Phang Nga

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Phang Nga BayUnd noch mehr Kultur. Die beiden Bazi's hatten langsam die Schnauze voll und wollten entweder nach Hause oder nach Ibiza.

Ecki und ich machten eine "James-Bond-Felsen" Tour.

Wie an jedem Ort der Welt, an dem irgendwann in den letzten 10 Millionen Jahren mal ein Film oder ein Werbespot gedreht wurde, wird gleich richtig Kapital daraus geschlagen.

Ecki @ JBFDiese Fahrt hätte sich aber auch ohne Mr. Bond gelohnt, weil die Landschaft einfach wunderschön ist.

Zunächst fuhren wir etwa 80 Minuten mit einem Bus zur Bootsablegestelle und sahen dabei den Film "Der Mann mit dem goldenen Colt", der u.a. dort gedreht worden ist. Eigentlich ist Phang Nga die Provinz, in die man kommt, wenn man von Phuket aus nördlich fährt. Die Insel, um die es geht, heißt eigentlich Kao Ping-gan. Der Einfachheit halber heißt aber einfach alles Phang Nga.

Gefahren wurde mit den typischen sogenannten Longtail Booten, die mit einem alten LKW Motor und einer Schraube angetrieben werden und in denen man einen ziemlichen Hörschaden bekommt.

Die ganze Bay besteht aus unzähligen sogenannten Kalkstein oder Limestone Felsen, nur daß eben der eine spektakulärer aussieht als der andere. Zuerst geht es an Mangrovensümpfen entlang, dann zum Khao Kien, wo mehr oder weniger alte Felszeichnungen zu sehen sind, wenn man genau hinschaut. Durch eine Höhle sind wir auch gefahren, ich konnte aber nichts besonderes darin entdecken. Ein paar Stalags hingen von der Decke. Ich weiß nicht genau, ob Titen oder Miten.

In Kao Ping Gan kommen meistens alle Boote gleichzeitig an, man muß aufpassen, daß man nicht auf irgendwelche Japaner tritt, und alles ist voller Verkaufsstände. Es kommt einem fast so vor, als wären mehr Verkäufer als Kunden da. Wenn man viel Glück hat, kann man ein Foto vor dem Felsen, der noch anders heißt, nämlich Kao Tapu, machen und dann ist auch schon wieder Abreise. Die Bilder mit dem leichten Blaustich sind in ihrer Jugend mal Dias gewesen.

Auf dem Rückweg machten wir einen Stop zum Essen und Souvenirs kaufen in Koh Pannyi, einer kleinen Insel, auf der muslimische Fischer, die sogenannten See-Zigeuner, ein Dorf auf Stelzen gebaut haben, incl. einer Moschee.

Zu Baubeginn war es wirklich noch als Dorf gedacht und nicht als Touristengeldeinsammelstation oder Hintergrund für eine Werbung.

Wir saßen mit mehreren alten Japanerinnen an einem Tisch und aßen Fisch aus diesen typischen Aluminium Schalen, mit dem Unterschied, daß wir die Köpfe, Schwänze und Gräten nicht mitgegessen haben.

Auf der Rückfahrt von Kao Ping Gan geht es immer in das Pfahldorf der See Zigeuner mit der schon von weitem sichtbaren Moschee, um dort wie bei allen organisierten Ausflügen mit dem gleichen Menü abgefüttert zu werden, d.h. eine ziemlich verwässerte Tom Yum Gong Suppe, die in der Regel im Restaurat eine Delikatesse ist, Reis, gebrates Gemüse und einen gebraten Fisch, was dann aber eigentlich noch als essbar einzustufen war, als Nachtisch gab es Ananas.

Als wie so am Essen sind, sitzen mit uns am Tisch zwei ältere Japanerinnen, die dabei sind den Fisch abzunagen wie ein Schwarm Piranjas ein ins Wasser gefallenes Tier. Ich sehe, wie Volker sich dieses Schauspiel eine Zeitlang mit ansieht und dann plötzlich beinahme entrüstet aber leise sagt: ..kuck doch mal, die fressen sogar den Kopf mit ! Die beiden hatten bestimmt nicht verstanden, was Volker gesagt hatte, aber offensichtlich mitbekommen, daß es um sie ging und fingen an zu tuscheln, offensichtlich über Volker und mich und es schien auch nichts nettes zu sein, woraufhin Volker sagt: ... laß uns gehen, von seinem Platz aufstand, den beiden Damen zulächelte und "Domo Arigato" sagte, was die einzigen beiden Wörter sind, die Volker auf Japanisch kann. Die beiden Ladys zuckten förmlich zusammen, wie kleine Kinder, die sich ertappt fühlen, da sie offensichtlich jetzt nicht wußten, ob Volker vieleicht alles verstanden hatte, als sie sich über uns die Mäuler zerrissen haben.

Wir sind den beiden dann auf der Rückfahrt noch ein paar mal begegnet und jedesmal wurde mir mit einem verschämten Lächeln und einer Art Kopfnicken oder angedeuteter asiatischer Verneigung gegrüßt, haben wir zumindest angenommen.

Man sieht, ein paar wenige Wörter in fremden Sprachen verschaffen einem Respekt.

An guten Tagen kommen hier bis zu 3.000 Touri's vorbei und wollen essen und handgemachte (Made in China) Sachen kaufen.

Wenn alle wieder weg sind, werden die Restaurants geschlossen und alles ist wieder eine ruhige Gemeinschaft von Fischern, habe ich irgendwo gelesen.....

Naja....

Auf dem Rückweg haben wir dann den Film zu Ende gesehen, und ich habe mir gedacht : "Schade, das es nicht immer noch so leer ist auf der Insel, nur Christopher Lee, Roger Moore, Ms. Goodnight, der kleine Butler und Ich."

Ein Wat haben wir auch noch besucht, die Dinger sehen von außen ja ganz schön aus, aber ich habe da keine richtigen Sinn für.

Ich bevorzuge schöne Landschaften.

 

Mein Name ist Bond, Lala Bond

 

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