geh-Fott-, Verpiss-Dich-, Hau-Ab-Spray nicht nur einzupacken sondern auch zu benutzen? Diese viesen Viecher (oder fiesen Fiecher) diese infamen Insekten (ich liebe diese Alliterationen, aber meine sind nicht halb so lustig wie die in Bauer-sucht-Frau. Kuscheliger Kuhhirte, minimalistischer Milchbauer, eifriger Eierdieb, fesselnder Feldhase hört sich viel amüsanter an.

 

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