Metal Hammer Paradise 1. Tag

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An der Ostsee wabt der Nebel des Grauens über das Wasser, es ist eisekalt. Da hilft nur die hoffentlich bald beginnende heisse Musik um eine eventuelle Erkältung oder eine Metalohrentzündung zu verhindern.
Welche Band eröffnet das Festival?
Die Antwort: The Answer aus Nordirland im Baltic Ballroom. Nette rockige Songs die mich leicht an die Quireboys erinnerten, die mich ihrerseits an die Rockmusik der frühen 70er Jahre einnerten. Hat mir gut gefallen.

The Answer

17:15 - Unleashed im großen Zelt, auf der Maximum Metal Stage: Schwedischer Death Metal - nett anzuhören, aber nicht wirklich meine Musik.

Die Zeltbühne ist riesig, man kann sich mit 3 oder 4 Leuten schon darauf verlaufen, die Beleuchtung gut. Leider sind vor der Bühne keine Strahler, die Instrumente sind deshalb oft nur zu erahnen, weil das Bühnenlicht von hinten kommt.

Unleashed

18:45 - Die Secutirydame am Eingang zum Riff Rondell verzog das Gesicht, die von drinnen zu hörenden Geräusche waren ihren Ohren nicht sehr geheuer. Der Weg einer Freiheit spielte auf einer winzigen Bühne, es wurde geschreddert und gekreischt. Es soll Menschen geben denen sowas gefällt.....

Der Weg einer Freiheit

18:45 - Im Ballsaal, der hitzemässig mit jeder Sauna standhalten konnte, spielten Belphegor nicht unbedingt zum Tanz auf, ausser zum gaaaaaanz langsamen. Ich dachte Belphegor wäre einer Figur aus einer 60er-Jahre Krimiserie und nicht ne österreischische Death Metal Band. Nette Gesichtsbemalungen - tiefer die Töne nie grunzten.

Belphegor

19:15 - Paradise Lost waren die Nächsten. Routinierter Auftritt ohne großen Spaßfaktor seitens der Band. Aber so kennt man sie. Immerhin weiss ich jetzt dass Nick Holmes ne Rolex trägt.....

Nick Holmes - Paradise Lost

Auf dem Weg von hier nach da bin ich in die Autogrammstunde von Belphegor geraten. Die mussten mindestens 15 Sekunden so tun als wären sie böse - bis der Blitz endlich funktionierte.

Belphegor

20:45 - Samael spielten “Passage” - ein Album das mir bisher noch nicht aufgefallen war. Nett......

Samael

20:45 - Von Anvil hatte ich schon häufiger gehört - klar, die sind schon seit 35 erfolglos auf allen möglichen Bühnen dieser Welt zu sehen gewesen. Frontsau Lips machte minutenlange Ansagen von denen er wohl dachte sie wären lustig, dann gab’s ein uninspiriertes Gitarrensolo und zum Schluß auch noch ein Schlagzeugsolo. Eigentlich sollte man nach über 35 Jahren so viele Songs im Repertoire haben dass man 45 Minuten auch ohne solche Soloeinlagen durchstehen kann.
Thumbs down.....

Anvil

21:15 - Saxon: Auch seit knapp 35 Jahren auf Tournee, es scheint aber immer noch Spaß zu machen - und die Band hat eine große Tüte voller Hits zu bieten. Ich hoffe dass ich auch noch so gut drauf bin wie Biff, wenn ich in seinem Alter bin. Naja, so lange ist es nicht mehr bis dahin.....

Saxon

 

22:45 - Der für mich überraschende Höhepunkt des Abends fand dann wieder im Rondell statt. Deadlock hatte ich zwar schon zweimal live gesehen - die Band kam mir aber bisher irgendwie übermotiviert und hektisch vor, speziell Sänger John übertreibt die Publikumsanmache manchmal. Aber diesmal - eine energiegeladene Show, wie man es von den toten Locken kennt - und gar nicht nervig. Das Ganze artete zu einer Art unfassbarem Kindergeburtstag aus und hat allen unglaublichen Spaß gemacht. Die waren so gut dass ich Tiamat verpasst habe.....

Deadlock

 

Der Rest der Nacht? Ich habe In Extremo zum wiederholten Mal nicht gesehen und war zur Discotime in der Galeria-Bar wo alles von Metallica über AC/DC bis Bon Jovi wurde lauthals mitgesungen wurde. Um 3 Uhr war für mich Schluß - die Aftershow Party habe ich irgendwie verpasst.
Gute Nacht.....

 

 

 

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