Irgendwann fragten uns Helga & David, wenn wir denn mal wieder nach Amerika fahren würden und ob sie mitkommen könnten.
Tina wollte mal wieder nach Florida, wo sie 1990 mit Carmen schon mal gewesen war. Und David hatte eine Verwandte in Boca Raton, die er mal besuchen wollte. Im Fernsehen waren täglich Sendungen über Leute, die in Florida überfallen worden waren, meistens aber aus eigener Dummheit und David kannte sogar einen Deutschen, der dort erschossen worden war.
1. Tag
Aber
wir ließen uns durch so etwas nicht abhalten und flogen am 20.11.93 von Düsseldorf
über London mit
nach Miami. Dort übernahmen wir unser Auto, einen Toyota Camry und fuhren nach Ft. Lauderdale, wo wir für die ersten beiden Nächte Zimmer im
Bahia Cabana
gebucht hatten, wo Tina schon mal gewohnt hatte und wo es ihr sehr gut gefallen hatte. Vor allen Dingen die Drinks an der Bar. Der Long Island war aber nicht mehr soooo gut wie in der Erinnerung. Aber das ist ja bei den meisten Sachen so. Wir gingen früh schlafen und waren natürlich am nächsten Morgen schon zum Sonnenaufgang wach. Aber ist ja meistens so am ersten Tag, oder ?
74 KM gefahren
2. Tag
Wir waren hauptsächlich am Strand
und ich machte mit den beiden eine Tour mit der
.
Tina hatte die Tour schon
mal gemacht und blieb am Strand. Im Nachhinein wären wir auch besser da geblieben. Man sitzt mit tausenden von Rentnern in einem Boot und kuckt, wo die Villa von irgendjemand ist. Und zwischendurch kämpft noch ein Indianer gegen ein Krokodil. Abends besuchten wir Tante Wilma in Boca Raton und gingen mit ihr zu ihrem Stammrestaurant. Sie war 73 Jahre alt und brauchte"nur noch" 3 Jahre an der Kasse eines Supermarktes zu arbeiten, bis sie dann aufhören konnte. Da haben wir es in Deutschland doch recht gut.
83 KM gefahren
3. Tag
Dann packten wir die Koffer und fuhren über
Palm Beach und
Cape Canaveral
, wo aber schon geschlossen war und wir uns vornahmen, irgendwann noch einmal dorthin zu fahren,nach Daytona, wo schon wieder absolut nichts los war. Wenn nicht gerade Spring Break oder Biketoberfest oder eine ähnliche Veranstaltung ist, ist die Stadt völlig ausgestorben. Dafür bekommt man auch Zimmer für 18-20 $. Aber es lohnt sich nicht, außer für eine Fahrt den Strand entlang. Dabei muß man aber gut aufpassen, das man nicht im Sand steckenbleibt.
463 KM gefahren
4. Tag
Am
nächsten Tag fuhren wir die Küste entlang an ein paar sehr schönen Leuchttürmen vorbei bis nach Ft. Augustine, wo wir ein altes spanisches Fort besichtigten, durch die Stadt bummelten und dann noch nach Orlando weiterfuhren, wo wir die nächsten Tage im Motel 6 wohnten.
300 KM gefahren
5. Tag
Einen
Tag waren wir in
Epcot
,
wo man sich einen marokkanischen Fes aufsetzen kann, den nächsten in den Cypress Gardens , wo diverse Wasserskishows und viele bunte Blumen
zu sehen
45 KM gefahren
6. Tag
und zu filmen
waren.
188 KM gefahren
7. Tag
Einen Tag
im
Magic Kingdom
waren wir auch noch. Einzelheiten über die Parks werden ja wohl allgemein bekannt sein. Und mittlerweile hat sich ja auch viel verändert bzw. ist vergrößert worden. Aber die Abendshows haben sogar mir gefallen. Und einen Abend waren wir im
Butcher Shop
und haben riesige Steaks gegessen.
