Tombstone

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Wir spielen Cowboy und Indianer.
Während 1878 Johann Fiege in Bochum die Brauerei Moritz Fiege gründet und das erste Pilsener Bier braut, buddelt weit entfernt in der Wüste Arizonas Edward Lawrence Schieffelin im Sand nach Silber.

buddelt weit entfernt in der Wüste Arizonas Edward Lawrence Schieffelin im Sand nach Silber

Welcome to Tombstone

Und während ein Jahr später Werner von Siemens in Berlin einen Straßenzug mit den ersten Kohlebogenlampen elektrisch erleuchtet, gründet derselbe Edward in demselben Wüstensand eine „Stadt“ namens Grabstein.

In Tombstone sind nicht nur eine ganze Reihe Revolverhelden begraben, sondern auch der Hund. Ich fand es hier sterbenslangweilig, da hatte mir Virginia City schon besser gefallen. Ich kann diesen pseudo-geschichtlichen Orten sowieso nicht viel abgewinnen.

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Dadurch, dass in Amerika das Mittelalter übersprungen und vom Steinzeit-Indianer gleich auf Art Deco umgestellt wurde, reicht die architektonische Geschichte nicht sehr weit zurück. Das Anschauen von einfachen Holzhütten finde ich nicht so spannend. Ich hätte vorher nie nach Rothenburg o.d.T. oder Celle fahren dürfen, dann hätte ich Holzbürgersteigen und Spucknäpfen mehr abgewinnen können.

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Aber für echte Western-Fans muss hier das Paradies sein. Nicht, dass die Westernstadt an sich so phänomenal ist, aber es gibt eine ganze Reihe Läden, in denen man das „Original“-Outfit der Migranten kaufen kann. Wie authentisch das Angebot ist, kann ich nicht beurteilen, aber es sieht perfekt aus.

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Wäre ich Western-Fan, ich hätte mindestens 2 Schrankkoffer zusätzlich auf dem Rückflug aufzugeben. Von Cowboy- und Schleierhütchen über Spitzenschirmchen und Stöcke, lange Kleider und Gehröcke, Hemden und Blusen, Hosenträger und Westen bis hin zu Stiefeln und Sporen. Da muss doch jedes Cowboy-Herz höher schlagen.
Leider kommen die Rothaut-Fans zu kurz, aber denen reicht wohl auch ein Lendenschurz.

Tombstone

Was wir hier vermisst haben: Eine Schiesserei auf offener Straße - alle 30 Minuten oder so. Ok, es gibt eine im O.K. Corral, aber hinter verschlossenen Zäunen, nur 2x täglich und es kostet Eintritt. Da hält man doch die Besucher davon ab, die umliegenden Läden leer zu kaufen.

Was hat es mit dem O.K. Corral auf sich? Hier trafen sich am 26.10.1881 einige Leute, die sich scheinbar nicht leiden konnten. Es begann eine Schiesserei, an der insgesamt acht Personen beteiligt waren: Wyatt Earp, Morgan Earp, Virgil Earp und Doc Holliday kämpften gegen Frank McLaury, Tom McLaury, Ike Clanton und Billy Clanton. Billy Claiborne befand sich nur zufällig vor Ort und geriet als Unbeteiligter in die Auseinandersetzung hinein. Beide McLaurys und Billy Clanton wurden getötet, Holliday, Morgan Earp und Virgil Earp verwundet, Ike Clanton und Billy Claiborne flüchteten unverletzt.
Wir bevorzugen den Golden Corral .....

 

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