Ryanair

Ryanair hat ja nicht den besten Ruf, ausser “billig” hört man nur selten etwas Gutes über diese Airline. Also habe ich mich zunächst informiert - und zwar zum Thema Handgepäck, weil ich keine Gebühr für einen Koffer zahlen wollte.
Pro Passagier ist ein Handgepäcksstück mit einem Gewicht von bis zu 10 kg sowie maximalen Abmessungen von 55 x 40 x 20 cm plus eine kleine Tasche mit maximalen Abmessungen von 35 x 20 x 20 cm zulässig.
Das sollte für ein Trolley und eine Fototasche reichen. Ausser Unterwäsche und 2 Wechsel-T-Shirts brauchte ich nichts mitzunehmen, Toilettenartikel gibt’s im Hotel.

37 € und ein paar zerquetschte für einen Flug in der Ferienzeit nach Mallorca. Und weil es so billig war und ich vom sehr, sehr engen Sitzplatzabstand gehört hatte gönnte ich mir für 15 € einen Notausgangsplatz mit mehr Beinfreiheit. Aber nur weil Mallorca bekanntlich knapp über 2 endlos lange Stunden entfernt ist. Für eine einzige Stunde hätte ich mich auch in einen Käfig sperren lassen. Aber das kommt später sowieso noch....
Vor dem Flug ist einiges zu beachten. Man MUSS einen Online CheckIn machen, der ab 31 Tage vor Abflug möglich ist - falls man nicht den billigsten Tarif genommen oder eine Sitzplatzbuchung vorgenommen hat. Dann zahlt man entweder 6 € extra oder wartet bis 7 Tage vor Abflug, dann ist der CheckIn kostenlos. Allerding sind dann wahrscheinlich die “guten” Plätze schon vergeben. Aber da ich alleine unterwegs bin und die Flugzeiten recht kurz sind ist das egal. Weitere Einzelheiten zu Ryanair sind hier zu sehen.

Ryanair DortmundDie aus Mallorca kommende Boeing 737-900 von Ryanair erreichte Dortmund ein paar Minuten vor der geplanten Zeit, um 9:51. Aussteigen, einsteigen, Gepäck verstauen - um 10:41 waren wir in der Luft, 4 Minuten vor der geplanten Abflugzeit von 10:45. Die Standzeit in Dortmund war länger als von mir erwartet, aber wenn die Maschine früher ankommt muss man eben ein bißchen länger warten bis zum geplanten Abflug.
Ein- und aussteigen wird bei Ryanair übrigens fast überall in aller Öffentlichkeit erledigt, wetterunabhängig. In Dortmund war es sonnig, aber auch bei strömendem Regen muss man draußen warten bis man rein kommt.

Mein Exit-Seat entpuppte sich als sehr geräumig, es war viel Platz für die Beine. Sehr gemütlich, so hatte ich mir Ryanair eigentlich gar nicht vorgestellt, eher Käfighaltungsmäßig. Mir hat’s gut gefallen. Bei der Landung wurde von fast allen Mitfliegern geklatscht, so etwas hatte ich schon seit Jahren nicht mehr erlebt. Ich dachte dieser Brauch wäre in Vergessenheit geraten.
Wenn ich meine Arbeit gut mache klatscht niemand.....

In Mallorca angekommen ging ich zur Bushaltestelle, stieg in die Linie 21, zahlte 5 € und war 20 Minuten später am Hotel, dem Riviera Playa an der Platja de Palma, in Höhe des Ballermann 11.
Die offizielle Bezeichnung “Balneario” wird sogar bei Google Maps mittlerweile nicht mehr genutzt, auch hier steht “Ballermann”. Das Hotel war das billigste kurzfristig buchbare, 67,32 € war ein sehr akzeptabler Preis.

Ryanair Exit-Seat

Ballermann

Ballermann 6

Es war sonnig und warm, man ist so etwas im deutschen Sommer ja gar nicht gewohnt - ich schlüpfte deshalb in kurze Hose und T-Shirt und spazierte die Ballermänner entlang bis zum B06, wo erstaunlicherweise so gut wie nichts los war. Keine deutschen Schlager in voller Lautstärke, keine Besoffenen, nur ein paar ältere Leute, die in Ruhe ihr Bier tranken.

Schinkenstraße Mallorca

In der “Calle del Jamon” war mehr los. Zwar nicht viele Leute, aber fast alles besoffene Jugendliche, die scheinbar die Happy Hour ausnutzten und ziellos durch die Gegend torkelten. Von der Cafeteria San Siro aus Schinken essend und ein San Miguel trinkend gut zu beobachten.
Gut gesättigt überlegte ich wie es weiter gehen könnte, es war erst halb 4.

Hard Rock Cafe Mallorca

Gelaufen war ich genug - also schnappte ich mir den ersten Bus nach Palma und fuhr in die Hauptstadt.
Gelaufen war ich genug - dieser Gedanke war falsch. Vom Plaça de la Reina bis zum Hard Rock Cafe, in dem ich für Uli ein Shot Glass holen wollte, waren es knapp anderthalb Kilometer, zurück die selbe Entfernung, natürlich. Mein Sofakartoffeltraining machte sich bemerkbar, die Waden verkrampften, die Beine schmerzten, ich war völlig erschöpft als ich wieder an der Bushaltestelle ankam.

Palma

Immerhin bekam ich einen Sitzplatz im Bus und hatte nach Ankunft im Hotel noch die Kraft ein paar Meter weiter in das Pao Pao Restaurant zu gehen um dort eine Paella zu verspeisen. Dieses spanische Gericht wird mittlerweile nur noch in guten Restaurants vor Ort hergestellt, der Standardtourist bekommt eine in der Pfanne aufgewärmte Tiefkühlpaella, die allerdings recht gut schmeckt, etwa wie die von Frosta. Hier sind alle Sorten aufgeführt. Ich hab mich für eine Paella Marisco entschieden, plus 2 große Bitburger und machte mich anschließend auf ins Hotel und ins Reich meiner Träume.

Morgen ruhe ich mich aus, vielleicht mache ich einen Sprung ins Wasser - oder sowas.

 

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