Und beim Chinesen haben wir auch ein Foto gemacht. 
45 KM gefahren
8. Tag
David
fragte
immer nur, wann wir denn nach Key West kämen, und die Antwort war immer : bald. Über Tampa ging's dann St. Petersburg, wo die Damen im
Dali Museum
waren während ich mit David zum Strand fuhr, wo es aber ziemlich schattig war. Wir schauten und dieses große pinkfarbene Hotel an, wie hieß es noch??? Dann holten wir die beiden aus dem Museum wieder ab, um uns ein Motel zu suchen, aber irgendwie gefiel uns die Kälte nichts besonders und wir fuhren noch weiter bis Venice.
300 KM gefahren
9. Tag
Von
dort
fuhren wir nach Sanibel, wo ein Freund von David vor ein paar Monaten in einem Hotel eine Uhr liegengelassen hatte, die wir erstaunlicherweise wieder bekamen, und Captiva Island, wo wir ein paar Muscheln "einmuschelten". In der Ecke Florida's könnte auch gut länger Urlaub machen.Wir übernachteten in einem Apartement in Naples, das wir durch eins von den vielen Discount Heften gefunden hatten.
239 KM gefahren
10. Tag
Morgens machten
wir noch ein Foto am Strand und dann ging es weiter in die Everglades, wo wir die 2 stündige Bootstour vom Visitor Center aus und dann noch eine Propellerboot Tour machten. Da ich mittlerweile zum dritten Mal da war, hat es mich nicht mehr besonders interessiert, die Meinung der anderen wird hier bestimmt noch mal eingefügt. Beim kleinsten Postamt Floridas war gerade ein deutsches Paar mit filmen beschäftigt. Er erklärte ihr
genau, was sie tun sollte, nämlich aus dem Wohnmobil aussteigen und ins Postamt gehn, aber genau in dem Moment ging Tina hinein. Also die ganze Szene noch einmal. Diesmal ging Helga ins Postamt. Entnervt warteten die beiden dann, daß wir endlich abhauten. Normalerweile ist es ja nicht unsere Art, andere Leute
zu ärgern , aber in diesem Fall hat es Spaß gemacht, vor allen Dingen weil er sie auch ziemlich angeschrien hat. Übernachtet haben wir dann auf Key Largo in
Gilbert's Resort
, auch das Motel kannten wir aus einem Discount Heft. Dann ging es ( endlich, sagte David) nach Key West.
265 KM gefahren
11. Tag
Unterwegs waren gerade Dreharbeiten für den Film "True Lies", ein Pappdüsenjäger hing an einem Kran, im Film flog Arnold Schwarzenegger dann in einem sehr echt aussehenden Flugzeug.Und den Kran sah man im Film auch nicht mehr. Wir mieteten uns in Key West im
Atlantic Shores Resort
ein, in dem ich vor 2 Jahren mit Jörn auch gewesen war. Allerdings kostete die Nacht jetzt nur noch 45 $ statt 145 $. David wollte sofort an den Strand und sauste dort auch sofort ins Wasser, schrie auf, und kam humpelnd wieder zurück. Sein linker Fuß blutete sehr stark, er war wohl auf einen Manta getreten und der hatte in mit seinem Schwanz gestochen. Irgendjemand hatte sofort die Ambulance gerufen und wir fuhren ins Krankenhaus, wo David ärztlich versorgt wurde. Wir sahen zum erstenmal, wie man Fieber messen kann, indem man nur ein Gerät für 2 Sekunden ins Uhr steckt und waren total begeistert. Vor alle Dingen die beiden Krankenschwestern natürlich. David war erstmal die Lust am urlauben vergangen und wir sahen uns ohne ihn zuerst den Sonnenuntergang am Mallory Square an, wo mittlerweile richtig was los war und dann probierten wir noch ein paar neue Mischungen im
aus.
