on Board

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Eigentlich hat Uli auf der vorherigen Seite schon alles erzählt - bis auf die Einzelheiten. Über die Reihenfolge der Bands und ein paar weitere Dinge, die mir aufgefallen sind verliere ich jetzt ein paar Worte.

 

Nach der üblichen Prodezur - Running Order für den ersten Tag, Handgepäckdurchleuchtung und Kreditkartenabgabe sowie Empfang des Seapasses - waren wir fast auf dem Schiff.

Hier gibt's den Seapass - mit dem du ALLES, was du an Bord kaufst oder verzehrst, bezahlen must.


Vorher mussten aber noch Hüte und Sonnenbrillen abgenommen werden zwecks eines Fotos in Verbindung mit dem Seapass. Eine Band war neben uns - sehr genervt von dem ganzen Prozedere. Ich fragte wer sie denn seien.
Overkill - mit Entrüstung in der Stimme dass ich sie nicht erkannt hatte. Aber ausser dem Miniplisänger kannte ich nunmal keinen - und Bobby Ellsworth checkte wohl zu ner anderen Zeit ein.

Noch ein paar Meter und wir sind da....

Ein letztes Bild vor dem Schiff - Uli erklärt hiermit die 70.000 Tons of Metal 2012 für eröffnet .....

Uli betritt das Schiff

Endlich an Bord - wir fühlten uns sofort wieder heimisch. Die Kabinengänge waren noch geschlossen, unsere Mägen knurrten, also vertrauten wir auf unsere Ortskenntnis und fuhren in die 11. Etage. Die 11 ist eigentlich immer richtig, ausser du willst ins Bett. Hier oben kommt man ans Buffet, zum Pool und der dortigen Bühne. Und zur Sonne natürlich.

Der Fahrstuhl zur 11. Etage - und natürlich auch zu anderen Stockwerken

Das Buffet war bereits eröffnet, der Hunger wurde schnell gestillt, dann haben wir am Pooldeck den nach und nach eintreffenden anderen Metallern zugesehen und alte Freunde begrüsst. Anfangs kam es mir so vor als wären nur Deutsche an Bord, überall hörte man - hauptsächlich hessische - Töne. Die meisten dieser Tattoostudiopartypeople haben wir aber erstaunlicherweise nie wieder gesehen.
Unsere Freunde Ute & Andie trafen ein paar Minuten nach uns ein - es konnte losgehen.

Windjammer Restaurant

Der Aufbau der Poolbühne kam nicht voran - es war recht schnell klar, dass sie nicht in der geplanten Zeit fertig sein würde. Das Problem war, wie schon im letzten Jahr, der Kran. Zwar war der Kranfahrer anwesend, aber statt 5 Tonnen war ein 2,5 Tonner angeliefert worden, und der brauchte ein paar Fahrten mehr bis alles oben war.
Angeblich.
Mir kam es eher vor als wäre zwar alles oben aber niemand da der es zusammensetzen konnte. Teilweise sah man nur einen Arbeiter und viele Zuschauer.
Die Abdeckung des Pools passte wohl auch nicht, es musste hier und da die Säge angesetzt werden.

Das dauert noch bis es fertig ist

Naja, solange sich die nicht perfekte Planung auf solche Kleinigkeiten beschränkt und die Musik immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort gespült wird ist es egal... 
Aber so ein Problem gab es 2011 auch, was soll’s, solange noch 2 weitere Bühnen da sind. Allerdings konnte das Schiff nicht warten bis alles fertig war sondern musste pünktlich losfahren um ebenso pünktlich in Grand Cayman anzukommen.

Ein paar Impressionen des ersten nachmittags

Muster Drill

Bei jeder Kreuzfahrt gibt es eine Sicherheitsunterweisung, hier Muster Drill genannt. In deiner Kabine ist eine Anweisung wann du dich wo einzufinden hast um diesen Drill mitzumachen. Es gibt eine Anwesenheitskontrolle. Es wird auf lustige Art und Weise erklärt wie man sich bei einem Problem zu verhalten hat - zugehört hat aber niemand. Es wurde gejubelt und sogar Stagediving ohne Stage vollbracht.

Zu den Getränken: Nach den Erfahrungen der letzten Kreuzfahrt war natürlich genug Bier an Bord. So ein Geschäft lässt sich niemand entgehen. Foster's - die doppelte Menge für die Hälfte mehr Geld - aber nach Bier schmeckts nicht unbedingt....Das beste Preis-Leistungsverhältnis war bei Foster’s - 8,46 $ pro Dose, incl. Steuern und 15 % Trinkgeld. Zahlbar wie alles andere auch über den SeaPass. Du bestellst bei einem der vielen Kellner und gibst ihm deinen Pass. Wenn er zurück kommt unterschreibst du die Rechnung und es wird auf deine Gesamtrechnung gesetzt. Wenn Getränke für mehrere Leute gebracht werden wird nach dem Namen gefragt - und schon bekommst du dein passendes Getränk. Dein Name steht ja auf dem SeaPass....
Wenn du wissen willst wieviel zu schon versoffen hast kannst du an der Rezeption nachfragen. Du kannst auch vorher Bargeld abgeben, das auf der Karte gutgeschrieben wird und abgesoffen werden kann. Wenn du beim einchecken deine Kreditkarte abgegeben hast kannst du unlimited saufen.....
Und ganz nebenbei ist das Ding auch noch die Schlüsselkarte für deine Kabine. Du darfst also alles verlieren was du hast - aber nie den SeaPass ......

SeaPass Royal Caribbean

Gleich am ersten Nachmittag an Bord wurden wir mehrmals auf unsere Geschichte der letzten Cruise und auf die Vorschaustory zu dieser Fahrt angesprochen.
Zitat: Ich hab’s gelesen und Toilettenpapier eingepackt, mein Kumpel nicht. Und willst du wissen was dem passiert ist?
Lieber nicht .....

Im Laufe der nächsten Tage haben sich viele deutsche Mitreisende bei uns bedankt - was uns erst irgendwie unangenehm war, wir uns im Laufe der Zeit aber daran gewöhnt haben. Man ist sich beim schreiben einer Geschichte, die eigentlich für die persönliche Erinnerung gedacht ist, gar nicht bewusst dass man auf dem relativ kleinen Schiff jemanden treffen könnte, der diese Zusammenfassung gelesen hat. Danke für alle Bedankungen jedenfalls .....

Was sollte ich noch erwähnen? Achja, wir sind diesmal zu viert unterwegs, 8 Ohren hören mehr als 4. Die meisten Bands sind uns eher unbekannt - aber wir machen es wie im letzten Jahr: Learning by cruising .....
Von rechts nach links: Uli - Andie - Ute - Volker

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