Phi Phi Island

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Wir Boot nach Phi Phi islandbeschlossen am nächsten Tag nach Phi Phi Island zu fahren, die beiden Bayern und wir.

Am frühen Morgen wurden wir von einem Minibus abgeholt, der uns zum Hafen von Phuket brachte. Über mehrere wacklige Planken und andere Schiffe erreichten wir dann nach einigen Minuten unseren Kahn, der wohl auch schon mal besser Tage gesehen hatte. Das Boot war keines der Hightech Phi Phi / Andaman Cruser die heute zwischen Phi Phi und Phuket den Transfer übernehmen, nein weit gefehlt, es war ein recht kleines Schiff, vermutlich ein ehemaliges Fischerboot was mit nachträglich eingebauten Parkbänken zum Touristentransporter umfunktioniert wurde. Wie auch immer, wir suchten uns einen der wenigen Plätze auf dem Oberdeck, um uns zu bräunen, wie wir meinten, was sich aber zu einem Sonnenbrand, zumindest bei mir ausweitete, ich meine es hielt sich noch in Grenzen war aber dennoch unangenehm. ( Ich hab mich hauptsächlich im Schatten aufgehalten, wie immer )

Der Ananas-Schneider

         

Nachdem wir den ersten Felsen, von denen es zwei zwischen Phuket und Phi Phi gibt, passiert hatten , die so eine Art natürlicher Meilenstein sind, fing die Besatzung an Ananas zu schälen, die dann in ausreichenden Mengen an die Fahrgäste verteilt wurden. Nach etwa drei Stunden erreichten wir dann Ko Phi Phi Lee. Die Maya Bay, die in den vergangen Jahren durch den Film “The Beach“ berühmt wurde, war damals schon genauso schön oder schöner, nur gehörte sie damals nicht unbedingt zu den Plätzen, die von jedem Boot angesteuert wurde. Dafür wurde aber auf der gegenüberliegenden Seite der Insel ein Stop eingelegt um die Höhle mit den Schwalbennestern zu besichtigen, in der an langen Bambusgerüsten die Einheimischen halsbrecherische Kletterpartien bis an die Decke der Höhle unternehmen um dort die Schwalbennester zu pflücken, die dann für horrende Summen an chinesische Delikatessengeschäfte verkauft werden, da die Schwalbennestersuppe bei den Chinesen als Delikatesse gilt.

Na dann, wenn's ihnen schmeckt. Chinesen sagt man ja auch nach, sie würden alles essen, was vier Beine hat, außer Tischen und Stühlen.

Vor der Viking Cave

In der Viking Cave

  

Die Höhlenbesichtigung war bald abgeschlossen, denn außer ein paar Höhlenmalerein , den schon beschriebenen Bambusgerüsten und einem penetranten Gestank nach Vogelkacke haben die Höhlen auch nicht viel zu bieten, aber wenn man schon da ist, sollte man sie sich auch ansehen.

Anschließend ging die Fahrt weiter Richtung Ko Phi Phi Don und das Boot legte in der Tonsai Bay an, deren landschaftliche Schönheit mit dem türkisfarben kristallklarem Wasser und den bizarren über und über mit tropischer Vegetation bewachsenen Felsformationen, den schneeweißen Sandstränden voller Kokospalmen, die lediglich zwischen 12:00 Uhr am Vormittag und ca. 15:00 Uhr am Nachmittag etwas voller waren, da dann der Tagesausflügler von Phuket heran gekarrt wurden.

   

Das Ritual ist immer dasselbe, zuerst werden die Touris in einem Restaurant abgefüttert, die Zusammenstellung der Speisen hat sich offensichtlich bewährt, da diese sich in den vergangen über zehn Jahren nicht im geringsten geändert hat.

   

Nach dem Essen sind Volker und ich dann los, um eine Hütte für die Nacht zu mieten. Eine Hütte für umgerechnet 5,-- DM inkl. Ventilator, Fliegengitter, Stehtoilette inkl. einem mit Wasser gefülltem Eimer und einer Plastikschüssel zum spülen, eine Dusche mit tropfend „kaltem“ Wasser (warmes war echt nicht nötig) einem Waschbecken, zwei Betten, einer Kakalake (Uschi) und mehreren Moskitos. Volker hat die Uschi sofort ins Jenseits befördert, bei den Moskitos ist uns das leider nicht gelungen.

