bien estar

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á Wohlfühlen

im Kommunismus ist für uns natürlich nicht ganz leicht. Obwohl ich nicht weiß, wie viel Demokratie bei uns noch herrscht, Diktator Mammon ist ja schon lange an der Macht. Freie Meinungsäußerung ist nur erlaubt, wenn sie nicht negativ ist, die Wahrheit wird schon lange zensiert. Wir dürfen nicht alles sagen aber wir dürfen alles kaufen. Für den nötigen Kaufanreiz schreckt Diktator Mammon nicht mal vor einer Schweinegrippenpandemie zurück. Was wundert, denn ist die nicht wieder islamfeindlich?

Es sind allerdings nicht die Touristen, die den Kubanern einen langen Hals machen, sondern die Kubaner selbst. Wir laufen mit bequemen Klamotten rum und stellen unsere Habe gewiss nicht zur Schau. Der Kubaner macht aber genau das ganz gerne. Also, wenn er was hat. Zum Beispiel Verwandte in Florida. T-Shirts mit üppigem Golddruck, Designerjeans und nicht zu vergessen Handys und iPods.

 

Und wenn man nichts hat, dann läuft man auch gerne mal mit einem (leeren?) Adidas-Schuhkarton unterm Arm in der Gegend rum. Uns hilft das aber nichts, wir werden trotzdem als Touristen enttarnt und auf Schritt und Tritt angesprochen, um eine spanische Zeitung von vorgestern zu kaufen, einen Kugelschreiber oder Seife zu spendieren oder eine Kutschfahrt zu einem ganz besonders günstigen Preis zu unternehmen

So halten wir uns lieber in den Straßen auf, die ein bisschen außerhalb des troubeligen Zentrums liegen. Ein Gefühl der Unsicherheit hatten wir nie, nicht mal in etwas abgelegenen Gegenden. Die Kubaner freuen sich über die Touristen, immerhin bringen sie Geld und kleine Geschenke mit, und ganz besonders über Deutsche. Manche von ihnen sprechen noch aus DDR-Zeiten Deutsch und einige waren auch schon mal in Deutschland.

ein bisschen außerhalb des troubeligen Zentrums

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