234 KM gefahren
12. Tag
Am
nächsten
Tag ging es mir nicht besonders gut einer der 8 Daiquiris muß wohl schlecht gewesen sein. David humpelte mit uns die Duval Street entlang, aber irgendwie hatte er den Spaß am Urlaub verloren. Wir machten diverse Foto
waren noch mal im Krankenhaus und fuhren dann wieder zurück nach Miami, weil David es in Key West nicht mehr aushielt.
35 KM gefahren
13. Tag
Dort
mieteten wir uns in Sunny Isles ein und taten eigentlich nichts mehr. Tina und Ich wollten noch für ein paar Tage auf die Bahamas, und wir gingen in das Reisebüro, in dem wir vor 2 Jahren auch die Tour nach Jamaica gebucht hatten.
315 KM gefahren
14. Tag
218 KM gefahren
15. Tag
Helga brachte uns früh morgens zum Fort Lauderdale Airport, von wo wir mit Carnival Airlines in 37 Minuten nach New Providence flogen. Dort wohnten wir im Hotel
Crystal Palace
, was mittlerweile, glaube ich, Marriot Cable Beach heißt. Ein schönes, sehr großes Hotel mit Casino und einem ganz hervorragenden Frühstücksbuffet, welches bereits im Preis mit inbegriffen war. Hätte sonst 19 $ gekostet. Die Nebenkosten waren überhaupt völlig außerhalb eines vernünftigen Preis-Leistungs-Verhältnisses, so etwas teures habe ich noch nirgendwo erlebt.
Wir sind dann einen Tag am Strand gewesen, einen Nachmittag in Nassau gewesen und haben und massenhaft Kreuzfahrer angeschaut, die scheinbar alles und zu jedem Preis kaufen und sind noch einen Tag auf Paradise Island gewesen, was aber auch nur aus Hotels und einen Strand bestand. Und das gibt es in Florida auch, nur zu akzeptablen Preisen. Irgendwie kam es mir vor , als bestände alles dort nur aus Touristen und Verkäufern bzw. Bediensteten. Ein Leben außerhalb der Hotels schien es gar nicht zu geben, aber wir sind ja auch nicht überall gewesen.

19. Tag
Nach 4 Tagen war jedenfalls wieder der Heimflug angesagt, am Flughafen bekam man bereits die Einreisestempel für die USA und nach wieder 37 Min. waren wir wieder in Fort Lauderdale, wo uns Helga auch wieder abholte. Wir sind dann noch einen Tag ( dem Tag, an dem Paul & Bine geheiratet haben übrigens) in Miami gewesen, sind mit dem Metro Mover gefahren, waren im Bayside Center, haben noch einen Daiquiri beim Fat Tuesday getrunken, diverse Souvenirs gekauft und abends das Auto gegen einen Van getauscht, damit wir am nächsten Tag all unsere Koffer und Taschen zum Flughafen transportieren konnten.
21. Tag
Am
letzten Tag waren wir dann noch mit vollgepacktem Auto auf Key Biscayne und haben gewartet, daß es Zeit wurde, zum Flughafen zu fahren, die letzten Fotos geknipst, wieder eine lange Hose angezogen und dann flogen Helga und David nach Toronto, um Tante Mariechen oder so für eine Woche zu besuchen, und wir flogen über London nach Hause.
Vielleicht können Helga & David ja auch noch was erzählen, was dann hier noch rein kommt.
Dazu schreibt David :
Hi Volker,
So lange ist es her? Fand die Geschichte ganz gelungen.Den Anwalt wegen der Sache mit dem Datenschutz (halb bekleidete Helga, damals schwanger, auf dem Strand) habe ich schon eingeschaltet. Da kommt eine saftige Geldforderung auf dich zu. Das geht so nicht, da bin ich deutsch. Das lass ich nicht ruhen. Da gehe ich bis zum Verfassungsgericht, dass lass ich mir nicht gefallen. Da kann jetzt jeder Hansel im Internet meine Fresse sehen. Das geht zu weit, das lasse ich nicht ruhen ...........
Mach's gut und tschuess..........