Unsere Sturm zieht aufbeiden Gefährten aus Bayern haben es sich dann doch schnell anders überlegt und sind am Nachmittag mit dem Boot zurück nach Phuket gefahren, Volker und ich haben noch ein wenig die Ruhe am Strand genossen, um dann aufzubrechen und den Sonnenuntergang zu filmen. Stellt sich die Frage, wo geht auf Phi Phi Don die Sonne unter, bzw. von welcher Stelle aus kann man das sehen. Wir machten uns dann einfach erst einmal auf gut Glück auf den Weg in Richtung Tonsai Bay und gingen am Strand entlang Richtung Longbeach, außer vielleicht sechs bis sieben Häusern, die gleichzeitig Restaurant und Souvenirshop waren sowie einigen Wellblechhütten war die Seite der Insel noch völlig unbebaut. Wir erreichten das äußere Ende der Tonsai Bay nach ca. 15 Minuten Fußmarsch, mußten aber sogleich feststellen, Regen auf Phi Phi Islanddaß es mit dem Sonnenuntergang wohl nichts werden würde, da sich aus Richtung Phuket riesige schwarze Wolkenberge auftürmten und es auch schon heftig anfing zu donnern und zu blitzen, so daß wir im gestreckten Schweinegalopp versuchten, unsere rettende Hütte zu erreichen, was uns auch auf die sprichwörtlich letzte Sekunde gelang, bevor sich alle Himmelsschleusen öffneten und es anfing zu gießen wie aus Badewannen, alle paar Minuten bekam man einen riesigen Schreck wenn wieder eine der Kokosnüsse auf das Dach unserer Hütte knallte, das dies erstaunlich gut überstand, obwohl wir ihm eigentlich nicht soviel zugetraut hatten.

Nun ja, Lal@ duschtwir beschlossen, daß wir uns dann wenigsten in aller Ruhe fertig machen könnten, um was essen zu gehen. Ich weiß nicht mehr wer von und beiden zuerst die Nasszelle aufsuchte, die aber eher als Trockenzelle hätte bezeichnet werden können, denn das, was da aus dem Brausekopf tröpfelte, hätte uns vermutlich bis zur Abfahrt unseres Schiffes am nächsten Nachmittag beschäftigt, so beschlossen wir einfach, vor die Tür unserer Hütte zu gehen und uns im Regen zu duschen. Die Wassermenge, die da vom Himmel kam, stand der Wassermenge jeder guten Dusche um nichts nach und der Fußweg, auf dem wir dabei standen, war auch relativ gefahrlos, da keine Palmenwipfel mit herunterfallenden Nüssen unser Leben bedroht hätten.

Blöderweise hatte ich aber die Tür unser Hütte hinter mir zugezogen, ohne den Schlüssel mit rauszunehmen, so mußten wir oder besser gesagt Volker, in der Badehose im strömenden Regen bei Blitz und Donner und nahezu völliger Dunkelheit den Weg zum Restaurant des Krabi Phi Phi Resorts laufen um einen Ersatzschlüssel zu besorgen. ich habe in der Zwischenzeit weiter im Regen geduscht und auf seine Rückkehr gewartet.

Als Volker zurück kam und wir die Hütte öffneten Downtown Phi Phihatte es durch das Dach geregnet und zwar genau an der Stelle über dem Bett, an der Volker's Videocamera lag, die wir gerade vor knapp einer Stunde im letzten Moment unter dieses schützende Dach gerettet hatten. Volker sah nicht gerade glücklich aus, trocknete das gute Stück soweit wie möglich mit einem Handtuch ab und hoffte, dass sie das Bad überstehen und am nächsten Morgen noch funktionieren würde.

 

Wir machten uns dann, nach dem Regen, auf in Richtung Tonsai Bay, sozusagen nach Phi Phi Downtown, wobei Downtown damals wie heute rechts neben dem Landesteg begann, aber aus vielleicht zehn etwas größeren Holzhütten bestand, die als Restaurants, Tauchbasen oder Geschäfte dienten sowie weiteren zehn sehr ärmlichen Hütten auf Stelzen, die mit völlig verrostetem Wellblech verkleidet waren und in denen eine Hitze wie im Backofen geherrscht haben muß. In Downtown standen die Gehwege, sozusagen die Hauptstraße, mehr als Knöchelhoch unter Wasser und man wusste sofort, warum die Häuser alle auf Stelzen standen. Wir suchten uns eins der drei Restaurants aus, in dem die meisten Leute saßen, was ja bekanntlich, wenn man fremd ist, als Zeichen dafür gewertet werden kann, dass das Essen schmeckt. (Ausser in Spanien, da sind die besten Restaurants immer bis um 10 Uhr abends leer) Unsere Wahl sollte sich durchaus als richtig bestätigen. Wir tranken den schon obligatorischen Mekong vor und nach dem Essen und ein Flasche des vorzüglichen Singha Biers (dessen Braumeister sein Handwerk, wenn meine Informationen stimmen, in Heidelberg gelernt hat).

