Skyline Trail

So sah es am Trailhead aus

und so sah es eigentlich auch den gesamten Weg aus. Schnee, wohin man guckt. Für manche Leute ist der Weg wirklich problemlos; nicht ganz neidfrei muss ich eigentlich alle an mir vorbeiziehen lassen. Trotz meiner wirklich guten Wanderstiefel komme ich nur langsam voran und rutsche teilweise mehr als dass ich laufe. Dabei geht es ja erstmal nur bergauf, wie soll das bloß auf dem Rückweg werden... 

Gleich neben dem Weg steht kurz nach dem Start ein Reh, völlig ohne Scheu

Ganz seelenruhig trottet es seines Weges

Man kann auf dem Foto sehen, wie nahe es dem Weg ist – und wie viele Leute trotz Schnee auf dem Trail unterwegs sind. Erschwerend kommt sicherlich hinzu, dass heute Samstag ist.

Leider trifft hier das Phänomen nicht zu, dass je weiter wir laufen, desto weniger Leute unterwegs sind; die Menschenmassen verlieren sich hier nicht.

Schneefreie Stücke gibt es leider nur abseits des Weges

Blick auf einen der Gletscher am Mount Rainier; je höher wir kommen, desto weniger Wolken haben wir über uns.

Mount Rainier

Mount Rainier

Nach unten hin sieht es jedoch ganz anders aus, alles voller Nebel.

Und immer weiter geht´s durch unglaubliche Schneemassen.

Mount Rainier

Ich gebe ja zu, unter dem blauen Himmel sieht es schon sehr malerisch aus.

Mount Rainier

Nur wenige kurze Stücke sind schneefrei.

Normalerweise ist dieser Trail wohl um diese Jahreszeit ein Wildblumenparadies, aber nur wenige haben es durch den Schnee geschafft.

Wasserfälle gibt es an jeder Ecke

Hinter dem Foto steckt eine lustige Geschichte

Während einer kleinen Pause in einem der wenigen schneefreien Stücke kommen wir mit einem anderen Pärchen ins Gespräch. Gegenseitig schießen wir Fotos von uns und als der Mann uns miteinander reden hört, kommt unweigerlich die übliche Frage „Where are you from?“ – „From Germany“. Worauf er völlig konsterniert fragt „So tell me, what are you doing here? You have the Alps!“. Wir wissen nicht, was wir antworten sollen – wo er Recht hat, hat er wohl Recht.

Noch eine wunderschöne Begegnung:

Es lässt sich nicht aus der Ruhe bringen; ich bekomme nur einen schrägen Blick ab, bevor es diesen wieder in die Ferne schweifen lässt – gerade so als würde es auf seinen Mann warten, der nach einem langen Marsch aus der Ferne wieder nach Hause kommt.
Mount Rainier

Da oben, da müssen wir hin.

Ganz unheimlich wabert der Nebel immer wieder an die Bergwände, um sich dann wieder ein Stück zurückziehen; nur um danach wieder hoch zu wabern.
Mount Rainier

Und dann sind wir endlich am Panoramapoint angekommen. Leider gibt es heute kein Panorama, nur wenige Bergkuppen kann man durch die Wolken blitzen sehen.
Mount Rainier

Aber der Ausblick auf Mount Rainier ist immer wieder toll.

Tja, und da wir nun oben sind, bedeutet das für uns, dass wir nun wieder runter müssen. Trotz Warnung aus dem Visitor Center gibt es einige Leute, die weiter laufen; wir sehen sie auf der gegenüberliegenden Seite rum laufen. Aber ich mag nicht mehr; der Weg zurück so wie wir gekommen sind, bedeutet 2 Meilen; der Weiterweg über den Panoramatrail mehr als 3 Meilen, das ist mir entschieden zu weit.

Und der Rückweg ist dann auch so beschwerlich wie angenommen. Ungezählte Male setze ich mich auf den Hosenboden, aber irgendwann kommen wir dann auch endlich unten an.

Wir machen noch den kleinen Abstecher zu den Myrtle Falls.

Myrtle Falls

Subalpine Daisy

Zum Aussichtspunkt auf den Nisqually Gletscher laufen wir dann auch noch, doch wo ist der Ausblick?

Am Wegesrand läuft uns noch ein Grauwolf über den Weg, leider zu schnell fürs Foto.

Hier befinden sich auch einige Blumen.

Da der Nebel mit der Dämmerung immer stärker wird, machen wir uns langsam auf den Rückweg zur Lodge. Nach einem schnellen Abendessen verziehen wir uns schon früh aufs Zimmer; auch wenn wir heute nicht so viel gelaufen sind, war das Gestapfe durch den Schnee doch super anstrengend.

Fazit: Ich hatte mich sehr auf den Panoramatrail gefreut und war dann doch ziemlich enttäuscht. Ich hasse Schnee (ja, ich weiß, ich wiederhole mich), die Wanderung war mehr als mühselig. Dazu diese unglaublichen Menschenmassen, das fehlende Panorama. Irgendwie bin ich nur genervt; nach der Einsamkeit am Mount St. Helens ist mir das hier echt zuviel.

Übernachtung: Paradise Inn am Mount Rainier

Gefahrene Meilen: keine

Gelaufene Meilen: 6,2

 

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