Ladenburg

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Wir trafen SIE in der Kartoffel. Ihre und unsere Eminenz, Ihre Heiligkeit MdM Ingrid die Dreiviertelerste lud zur Audienz. Vor sich auf der rustikalen Tischplatte lag der heilige Gral Ihrer Erdverbundenheit, die Bundeslade der Nachtschattengewächse: eine etwa pflaumengroße festkochende Siglinde. Ihre Erhabenheit verzichtete großmütig auf die Ihrem Rang gebührende Begrüßung des AufdieKniefallens und Füßeküssens und begnügte sich mit einer herzlichen Umarmung. Nein, wie generös….

 

Freitag, 20. April:

Nachdem wir unser Hotel Zum Goldenen Löwen in Ladenburg gefunden und unser historisches, noch aus der Römerzeit stammendes Zimmer bezogen hatten, machten wir uns auf den Weg, der Sonne hinterher. Wir wollten uns noch ein bisschen umschauen und knipsen, bevor wir uns auf die Suche nach den anderen Stammtischlern machten. Von einer hohlen Gasse ging’s in die nächste und nach einigen Oh-schau-mal-hier’s und Guck-doch-mal-da’s standen wir plötzlich und unerwartet vor der Kartoffel, dem von Uwe so selbstlos (er mag gar keine Kartoffeln) auserkorenen Treffpunkt für unser neunzehntes Stammtischtreffen.

Ingrid war schon da und kurz nach uns lugte auch Heidi umme Ecke. Während ich dem Werner den Weg in die Tiefgarage und zum Hotel zeigte trafen auch Eric & Erika aka Eric & Petra ein. Die freitägliche Vorrunde war nun komplett.

Nirschi - Lal@ - Ingrid - Eric - Petra - Werner

Wir freundeten uns schnell mit Gitti & Erika an und bestaunten alle das von Werner mitgebrachte Fotoalbum des letzten Urlaubs.

 

Nirschis Spruch zum Freitag:

„Wenn wer mal nischt meh soo lang fliege könne, dann fliege wer and Oschtküst.“

 

 

Samstag, 21. April:

Nach dem Viel-zu-früh-Stück („Wann möchten Sie frühstücken? – „So spät wie möglich.“ – „Um 9 Uhr?“) vertrieben wir uns die Zeit mit Städtchenbesichtigung. Ladenburg entpuppte sich als bedeutend handlicher als erwartet. Man kann sich weder verlaufen noch verpassen. So kam selbst Guildo2, der uns bis dahin noch nicht persönlich kannte, sehr zielsicher auf uns zu. Na ja, Volkers Antlitz ist sowohl weltberühmt als auch unverkennbar. Zwischendurch schaute immer mal einer im Luschtgarde vorbei um zu schauen, ob schon jemand Neues eingetrudelt ist. So gabelten wir als Ersten Otto auf und im Laufe des Nachmittages vermehrten wir uns unkontrolliert.

Uli - Werner - Nirschi - Lal@ - Ingrid - Otto - guildo2

 

Und Scheffe? Nein Scheffe kommt nicht, der geht ja seinem neuesten Hobby nach, dem Umziehen. Tja, und auf einmal hatte ich Halluzinationen. Dort hinten, da geht doch jemand, dessen astraler Körperbau, geschmeidiger Gang und kraftvolle Haarmähne mich schwer an Kalle erinnerte. Ein kurzer Pfiff, ein schnelles Erkennen und wir liefen uns barfuß, mit ausgebreiteten Armen und wehenden Haaren in weichgezeichneter Zeitlupe entgegen…. (Hä? Was’n jetzt los? Zu viel Sonne…..)

Da lassen die beiden ihre Umzugskartons Umzugskartons sein und es sich nicht nehmen, uns nicht wirklich zu überraschen.

Scheffe und seine Scheffin

Als letzter schoss Busty erst an uns vorbei um dann doch pünktlich um 17 Uhr und damit rechtzeitig zur Stadtführung dazu zu stoßen. Jetzt waren wir komplett.

Unser Führer, der freundliche Herr Vögele, dozierte sehr ausführlich über die Stadt zur Römerzeit, blabla, und wir hatten Schwierigkeiten ihm zu folgen, blabla, denn der Standort war nicht gut gewählt, blabla, der Verkehr war viel zu laut.

Ich bestimmte daher kurzerhand Matze, der als Schüler ja quasi prädestiniert ist, einen Aufsatz zu verfassen. Der lächelte mich in seiner süffisant-verständnissvollen Weise nur an und dachte sich wohl seinen Teil. Also die Jugend von heute….

Matze

Dabei hätten wir den Aufsatz gut gebrauchen können, denn unsere Aufmerksamkeit wurde außerdem von den Geräuschen unserer Mägen abgelenkt. Als dann Punkt 6 die Kirchenglocken läuteten, veranlasste das Carsten zum Spruch zum Samstag:

„Hört, sie läuten zum Essen.“

Herr Vögele war abschließend noch so nett, uns zurück zur Kartoffel zu begleiten und ein, zwei, drei Gruppenfotos von uns zu schießen; bitte recht freundlich, hier kommt das Vögele…

Zu viele Leute, um die Namen alle aufzuzählen

Jetzt hatten wir uns unser Essen aber wirklich verdient und der Gewölbekeller der Kartoffel wartete schon darauf, von uns bevölkert zu werden. Rolf hatte zum Nachtisch einen Diavortrag vorbereitet, dem trotz vorgerückter Stunde alle ganz aufmerksam und interessiert lauschten. (Jetzt waren wir ja auch satt und kein Auto störte die Ruhe.) Ganz phantastische Aufnahmen und erst sein Wissen! Ich schätze, in seinen Hosentaschen kennt er sich nicht so gut aus.

Rolf alias Hatchcanyon, der uns auch selbigen aus der Luft zeigte

Eric & Silvester, die zwischendurch noch mal kurz reinschauten, haben einen wirklich alles andere als trivialen Beitrag verpasst. Genau so, wie übrigens alle übrigen Stammtischler was verpasst haben.

Das ultimative Stammtischtreffenfoto

 

Fazit:

Stammtischtreffen sind immer toll. Man kommt in Gegenden, von denen man vorher nie etwas gehört hat, sieht Städte, die man sonst nie besuchen würde.

Und dann lernt man neue Leute kennen. Oder man lernt bekannte Leute besser kennen:

Ich weiß jetzt, z.B., dass Otto sich schon mal einen wichst, wo Busty’s Bauchnabel sitzt, dass Guildo2 eigentlich Mike heißt, dass nicht Eric sondern seine Frau Petra der Wikinger in der Familie ist, dass Frau Antje nicht notgedrungen Käse zum Bahnhof rollt, dass man Kalle nicht über den Weg trauen und Westernlady besser mit großen Autos einparken kann und was Herr Leetz so zwischen den Ohren hat.

lbuliBis zum nächsten Treffen - eure Christa

 

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