Auf demDie Decke ist leicht wasserdurchlässig Rückweg zu unserer Hütte sind wir dann noch ganz in der Nähe in eine Bar eingekehrt, die es, wie ich glaube, heute noch gibt und heute wie in 1991 Dschungel - Bar heißt. Volker und ich waren die einzigen Gäste und bestellten uns jeder noch ein Flasche Singha Bier, bei der wir aber beinahe schon im Sitzen eingeschlafen wären, so das wir dann relativ schnell unsere Hütte aufsuchten, dort noch die herumfliegenden Moskitos versuchten zu killen und dann eine, na ja, geruhsame Nacht verbringen wollten.

Da die Matraze meines Bettes immer Uschinoch ziemlich naß aussah, habe ich sie umgedreht, um zu sehen, ob an der Unterseite eine größere Trockizität wäre. Es lachten mich aber nur ca. 10 Uschi's an. Da ich aber überhaupt keine Lust mehr hatte, selbige erstens da zu verjagen und dann ja auch noch wahrscheinlich durchs Zimmer treiben zu müssen , um sie umzubringen, habe ich die Matraze wieder hingelegt, mich mit dem Oberkörper auf die trockene Hälfte gelegt und die Beine im Nassen gelassen. Die Uschi's habe ich für die Nacht aus meinem Gedächtnis gestrichen. Gut, das keine Frauen dabei waren.

Die Loh Dalum Bay frühmorgens

    

Am nächsten Morgen standen wir recht früh auf, denn Phi Phi ist im Morgenlicht noch schöner als zu jeder anderen Tageszeit, Loh Dalum Baydie Luft ist frisch und das Wasser sieht noch sauberer aus als es ohnehin schon ist. Volker's Videocamera hatte das Bad vom Vorabend offensichtlich auch überstanden, da Volker nämlich mit derselben schon am Stand herum lief und die schöne Landschaft filmte. Ich hasste im übrigen Videofilme, die Dinger musste ich mir immer bei Bekannten ansehen und waren ja so was von stinklangweilig, daß ich eigentlich überhaupt nicht verstehen konnte, dass Volker so etwas tat, er war eigentlich überhaupt nicht der Typ für irgend welche langweiligen nervtötenden Urlaubsvideos.

Wir verbrachten den Tag dann damit, etwas die Insel zu erkunden und ein wenig die tollen Strände und das noch schönere Wasser zu genießen, das aber zunächst eigentlich gar nicht da war, weil es sich bei Ebbe fast ganz aus der Bucht zurückzieht. Es kam erst nach ca. 2 stündiger Wartezeit langsam wieder " nach Hause " .

Es war auch bis zum späten Vormittag recht angenehm, bis dann die Boote mit den Tagestouristen wie wilde Horden in der Tonsai Bay einfielen und von höchst motivierten Reiseleitern vom Landesteg aus geradeaus über das schmale Stück der Insel ins Restaurant geführt wurden und alles wieder genau so war wie gestern. Und morgen...und jeden weiteren Tag, solange die Erde noch rund ist...

 

Vor unserem Bungalow

  

Eine Gruppe Japaner machte sich sofort nach dem Essen auf zum Strand, wo ein Motorboot im Wasser lag, und Loh Dalum Baydessen Besitzer, was auf Phi Phi eigentlich unüblich war, Parasailing anbot.

Jeweils zwei der Japaner, einer mit einer größeren Video - Schulterkamera und ein weiterer mit einem Fotoapparat ,stiegen zusammen mit dem Fahrer in das Boot, einer weiterer Japaner, der am Ufer stand, bekam den Fallschirm angeschnallt und der vierte im Bunde stand mit einem Fotoapperat am Strand und hielt das Ganze von dort aus mit der Kamera fest.

Das Motorboot fuhr an, der Japaner am Strand nahm Anlauf und versuchte mit dem Fallschirm in die Luft zu kommen, leider war die Leistung des Motorbootes aber ganz offensichtlich nicht ausreichend, so daß der Japaner nicht so recht in die Luft kam, eher im Gegenteil, er hatte zwar die Knie angewinkelt, schleifte aber mit den Knien trotzdem im Wasser, bis er dann kurze Zeit später in die Wagerechte überging und wie eine Art Beiboot oder Minensuchgerät bäuchlings durch die ganze Bucht gezogen wurde, daß ganze schien den Vieren aber Spaß zu machen und so wurde nach dieser Runde Fotoapperat, Videokamera Loh Dalum Bayund Fallschirm gewechselt und das ganze Schauspiel fing von vorne an.

Nicht nur Volker und ich verfolgten dieses Schauspiel mit großem Interesse, sondern nahezu alle Besucher am Stand hatten ihre helle Freude.

Gegen Mittag haben wir dann unsere Sachen zusammengepackt und sind in Richtung Tonsai - Bay / Phi Phi Isand Downtown gelaufen, haben dabei in den Souvenirshops noch ein wenig gestöbert und uns dann direkt neben dem Landesteg in einem Restaurant, was eigentlich eine Hütte auf Pfählen mit Wellblechdach war, zum Essen niedergelassen.

Die KöchinLeckerlecker hatte einen Herd, der aus einer Gasflasche mit einem Drahtgestell bestand, in dem der Wok gehalten wurde, die Speisekarte war leicht überschaubar und die Gerichte spottbillig, es roch verdammt gut, obwohl daß äußere des Lokals doch mehr wie improvisiert anmutete. Wir bestellten beide gebratene Nudeln mit Shrimps und die Köchin machte sich auch sofort mehr oder weniger vor unseren Augen an die Arbeit und schöpfte zunächst aus einer nicht gerade appetitlich aussehenden Tonne mittels einer für Thailand so typischen hellblauen Plastikschüssel Wasser in den Wok . Da wir aber wegen der doch recht hohen Temperaturen am Mittag auf unseren Mekong verzichteten, sagte Volker nur ganz beiläufig aber unüberhörbar: „Wenn ich das überlebe, dann trinke ich ab heute auch Leitungswasser“.

Nach ca. 20 Minuten bekamen wir unser Essen serviert, wiederum auf dem typisch thailändisch Plastikgeschirr, diesmal aber in zart rosa mit dem dazugehörigen Besteck aus Aluminium. Das Essen schmeckte hervorragend und ließ uns die Bedenken wegen der äußeren Umstände schnell vergessen. Den Mekong nach dem Essen verkniffen wir uns, um den Geschmack des hervorragenden Essens so lange wie möglich am Gaumen zu behalten.

Warten auf die Rückfahrt

        

Nach dem Bezahlen machten wir uns dann los in Richtung Steg, um die Abfahrt unseres Schiffes nach Phuket nicht zu verpassen. Die Rückfahrt war mit einem High Speed Cruiser und hat nicht so viel Spaß gemacht wie die Hinfahrt.

 

Am Abend in Patong angekommen haben wir uns dann erst einmal geduscht und sind weil wir von Phi Phi doch ein wenig geschlaucht waren nur zum Essen gegangen und in unsere Stammkneipe in der Bangla Road gegangen um ein Bier zu trinken um uns dann doch einmal etwas früher ins Bett zu begeben.

 

          

Und zum Schluß noch ein Bericht vom November 2001

Phi Phi ist immer noch sehr schön, wenn auch mit 1991 kaum noch zu vergleichen, das Publikum besteht zu 90% aus blonden Damen um die zwanzig bis fünfundzwanzig mit streng nach hinten gekämmten Haaren, die am Hinterkopf mit mit einer schlichten Spange oder einen Gummiring zu einem kleinen Pferdeschwanz zusammen gPhi Phi Viewpointebunden sind, hierzu gehört dann noch ein sehr cooler Gesichtsausdruck und ebensolches Auftreten. Die Männer hingegen teilen sich in drei Gruppen, die einen mit der California Beachboy Designer Frisur (dunkelblond mit hellen Strähnen) und einer mega coolen Sonnenbrille, die zweite Gruppe trägt oben ohne und die dritte Rastazöpfe und einen Rucksack der größer ist als sie selber.

Die Aktivitäten aller Gruppen beschränkt sich in erster Linie vermutlich aufs Tauchen und Abends sitzen sie alle zusammen in Kneipen, trinken Chang Bier (was auch ziemlich Chang schmeckt, ist aber pro Flasche 5 - 10 Barth = 25 - 50 Pf. billiger als Singha) und schaut Fernsehn "HBO" oder DVD, vorzugweise kommt in jeder Kneipe mindestens einmal pro Abend "The Beach". Bars wie auf Phuket gibt es auf Phi Phi immer noch nicht, dafür aber massig Hotels, Tauchschulen und Internetcafe's.

Trotz allem hätte man den Aufenthalt mind. 50 / 50 (Phi Phi / Phuket) aufteilen sollen, denn Phuket werde ich mir glaube ich so schnell nicht nochmal antun, wobei man nur an die richtigen Ecken gehen muß, d.h. wo die alten Kerle mit ihren Thailadys rumlaufen oder essen gehen, da ist die Welt noch in Ordnung, so wie im Rhein, da wo noch Fische schwimmen ist das Wasser noch oder wieder sauber.

Auf den View Point haben wir es diesesmal auf Phi Phi endlich geschafft, 333 oder 343 Stufen (darüber streiten wir uns noch) aber die Größenordung stimmt und das bei 35°, man könnte den Ausblick auch als "Wet - Dream" bezeichen, denn bis du oben angekommen bist hast du keine trockene Stelle mehr am Körper aber die Aussicht ist ein Traum.

 

das war's aus Phi Phi Island

 

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